Absatzkrise der Autobauer - nicht nur VW und Co. verlieren

dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 654
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen
EV-Produktionslinie in einer fortschrittlichen automatisierten intelligenten Fabrik. (Symbolbild)
- ©iStock

BERGISCH GLADBACH (dpa-AFX) - Die deutschen Autobauer haben im ersten Halbjahr deutlich an Absatz eingebüßt. Sie sind damit einer Studie zufolge aber nicht allein. Fast alle großen Hersteller meldeten rückläufige Verkäufe, ergibt eine aktuelle Auswertung des Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach. Von 20 untersuchten Herstellern waren demnach 14 im Minus.

Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Die bereits bekannten Absatzrückgänge der deutschen Konzerne VW , Mercedes-Benz und BMW liegen allesamt über dem Durchschnitt der 20 größten Hersteller weltweit, den das CAM mit minus 2,8 Prozent angibt. Es gibt in dieser Gruppe allerdings auch sechs Konzerne, die es teils deutlich härter getroffen hat.

"Die globale Automobilindustrie tritt in eine neue Phase der Marktbereinigung ein", sagte CAM-Direktor und Studienleiter Stefan Bratzel. "Wem es nicht gelingt, sich schnell den neuen Markt- und Technologiebedingungen anzupassen, droht längerfristig auszuscheiden." Das Jahr 2026 dürfte deshalb "zu einem weiteren Beschleuniger der Konsolidierung und Restrukturierung in der globalen Automobilindustrie werden", so Bratzel weiter.

BYD leidet unter China-Schwäche

Die deutschen Hersteller litten im ersten Halbjahr unter starken Rückgängen im für sie wichtigen chinesischen Markt. Dessen Schwäche und der sehr starke Wettbewerb treffen die heimischen Hersteller allerdings teils noch härter. Der lange erfolgsverwöhnte Platzhirsch BYD büßt dort laut der Untersuchung 39 Prozent ein - das können auch steigende Exporte nicht ausgleichen. Weltweit steht ein Minus von 15,7 Prozent.

Werte aus dem Artikel:
BMW Aktie 56,96 € +0,07%
BYD Aktie 11,12 $ +0,18%
Mercedes-Benz Aktie 44,775 € +1,03%
Toyota Aktie 15,602 € -2,51%
VW Aktie 71,46 € -2,03%

Toyota als weltweite Nummer eins baute seinen Vorsprung vor VW aus, mit 3,1 Prozent lag das Minus dort nur halb so hoch wie bei den Wolfsburgern, die konzernweit inklusiver aller Töchter 6,5 Prozent verloren. Hyundai als weltweite Nummer drei ist den Wolfsburger immer dichter auf den Fersen: Die Südkoreaner büßten 1,6 Prozent ein und verkürzten damit den Abstand zu VW.

Zusammen verkauften die 20 Konzerne 1,1 Millionen Autos weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres. Einzelne Konzerne konnten auch deutlich zulegen - unter anderem Tesla , Stellantis oder Suzuki . Teilweise stecken dahinter aber auch besonders schwache Vergleichszahlen aus dem Vorjahr./fjo/DP/men


Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login
Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
20
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NG3J508 , DE000NG30WM1 , DE000NG31EM7 , DE000NB6X4B2 , DE000NB6YQR8 , DE000NB65T78 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Warnung
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlage­strategien geeignet.

Ähnliche Artikel

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Themen im Trend