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Humanoide Roboter von Tesla: So könnte Optimus das Industriegeschäft verändern!

Tesla will mit seinem humanoiden Roboter Optimus die Arbeitswelt revolutionieren. Doch kann der Roboter wirklich den Automarkt überholen? Die Antwort könnte Teslas Zukunft verändern.
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 Tesla Event mit Optimus Roboter am 20.12.2025 in der Mall of Berlin. Der humanoide Roboter Optimus von Tesla verteilt an einem Weihnachtsmarktstand Popcorn.
Quelle: - picture alliance / Andreas Gora | Andreas Gora
Tesla Inc 338,50 € Tesla Inc Chart -0,57%
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Tesla hat mit der dritten Generation seiner humanoiden Roboterhände einen wichtigen Schritt in Richtung industrieller Anwendung gemacht. Die neuen Hände bieten mit 50 Aktuatoren an beiden Händen eine fast doppelte Präzision im Vergleich zur Vorgängerversion.

Dieser Fortschritt ist entscheidend, um in Teslas Fabriken komplexe Aufgaben wie das Handling empfindlicher Bauteile und die Bedienung von Werkzeugen zu übernehmen. Experten betonen, dass die Entwicklung robuster Hände rund die Hälfte der ingenieurtechnischen Herausforderung beim Bau eines humanoiden Roboters ausmacht.

Audun Wickstrand-Iversen sagte: "Was bei Tesla lange wie eine Vision von CEO Elon Musk klang, nimmt nun konkrete Formen an. Humanoide Roboter entwickeln sich vom Forschungsprojekt zur potenziell milliardenschweren Industrie. Für Anleger stellt sich die Frage: Steht hier die nächste große Plattform vor dem Durchbruch?" Der Portfoliomanager beim DNB Fund Disruptive Opportunities sieht großes Potenzial, dass humanoide Roboter in vielen Bereichen eine Schlüsselrolle spielen könnten.

Analysten von Goldman Sachs schätzen, dass der Markt für humanoide Roboter bis 2035 auf 150 bis 200 Milliarden US-Dollar anwachsen könnte, mit Wachstumsraten von über 40 Prozent pro Jahr. Tesla verfolgt mit seinem humanoiden Roboter Optimus einen radikal anderen Ansatz, indem es eine universell einsetzbare Arbeitskraft schaffen möchte.

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Optimus ist etwa 1,73 Meter groß, wiegt rund 70 Kilogramm und kann bis zu 20 Kilogramm tragen. Der Roboter wird von denselben KI-Systemen gesteuert, die auch in Teslas Fahrzeugen verwendet werden.

Tesla hat laut Wickstrand-Iversen einen Vorteil in der Software- und Datenbasis. Während die Konkurrenz wie Boston Dynamics mit dem Atlas-Roboter oder Firmen in China mit großen Investitionen aufholen, bleibe Tesla durch seine Erfahrung in der KI und Serienproduktion führend. Langfristig könnte das humanoide Roboterprogramm von Tesla die Automobilbranche übertreffen und eine völlig neue Industrie dominieren.

Die Herausforderungen sind jedoch groß 

Humanoide Roboter sind technisch komplex. Zudem bestehen noch Fragen zu Autonomie, Sicherheit und Energieeffizienz. Kurzfristig werden sie keine menschlichen Arbeitskräfte ersetzen, sondern unterstützen, so Wickstrand-Iversen. Trotzdem könnte Tesla durch Optimus einen neuen Markt erschließen, der zu einer der "größten Industrien der Zukunft" werden könnte.

LJ Research-Analyst Gordon Johnson hält laut Barron's dagegen. Er bezeichnete Teslas humanoiden Roboter Optimus als "Wahnvorstellung" und schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass Tesla jemals nennenswerte Einnahmen aus dem Robotikbereich erzielt, auf nur 15 bis 20 Prozent. Er erklärte, dass die Wall Street dies als nahezu sicher ansehe, aber für ihn sei es "keine Investition, sondern Spekulation".

Johnson weist darauf hin, dass die aktuellen Roboter nicht für den Massenmarkt geeignet seien und vermutlich Hunderttausende von US-Dollar kosten. Damit die Produktion in Massen erfolgt, müssten die Kosten auf etwa 20.000 US-Dollar pro Einheit sinken. Er bewertet Optimus auf 50 bis 80 Milliarden US-Dollar, was weit unter der aktuellen Tesla-Bewertung von 400 Milliarden US-Dollar liegt.

Für Investoren kommt Johnsons Einschätzung wenig überraschend. Als Tesla-Bär setzt er auf eine Short-Position mit einem Kursziel von 25,28 US-Dollar, dem niedrigsten an der Wall Street. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei etwa 427 US-Dollar, was eine Differenz von rund 1,8 Billionen US-Dollar bedeutet.

Autor: sbh-Redaktion/neb


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