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AKTIE IM FOKUS 2: Tesla erholt - Musk bedauert einige Beiträge in Trump-Streit

(Neu: Vorbörsliche US-Kursentwicklung, weitere Hintergrundinformationen)

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NEW YORK/FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einer teilweisen Entschuldigung von Tesla-Chef Elon Musk bei US-Präsident Donald Trump im Zerwürfnis der beiden dürften die Aktien von Tesla am Mittwoch auf Erholungskurs bleiben. Im vorbörslichen Handel an der Technologiebörse Nasdaq stiegen die Papiere des Elektroauto-Herstellers zuletzt um 2,2 Prozent auf 333 US-Dollar. Bis Dienstag hatten sie sich bereits um rund 20 Prozent von ihrem Vorwochentief erholt.

"Ich bedauere einige meiner Beiträge über Präsident @realDonaldTrump vergangene Woche. Sie sind zu weit gegangen", schrieb Musk auf der Plattform X. Musks sanftere Töne folgen wenige Tage, nachdem Trump ihm im Falle einer Unterstützung der Demokraten "sehr schwerwiegende Folgen" angedroht hatte: "Wenn er das tut, dann muss er den Preis dafür bezahlen." Konkrete Konsequenzen nannte Trump allerdings nicht.

Auslöser des jüngsten Tesla-Kursrutsches waren heftige Vorwürfe von Musk in Richtung des US-Präsidenten via Sozialer Medien. Aufhänger war ursprünglich Trumps Ausgaben- und Steuergesetz, doch Musks Attacken zogen dann immer weitere Kreise. Unter anderem sagte er, Trump hätte die Präsidentenwahl nie ohne seine Unterstützung gewonnen. Er hatte dessen Wahlkampf mit mehr als 250 Millionen US-Dollar finanziert und war zu einem Vertrauten des Republikaners geworden.

Trump schrieb daraufhin, der Tesla-Chef sei "verrückt geworden" und stellte Streichungen von Aufträgen und Subventionen für Musks Firmen wie Tesla und SpaceX in Aussicht, um Milliarden einzusparen. Im Gegenzug kündigte Musk an, seine Raumfahrtfirma SpaceX werde sofort damit anfangen, die Weltraumkapsel Dragon außer Betrieb zu nehmen. Später schien er dies zwar mit einem weiteren Post auf X wieder zurückzunehmen - allerdings war nicht klar zu erkennen, wie ernst es Musk damit meinte. Zudem behauptete er, Trumps Name finde sich in Unterlagen zum berüchtigten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein, die deshalb nicht veröffentlicht worden seien.

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Das politische Engagement des Privatmannes Musk und sein Verhältnis zu Trump spielen auch eine große Rolle für den Elektroautobauer. So hatten Medien berichtet, dass der verärgerte Trump seinen roten Tesla wieder abstoßen wolle, den er erst im März als Zeichen der Unterstützung gekauft hatte. Just als der Tesla-Absatz wegen Musks Arbeit für Trump gelitten hatte.

Nachdem der Börsenwert von Tesla im Zuge des Trump-Streits bis auf rund 900 Milliarden Dollar (Dollarkurs) gesunken war, erholte er sich bis Dienstag wieder auf 1,05 Billionen Dollar. Dennoch gehört der Autobauer damit rein formal nicht mehr zu den "Glorreichen Sieben" (Magnificent 7) - den sieben wertvollsten US-Unternehmen. Mittlerweile hat sich der Halbleiterkonzern Broadcom mit einer Marktkapitalisierung von 1,15 Billionen Dollar an Tesla vorbei auf den siebten Rang geschoben.

Der Kurs der Tesla-Aktie war nach der US-Präsidentenwahl im November steil gestiegen. Investoren spekulierten damals darauf, dass Tesla von Musks Nähe zu Trump profitieren werde. Unter anderem steht Tesla seit Jahren im Visier mehrerer Untersuchungen der Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA. Zugleich schreckten Musks rechte politische Ansichten so einige potenzielle Tesla-Käufer ab. Es gab immer wieder Proteste gegen den Tech-Milliardär - und auch Brandanschläge auf Tesla-Fahrzeuge.

In den Wochen nach der Wahl hat sich der Kurs auf fast 500 Dollar knapp verdoppelt. Ab Mitte Dezember ging es dann nach unten, auch weil sich Anleger sorgten, dass Musk wegen seiner Tätigkeit als Berater von US-Präsident Donald Trump und dessen Kostensenker, seine Aufgaben bei Tesla vernachlässigt. Die Talfahrt der Tesla-Aktie hatte im Frühjahr dann erst im Bereich um die 220 Dollar gestoppt./edh/ag/mis/

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