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dpa-AFX  | 
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Stellantis wegen US-Elektroauto-Kehrtwende in roten Zahlen - Streicht Dividende

AMSTERDAM (dpa-AFX) - Der Fiat- und Chrysler-Mutterkonzern Stellantis ist im vergangenen Jahr angesichts eines teuren Umbaus weg von seinem US-Elektroautokurs tief in die Verlustzone gerutscht und will keine Dividende zahlen. Das Zurücksetzen der Strategie gehe einher mit einer Abschreibung von fast 22 Milliarden Euro, hieß es am Freitag von der Opel-Mutter in Amsterdam. Knapp 15 Milliarden davon gehen drauf für die Umkehr bei Elektroautos auf dem wichtigen US-Markt, weil der Konzern in Folge der von US-Präsident Donald Trump gestrichenen Elektroautoförderung und geänderter Abgasrichtlinien Modelle streicht und mit den technischen Plattformen künftig wohl weniger Geld verdienen wird. Die Aktie sackte erneut kräftig ab.

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Nach dem Handelsauftakt verlor das Papier in Paris zuletzt knapp ein Fünftel und fiel zeitweise auf ein Rekordtief. Bereits am Vortag hatte der Kurs fast sechs Prozent eingebüßt. Auf Sicht von einem Jahr hat die Aktie rund die Hälfte an Wert verloren. Jefferies-Analyst Philippe Houchois sprach in einer ersten Reaktion von rekordhohen Belastungen bei Stellantis.

Für die Kehrtwende werden über die kommenden Jahre auch Auszahlungen von Finanzmitteln in Höhe von 6,5 Milliarden Euro bei Stellantis fällig - dieses Jahr will das Management daher keine Dividende an die Aktionäre ausschütten. Zudem will sich das Unternehmen frisches Geld in Höhe von bis zu 5 Milliarden Euro über die Ausgabe neuer Anleihen besorgen, um die Bilanz zu stärken.

Die Neuordnung der Strategie kommt für den Vielmarkenkonzern (unter anderem Fiat, Chrysler, Peugeot, Jeep, Alfa Romeo, Opel) mit seinem starken US-Standbein nicht unerwartet - die großen US-Rivalen Ford und General Motors (General Motors Aktie) hatten ihrerseits bereits Milliarden wegen des von der US-Regierung geänderten Elektroautokurses abgeschrieben. Stellantis trifft es allerdings in einer kritischen Phase: Der Konzern war in den USA in einen Strudel aus schwachen Verkäufen und sinkenden Preisen geraten und musste teuer gegensteuern, Ex-Chef Carlos Tavares verlor darüber seinen Job. In Nordamerika hat das Unternehmen in aller Regel den Löwenanteil seines Gewinns erzielt.

Der neue Chef Antonio Filosa sieht laut Mitteilung erste Anzeichen der Besserung: Im zweiten Halbjahr 2025 seien die Verkäufe im Jahresvergleich um 11 Prozent auf 2,8 Millionen Fahrzeuge gestiegen. Umsatz und der freie Mittelzufluss hätten wie angestrebt über den Werten aus dem ersten Halbjahr gelegen. Auch die berichteten Qualitätsprobleme bei den Autos seien in Nordamerika und Europa gesunken. Gleichwohl sei die operative Marge wegen Sonderproblemen schwächer ausgefallen als mit dem niedrigen einstelligen Prozentsatz im zweiten Halbjahr angestrebt. 2026 sollen die wesentlichen Kennzahlen ansteigen./men/lew/stk

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