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Siemens mit Rekordaufträgen: Doch Anleger sind nicht überzeugt

Siemens meldet einen Auftrags-Rekordeingang – doch beim Umsatz und in der Mobility-Sparte läuft es nicht rund. Was Top-Analysten dazu sagen und wie weit die Aktie noch steigen könnte.
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Siemens Konzernzentrale in München, Deutschland
Quelle: - ©iStock
Siemens AG 265,20 € Siemens AG Chart +0,23%
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Rund 24 Milliarden Euro Neuaufträge im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 und trotzdem fällt die Reaktion der Analysten und Anleger verhalten aus. Siemens (Siemens Aktie) hat am Mittwoch Zahlen vorgelegt, die ein gespaltenes Bild zeichnen: starkes Auftragsmomentum auf der einen Seite, ein enttäuschender Umsatz und schwächelnde Margen auf der anderen.

Der Auftragseingang übertraf die Markterwartungen um rund acht Prozent. Treiber war vor allem die Sparte Smart Infrastructure (SI), die bei Bestellungen weit über den Analystenprognosen lag – befeuert durch die anhaltend hohe Nachfrage nach Elektrifizierungslösungen und Rechenzentrumsinfrastruktur. Auch die Automatisierungs- und Softwaresparte Digital Industries (DI) lieferte solide Auftragszuwächse, getragen von zweistelligem Wachstum in der Fabrikautomation sowie großen Softwareabschlüssen im PLM- und EDA-Segment.

Doch der Gegenwind kommt aus dem Mobility-Bereich: Die Transportsparte verfehlte beim Umsatz die Erwartungen deutlich, und Siemens senkte die Wachstumsprognose für dieses Segment auf fünf bis sieben Prozent. Zuvor wurden noch acht bis zehn Prozent in Aussicht gestellt. Als Gründe nennt der Konzern verzögerte Abrufaufträge, schwierige Vergleichsquartale und projektbezogene Bilanzierungseffekte. US-Zölle hinterließen in der Sparte laut Jefferies einen spürbaren Ergebnisdruck von rund 170 Basispunkten auf die Marge.

Auf Gruppenebene bleibt die Jahresprognose unverändert: Siemens hält an einem Umsatzwachstum von sechs bis acht Prozent fest. Die Upgrades bei DI und SI gleichen die Senkung bei Mobility gerade aus. Bernstein kommentiert das nüchtern: Die ausbleibende Aufwärtskorrektur der Konzernprognose dürfte für manche Anleger "eine leichte Enttäuschung" sein, zumal nach starken Ergebnissen bei Wettbewerbern hohe Erwartungen im Markt kursierten.

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Anleger reagierten am Mittwoch wenig euphorisch auf die Zahlen. Kurz nach Handelsstart notiert die Siemens-Aktie rund 1,5 Prozent im Minus bei rund 263 Euro. Die Analysten sind sich in der Kaufempfehlung einig, unterscheiden sich aber beim Kursziel deutlich. Die DZ Bank sieht den fairen Wert bei 310 Euro, Bernstein bei 300 Euro, Jefferies hingegen gibt sich deutlich zurückhaltender und nennt lediglich 277 Euro als Ziel. Alle drei bestätigen ihre Kaufempfehlung, sehen aber unterschiedlich viel Spielraum nach oben.

Ein neues Aktienrückkaufprogramm über bis zu sechs Milliarden Euro innerhalb von fünf Jahren wurde angekündigt – deckungsgleich mit dem auslaufenden Vorgängerprogramm und ein Signal, dass der Konzern seinen Aktionären treu bleibt. Der Free Cashflow übertraf die Erwartungen ebenfalls leicht.

DZ-Bank-Analyst Alexander Hauenstein bringt die mittelfristige Perspektive auf den Punkt: Sollte sich die Auftragsdynamik bei Digital Industries nachhaltig verbessern, würde dies die Aussicht auf eine Rückkehr zu EBITA-Margen von über 20 Prozent in den Jahren 2026/27 stützen und damit den wesentlichen Kurstreiber der Aktie untermauern.

Autor: Ariva-Redaktion/ js


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