Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr schwächer abgeschnitten als vom Markt erwartet. Vor allem die Marge entwickelte sich deutlich schlechter. Der Umsatz legte dank des Vitesco-Zukaufs zwar zu, Analysten hatten sich aber mehr erhofft.
Die um Sondereffekte bereinigte Marge vor Zinsen und Steuern (Ebit) wird voraussichtlich von 7,3 auf 4,5 Prozent gesunken sein. Schaeffler hatte 5 bis 8 Prozent in Aussicht gestellt, der Marktkonsens hatte 6,3 Prozent erwartet. Im vierten Quartal falle die Diskrepanz zwischen einer realisierten Marge von 1,8 Prozent und der Markterwartung von 5,2 Prozent noch deutlich größer aus, hob Analyst Sebastian Kuenne von der Bank RBC hervor.
"Eine weitere große Enttäuschung", lautete das Fazit von Christoph Laskawi von der Deutschen Bank. Er stufte die Aktien von "Buy" auf "Hold" ab. Es sei bereits die zweite Gewinnwarnung für das Geschäftsjahr 2024 gewesen. Sie belege deutlich die Schwierigkeiten bei der Integration von Vitesco, vor allem aber mit schwierigen Endabnehmermärkten im Industriegeschäft. Mit Blick voraus dürfte 2025 nun wohl ein weiteres Übergangsjahr werden statt eines Jahres der Verbesserungen.
Analyst Akshat Kacker von JPMorgan vermutet, dass die Konsensschätzung für das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) 2025 nun um 10 bis 15 Prozent sinken dürfte. Nähere Aufschlüsse erwartet sich der Analyst von einer Telefonkonferenz vor der Quartalsbilanz am 5. März.
Nach herben Verlusten von März bis September 2024 hatte sich der Börsenkurs von Schaeffler zuletzt zwischen etwa 4,10 und 4,60 Euro stabilisiert. Aus dieser Stabilisierung drohen die Titel nun herauszufallen./bek/tih/jha/
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