SAP-Firmenlogo auf dem Hauptgebäude in Walldorf, Deutschland.
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SAP: 110 Milliarden Euro futsch seit dem Jahreshoch – wann stoppt der Abverkauf?

Während der Gesamtmarkt am Donnerstag sich entspannte, blieb SAP außen vor. Die Aktie gehörte erneut zu den schwächsten DAX-Werten. Damit wird eine Frage immer lauter: Wann stoppt der Abverkauf bei SAP?
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Europäische Softwareaktien haben sich am Donnerstag der allgemeinen Markterholung getrotzt. Während Investoren verstärkt in zuvor stark abgestrafte Branche Automobilwerte zurückkehrten, blieb der Technologiesektor unter Druck. Besonders deutlich zeigte sich die Schwäche bei SAP (SAP Aktie). Die Aktie hat die jüngsten DAX-Rekordstände längst nicht mehr mitgemacht und rutschte zeitweise auf gut 187 Euro ab – das tiefste Niveau seit dem Sommer 2024. 

Seit dem Rekordhoch im Februar 2025 hat der Konzern rund 110 Milliarden Euro an Börsenwert eingebüßt. Die Marktkapitalisierung sank zuletzt auf etwa 233 Milliarden Euro, nachdem sie auf dem Höhepunkt noch bei rund 344 Milliarden Euro gelegen hatte. 

Belastend wirkt vor allem die Unsicherheit rund um Künstliche Intelligenz. Anleger fragen sich zunehmend, wie nachhaltig die bisherigen Geschäftsmodelle großer Softwareanbieter sind, wenn KI die Entwicklung, Skalierung und Replikation von Softwaremodulen beschleunigt.

Angelo Meda, Portfoliomanager bei Banor SIM, hält einige dieser Bedenken für berechtigt – nicht mit Blick auf die Existenz von SAP, wohl aber auf die langfristige Preisgestaltung der angebotenen Dienstleistungen. Sinkende durchschnittliche Verkaufspreise und geringere abrechenbare Stunden gelten als strukturelles Risiko.

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Trotzdem mehren sich Stimmen, die eine Bodenbildung sehen. Nach Einschätzung von Citigroup-Analyst Balajee Tirupati könnte die negative Phase für Softwarewerte ihren Höhepunkt erreicht haben. Die operative Entwicklung von SAP bewertet er weiterhin als robust. Der anstehende Quartalsbericht Ende Januar könnte dazu beitragen, dass Anleger wieder gelassener auf die Aktie blicken.

Auch Jefferies bleibt optimistisch. Die Analysten bestätigen ihre Kaufempfehlung und sehen ein Kursziel von 290 Euro. SAP sei trotz der Kursschwäche solide positioniert, insbesondere dank eines Wachstums der wiederkehrenden Erlöse von knapp 15 Prozent. 

Deutlich vorsichtiger zeigt sich dagegen HSBC. Die Bank stuft SAP mit "Hold" ein und setzt das Kursziel bei 178 Euro an. Zwar erwarten die Analysten bis 2028 kräftige Gewinnzuwächse, doch seien viele positive Aspekte bereits im Kurs eingepreist. Kurzfristig überwiege aus ihrer Sicht das Risiko weiterer Rückschläge.

Charttechnisch bleibt das Bild angeschlagen. Mit dem Rutsch unter die wichtige Marke von 200 Euro hat sich der Abwärtstrend weiter verfestigt. Erst eine Rückeroberung dieser Schwelle sowie ein Anstieg über die 50-Tage-Linie bei aktuell rund 207 Euro würden ein erstes technisches Entspannungssignal liefern. Bis dahin dominiert Zurückhaltung – auch wenn es einzelne Investoren bereits vor den Zahlen in den Fingern juckt.

Noch bestimmt Skepsis das Bild, doch der nächste Wendepunkt könnte näher rücken. Am 29. Januar 2026 legt SAP seine Zahlen für das vierte Quartal vor. Sollten sich die erwartete operative Stärke, stabile Cloud-Erträge und eine klare KI-Strategie bestätigen, könnte sich die Einstellung der Anleger spürbar ändern. Für die Aktie wäre das die Chance, den monatelangen Abverkauf zumindest zu bremsen – wenn nicht sogar zu beenden.

Redaktion Ariva/MW


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