Nahost-Konflikt drückt Ryanair-Quartalsgewinn um ein Drittel

Julian Schick Julian Schick
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Julian Schick schreibt seit 2020 über die Themen, die Anleger bewegen – mit einem besonderen Fokus auf Aktienanalysen, Dividendenstrategien und ETFs. Der ausgebildete Journalist absolvierte die Kölner Journalistenschule und sammelte Erfahrungen unter anderem beim Handelsblatt, der Financial Times Deutschland sowie Euronews und WDR5. Für Ariva bringt er fundiertes Marktwissen und einen klaren Blick für das Wesentliche mit.

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Seitenansicht eines Ryanair-Jets.
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Der irische Billigflieger verdient im ersten Geschäftsquartal ein Drittel weniger als im Vorjahr. Nahost-Konflikt und Preisdruck bremsen das Geschäft, eine Jahresprognose bleibt aus.
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Europas größter Billigflieger Ryanair ist mit einem herben Gewinneinbruch ins neue Geschäftsjahr gestartet. Der Nettogewinn sank im ersten Quartal auf 538 Millionen Euro und lag damit rund ein Drittel unter dem Vorjahreswert von 820 Millionen Euro. Analysten hatten im Schnitt mit deutlich mehr gerechnet, auch die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) hatte ihre Schätzung von 617 Millionen Euro verfehlt. Als Gründe nennt das Unternehmen den eskalierten Nahost-Konflikt, der die Kerosinpreise nach oben trieb und Kunden zurückhaltender buchen ließ.

Die Erlöse pro Passagier gaben um rund fünf Prozent nach, während die Treibstoffkosten je Sitzplatz im Jahresvergleich um etwa neun Prozent zulegten. Um die Nachfrage in der Hauptreisezeit zu stützen, senkte Ryanair die Ticketpreise, auch für das laufende zweite Quartal zeichnet sich ein leichter Preisrückgang ab, nachdem zuvor noch stabile Preise erwartet worden waren. Eine Prognose für das Gesamtjahr gibt es weiterhin nicht, das Management spricht von fehlender Sichtbarkeit für die zweite Jahreshälfte.

Die Nettoliquidität stieg dennoch auf 2,65 Milliarden Euro, das laufende Aktienrückkaufprogramm ist zu großen Teilen abgeschlossen, eine Anleihe über 1,2 Milliarden Euro wurde final zurückgezahlt. Für das übernächste Geschäftsjahr hat sich Ryanair erstmals gegen steigende Treibstoffpreise abgesichert. Finanzchef Neil Sorahan zeigte sich trotz der schwachen Zahlen zuversichtlich: "Wir sind gut aufgestellt für ein profitables Jahr." Konkrete Zahlen wolle man aber erst später nennen.

Die Aktie reagierte mit deutlichen Verlusten von zeitweise fast sieben Prozent. Die Deutsche Bank bestätigte ihre Kaufempfehlung mit Kursziel 30 Euro und verweist auf strukturelle Vorteile durch knappe Flugzeugkapazitäten und eine mögliche Marktkonsolidierung in Europa.

Werte aus dem Artikel:
Ryanair Holdings Aktie 24,99 € -0,12%

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