Rheinmetall mit Großauftrag und Insiderkauf: Ist das jetzt ein Boden, den man kaufen sollte?
Max Gross
Max Gross
Max Gross verfügt über langjährige Börsenerfahrung, davon fünf Jahre als Redakteur bei einem der führenden Anlegermagazine Deutschlands. Für ARIVA.DE bereitet er Markt- und Unternehmensentwicklungen fundiert, praxisnah und mit klarem Fokus auf Anlageentscheidungen auf. Sein Schwerpunkt liegt auf US-Aktien, Dividendenwerten und Value-Titeln. Ziel seiner Arbeit ist es, Anlegerinnen und Anlegern relevante Informationen, konkrete Investmentideen und belastbare Impulse für den langfristigen Vermögensaufbau zu liefern. Dafür setzt er auf die Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse.
In einem schwachen Marktumfeld setzte sich die Rheinmetall-Aktie zeitweise an die DAX-Spitze. Ein Großauftrag sowie ein weiterer Insider-Kauf trieben den Kurs.
Für dich zusammengefasst:
Rheinmetall hat am Dienstag an Wert gewonnen.
CEO Armin Papperger kaufte 3.480 Anteile für 4 Millionen Euro.
Die Bundeswehr bestellte 23 Bergepanzern des Modells Büffel.
Zumindest zeitweise konnte der deutsche Rüstungsprimus Rheinmetall am Dienstag in einem sonst schwachen Gesamtmarktumfeld glänzen. Am Dienstagmorgen zeigte sich das Papier trotz des crashartigen Abverkaufs an den Börsen in Japan und Südkorea gut aufgelegt und belegte mit einem Plus von 2 Prozent einen Spitzenplatz im DAX.
Diese Kursgewinne waren am Mittag zwar bereits wieder aufgezehrt, aber die Impulse, welche für das Kaufinteresse gesorgt hatten, unterstreichen zwei wichtige Trends, die mittelfristig zu einer dauerhaften Erholung der Anteile führen könnte.
Zum einen profitierte das Papier von einem erneuten Insiderkauf. Bereits zum wiederholten Mal in den vergangenen Wochen haben Unternehmensinsider, darunter auch CEO Armin Papperger, bei der Aktie zugeschlagen.
Wie aus an die Börsenaufsichtsbehörde BaFin übermittelten Dokumenten hervorgeht, hat Papperger über seine ATP Holding GmbH am Montagabend ein weiteres Mal zugriffen. Insgesamt wurden in mehreren Tranchen 3.480 Anteile mit einem Gesamtwert von rund 4,0 Millionen Euro erworben. Das unterstreicht ein hohes Grundvertrauen des CEOs in die Stärke des Unternehmens.
Zum anderen durfte sich Rheinmetall über einen neuen Großauftrag der Bundeswehr freuen. Die bestätigte den Kauf von 23 Bergepanzern des Modells Büffel. Der Auftragswert bewegt sich im mittleren dreistelligen Millionenbereich und soll zwischen Dezember 2027 und Juni 2029 erfüllt werden. Mit den neuen Fahrzeugen soll der ursprüngliche Bestand wiederhergestellt werden, nachdem Bundeswehr einige Fahrzeuge an die Ukraine abgegeben hatte. Dieser Umstand demonstriert die anhaltend hohe Nachfrage nach Rüstungsgütern und die Notwendigkeit von Armeen, ihre durch den Konflikt aufgezehrten Fahrzeug- und Munitionsbestände wiederherzustellen.
Langsam, aber sicher hellt sich das Chartbild auf
Ein Befreiungsschlag gelang der Aktie zwar auch am Dienstag nicht, womit das Chartbild unverändert stark angeschlagen ist. Im Kursverlauf ist eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation zu erkennen, welche in den aktuellen Abwärtstrend gemündet ist.
Gegenreaktionen gab es bislang nur innerhalb des Trendkanals, nachhaltige Kursgewinne blieben in den vergangenen Wochen hingegen aus. Nichtsdestotrotz lassen sich inzwischen erste Verbesserungen nachweisen. Kurzfristig hat sich ein flacher Aufwärtstrend ergeben, der jetzt zum Test des Widerstandsclusters bei 1.250 Euro führen könnte.
In den technischen Indikatoren zeigt sich vor allem der Relative-Stärke-Index (RSI) verbessert. Der Trendstärkeindikator MACD hat jedoch noch etwas Nachholbedarf, denn dieser zeigt trotz seines jüngsten Anstieges unverändert einen Abwärtstrend der Aktie an. Erst der Sprung über die Nulllinie würde einen neuen Trend anzeigen.
Fazit: Mit etwas Geduld könnte hier bald was gehen!
Zumindest zwischenzeitlich durfte sich die Rheinmetall-Aktie am Dienstag über Kursgewinne freuen, nachdem CEO Papperger einen millionenschweren Insiderkauf vorgenommen und das Unternehmen einen neuen Großauftrag erhalten hat.
Die Kursaufschläge fielen am Dienstagmittag zwar dem schwachen Gesamtmarktumfeld zum Opfer, doch insgesamt verbessern sich die Erholungschancen der Aktie durch die Bestätigung eines anhaltende starken Auftragseingangs, einem hohen Grundvertrauen der Unternehmensführung in die operative Stärke sowie verbesserte technische Indikatoren.
Sobald die Aktie den Widerstandsbereich um 1.250 Euro, der durch die Abwärtstrendlinie, den 50-Tages-Durchschnitt und einen Horizontalwiderstand gebildet wird, überwunden hat, dürfte es hier wieder aufwärtsgehen. Anlegerinnen und Anleger bringen sich mit einer Stopp-Buy-Order in Stellung und kaufen den Ausbruch.
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