INDEX-MONITOR/JPMorgan: Rheinmetall wohl im Stoxx - auch Änderungen im EuroStoxx

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Schriftzug von JP Morgan Chase.
- ©iStock

LONDON (dpa-AFX) - Die US-Bank JPMorgan sieht den Rüstungskonzern Rheinmetall (Rheinmetall Aktie) als einen Kandidaten für den Aufstieg in den Stoxx Europe 50 im September. Die Papiere dürften nach Einschätzung von Analyst Pankaj Gupta neben denen der spanischen Bank BBVA in den währungsgemischten europäischen Index aufgenommen werden.

Herausgenommen werden nach der regulären jährlichen Index-Überprüfung durch die Deutsche-Börse-Tochter Stoxx Ltd. laut Gupta dafür voraussichtlich der Autobauer Mercedes und der Chemiekonzern BASF (BASF Aktie) , wie er in einer am Donnerstagnachmittag veröffentlichten Studie schrieb.

Etwaige Änderungen wird Stoxx Ltd. zum US-Handelsschluss am Montag, 1. September, bekannt geben. In Kraft treten sie am Montag, 22. September.

Schon im Juni hatte Rheinmetall den Luxusgüterhersteller Kering (Kering Aktie) im Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ersetzt. Jetzt also dürfte die Aufnahme in den Stoxx 50 folgen.

Seit dem Beginn des Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine 2022 profitiert Rheinmetall von steigenden Rüstungsausgaben westlicher Länder. Angesichts geplanter weiterer Milliardeninvestitionen von Ländern wie Deutschland setzen Anleger auf weiter gute Geschäfte. Allein im bisherigen Jahresverlauf ist die Rheinmetall-Aktie um rund 155 Prozent gestiegen. Seit Kriegsbeginn im Februar 2022 hat sich der Börsenwert auf etwas mehr als 72 Milliarden Euro rund versechzehnfacht.

Werte aus dem Artikel:
Deutsche Bank Aktie 29,63 € -2,79%
Euro Stoxx 50 6.221,55 -0,73%
Rheinmetall Aktie 946,60 € -0,02%
Siemens Energy Aktie 153,92 € -5,84%
Stoxx Europe 50 5.342,32 -0,60%

Im EuroStoxx rechnet der JPMorgan-Experte zudem unverändert mit der Aufnahme von Siemens Energy und der Deutschen Bank . Seinen Berechnungen zufolge dürfte auch der deutsche Energieversorger Eon oder der französische Energieversorger Engie in den Index kommen.

Ausscheiden müssen ihm zufolge dafür wohl der Autobauer Stellantis , der Netzwerkausrüster Nokia und der Spirituosenhersteller Pernod Ricard .

Dagegen dürfte VW den Verbleib im EuroStoxx geschafft haben, erwartet er. Das Wolfsburger Unternehmen hat sich, gemessen am Börsenwert nach Streubesitz, wieder auf Platz 59 hochgearbeitet und ist damit zurück unter den 60 größten Unternehmen auf der Auswahlliste, für die sich vorab alle potenziellen Aufnahmekandidaten qualifizieren müssen.

Wichtig sind Index-Änderungen vor allem für Fonds, die Indizes real nachbilden (etwa physisch replizierende ETF). Dort muss dann entsprechend umgeschichtet und umgewichtet werden, was Einfluss auf die Aktienkurse haben kann./ck/mis/jha/


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