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Schock bei Valneva: Impfstoff-Dämpfer lässt Aktie abstürzen – wie geht es jetzt weiter?

Ein Hoffnungsträger stürzt ab: Ein einziger statistischer Wert bringt die Investmentstory ins Wanken – und lässt Anleger panisch fliehen. Ist das nur ein Rückschlag oder der Anfang vom Ende?
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Wissenschaftlerin mit Pipette (Symbolbild).
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Für den Impfstoffentwickler Valneva ist es ein rabenschwarzer Tag an der Börse. Die Aktie bricht zeitweise um rund 40 Prozent ein – ausgelöst durch die lang erwarteten Phase-3-Daten zum Lyme-Borreliose-Impfstoffkandidaten VLA15, der gemeinsam mit Pfizer entwickelt wird.

Auf den ersten Blick lesen sich die Ergebnisse solide: Der Impfstoff erreichte 28 Tage nach der vierten Dosis eine Wirksamkeit von 73,2 Prozent bei der Verhinderung bestätigter Borreliose-Fälle. Auch das Sicherheitsprofil blieb unauffällig. Dennoch sorgt ein entscheidender statistischer Faktor für massive Zweifel am Kapitalmarkt.

Im Fokus steht das sogenannte Konfidenzintervall. Während die durchschnittliche Wirksamkeit überzeugte, lag die Untergrenze des 95-prozentigen Intervalls bei lediglich 15,8 Prozent und damit unter dem zuvor definierten Schwellenwert von 20 Prozent. Ein zentrales Studienziel wurde damit formal verfehlt.

Die Ursache liegt in einer geringeren Zahl an Infektionen während der Studie als ursprünglich erwartet. Das erschwert die statistische Aussagekraft. Ein Problem, das in klinischen Studien zwar nicht ungewöhnlich ist, für Investoren jedoch schwer wiegt.

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Zwar lieferten die Unternehmen in einer zweiten Analyse bessere Werte mit einer Wirksamkeit von 74,8 Prozent, doch das Vertrauen des Marktes ist bereits erschüttert. Branchenbeobachter warnen, dass die Abweichung die regulatorische Prüfung komplizierter machen könnte, selbst wenn die Gesamtdaten als vielversprechend gelten.

Strategisch bleibt das Projekt für beide Partner von zentraler Bedeutung. VLA15 könnte der erste zugelassene Impfstoff gegen Lyme-Borreliose seit dem Rückzug von Lymerix im Jahr 2002 werden. Jährlich werden allein in den USA rund 476.000 Fälle behandelt, in Europa etwa 132.000. Der Markt bietet  ein erhebliches Potenzial.

Trotz der Rückschläge halten Pfizer und Valneva an ihren Zulassungsplänen fest. Eine Markteinführung wird weiterhin für die zweite Jahreshälfte 2027 angepeilt.

Für Valneva steht dabei besonders viel auf dem Spiel. Der Impfstoff gilt als zentraler Wachstumstreiber und als Schlüssel für zukünftige Einnahmen – inklusive möglicher Umsatzbeteiligungen von bis zu 22 Prozent.

Kurzfristig jedoch hat die Börse ihr Urteil bereits gefällt: Der Kurssturz zeigt, wie sensibel Investoren auf Unsicherheiten bei sogenannten "binären Ereignissen" reagieren. Für Anleger bedeutet das vorerst: Abstand halten und die weitere Entwicklung genau beobachten.

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Redaktion Ariva/MW 


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