- Community-Beiträge
- Aktuellste Threads
| Geld/Brief | 67,26 € / 67,46 € |
| Spread | +0,30% |
| Schluss Vortag | 66,84 € |
| Gehandelte Stücke | 0 |
| Tagesvolumen Vortag | - |
| Tagestief 66,82 € Tageshoch 67,56 € | |
| 52W-Tief 61,40 € 52W-Hoch 103,10 € | |
| Jahrestief 61,40 € Jahreshoch 85,62 € | |
| Umsatz in Mio. | 10.959 € |
| Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. | 2.951 € |
| Jahresüberschuss in Mio. | 1.626 € |
| Umsatz je Aktie | 43,47 € |
| Gewinn je Aktie | 6,45 € |
| Gewinnrendite | +10,69% |
| Umsatzrendite | +14,84% |
| Return on Investment | +4,39% |
| Marktkapitalisierung in Mio. | 21.515 € |
| KGV (Kurs/Gewinn) | 13,23 |
| KBV (Kurs/Buchwert) | 1,41 |
| KUV (Kurs/Umsatz) | 1,96 |
| Eigenkapitalrendite | +10,69% |
| Eigenkapitalquote | +41,02% |
| Express-Zertifikate | 1 |
| Optionsscheine | 73 | |
| Knock-Outs | 28 | |
| Faktor-Zertifikate | 20 |
| Auszahlungen/Jahr 2 |
| Keine Senkung seit 4 Jahre |
| Stabilität der Dividende 0,9 (max 1,00) |
| Jährlicher 13,46% (5 Jahre) Dividendenzuwachs 10,62% (10 Jahre) |
| Ausschüttungs- 75,4% (auf den Gewinn/FFO) quote 101,8% (auf den Free Cash Flow) |
| Datum | Dividende |
| 24.11.2025 | 2,35 € |
| 23.07.2025 | 2,35 € |
| 25.11.2024 | 2,35 € |
| 17.07.2024 | 2,35 € |
| 24.11.2023 | 2,64 € |
| 05.07.2023 | 2,06 € |
| 25.11.2022 | 2,56 € |
| 06.07.2022 | 1,56 € |
| Ø Kursziel | Akt. Kurs | Abstand |
|---|---|---|
| 89,50 € | 66,90 € | 33,78% |
| Handelsplatz | Letzter | Änderung | Vortag | Zeit | |
|---|---|---|---|---|---|
| Düsseldorf | 67,58 € | +1,62% | 66,50 € | 16:30 | |
| Frankfurt | 67,88 € | +1,65% | 66,78 € | 17:05 | |
| Hamburg | 67,56 € | +1,11% | 66,82 € | 17:25 | |
| Hannover | 67,56 € | +1,08% | 66,84 € | 17:25 | |
| München | 66,66 € | +0,88% | 66,08 € | 09:15 | |
| Stuttgart | 67,34 € | +1,02% | 66,66 € | 17:46 | |
| Xetra | 67,80 € | +1,65% | 66,70 € | 17:35 | |
| L&S RT | 67,33 € | +0,76% | 66,82 € | 18:10 | |
| Wien | 67,70 € | +1,84% | 66,48 € | 13:00 | |
| Nasdaq OTC Other | 76,45 $ | -0,07% | 76,50 $ | 15.04.26 | |
| Tradegate | 67,34 € | +0,81% | 66,80 € | 17:43 | |
| Quotrix | 67,46 € | +0,69% | 67,00 € | 17:54 | |
| Gettex | 67,50 € | +0,78% | 66,98 € | 17:43 | |
| Datum | Kurs | Volumen |
|---|---|---|
| 17.04.26 | 66,82 | 0 |
| 16.04.26 | 66,84 | 0 |
| 15.04.26 | 66,38 | 0 |
| 14.04.26 | 66,50 | 0 |
| 13.04.26 | 65,32 | 0 |
| 10.04.26 | 65,18 | 0 |
| Zeitraum | Kurs | % |
|---|---|---|
| 1 Woche | 65,18 € | +2,52% |
| 1 Monat | 68,40 € | -2,31% |
| 6 Monate | 89,36 € | -25,22% |
| 1 Jahr | 92,50 € | -27,76% |
| 5 Jahre | 170,75 € | -60,87% |
| Marktkapitalisierung | 18,47 Mrd. € |
| Aktienanzahl | 250,24 Mio. |
| Streubesitz | 20,85% |
| Währung | EUR |
| Land | Frankreich |
| Aktientyp | Stammaktie |
| +79,15% | Weitere |
| +20,85% | Streubesitz |
Pernod Ricard ist einer der großen globalen Spirituosenkonzerne, auf Euronext Paris unter RI gelistet, mit einer Präsenz in mehr als 160 Märkten und einem Portfolio von über 240 Premiummarken. Dazu gehören unter anderem Jameson, Chivas Regal, Ballantine’s, Absolut, Martell, Havana Club, Beefeater, Malibu, Mumm und Perrier-Jouët. Offiziell bezeichnet sich der Konzern als weltweite Nummer zwei bei Champagner und Spirituosen. (pernod-ricard.com)
Die Geschichte des Unternehmens ist für die Investmentthese wichtig, weil sie zeigt, dass Pernod Ricard kein Modewert ist, sondern ein über Jahrzehnte aufgebautes Markthaus. Die Wurzeln reichen bis 1805 zurück, als Pernod entstand; 1932 wurde Ricard gegründet; 1975 wurden beide Häuser zusammengeführt. Danach kam die große internationale Ausbauphase: 1988 Irish Distillers mit Jameson, 1993 das Joint Venture für Havana Club, 2001 zentrale Seagram-Spirituosenmarken wie Chivas Regal, The Glenlivet, Royal Salute und Martell, 2005 Allied Domecq mit Mumm, Perrier-Jouët, Ballantine’s, Malibu und Beefeater sowie 2008 Vin & Sprit mit Absolut. Das ist genau die Art von Historie, die bei Spirituosen zählt: Marken, Vertrieb und Geduld. (pernod-ricard.com)
Das Geschäftsmodell ist im Kern attraktiv. Spirituosen sind kein klassisches Commodity-Geschäft, sondern ein Marken- und Distributionsgeschäft. Wer die starke Marke, die Regalfläche, die Gastronomiebeziehungen und die Vertriebsmacht hat, kann über lange Zeit ordentliche Margen erzielen. Pernod Ricard hat dabei einen echten Burggraben: breite geografische Aufstellung, viele globale Premiummarken, starke Position außerhalb der USA im internationalen Premium-Plus-Spirituosenmarkt und eine lange Historie, Marken konsequent zu pflegen. Genau deshalb ist der Konzern trotz der aktuellen Schwächephase kein strukturell kaputtes Unternehmen, sondern ein qualitativ hochwertiger Konsumwert in einer zyklischen Delle. (pernod-ricard.com)
Operativ sieht es kurzfristig aber klar schlechter aus als noch vor ein paar Jahren. Im Geschäftsjahr FY25 sanken die Nettoerlöse auf 10,959 Mrd. Euro, organisch um 3,0 %. Der Gewinn aus dem laufenden Geschäft (PRO) lag bei 2,951 Mrd. Euro, das Ergebnis je Aktie bei 7,26 Euro, der Free Cash Flow bei 1,133 Mrd. Euro. Immerhin blieb die operative Marge mit 26,9 % stabil und die Dividende wurde bei 4,70 Euro je Aktie gehalten. Belastet haben vor allem China, die USA und Global Travel Retail. In H1 FY26 verschlechterte sich das Bild weiter: Umsatz 5,253 Mrd. Euro, PRO 1,614 Mrd. Euro, EPS 4,04 Euro, Free Cash Flow 482 Mio. Euro; die Nettoverbindlichkeiten lagen Ende Dezember 2025 bei 11,168 Mrd. Euro. (pernod-ricard.com)
Die jüngste Entwicklung ist aber etwas besser als die Schlagzeilen nahelegen. Im 3. Quartal FY26 lagen die organischen Umsätze bei +0,1 %, also praktisch stabil; auf Neunmonatssicht blieb der Konzern noch bei -4,4 %. Stark war zuletzt vor allem Indien mit +11 % im Quartal und +6 % im bisherigen Geschäftsjahr, auch Global Travel Retail zog zwischenzeitlich an. Schwach bleiben dagegen die USA und China. Für das Gesamtjahr erwartet Pernod Ricard inzwischen wegen des Nahostkonflikts und der Belastung im Travel-Retail-Geschäft einen organischen Umsatzrückgang von 3 % bis 4 %. Reuters schrieb nach den Q3-Zahlen zudem, dass die Aktie über die letzten zwölf Monate mehr als ein Drittel verloren hatte. Das ist kein Schönheitsfehler mehr, sondern ein echter De-Rating-Prozess. (pernod-ricard.com)
Die Probleme sind klar benennbar. Erstens leidet Martell in China unter schwacher Nachfrage, regulatorischem Druck und den Folgen des Cognac-Streits. Zwar wurde Pernod Ricard bei Chinas Antidumping-Maßnahmen gegen EU-Brandy letztlich nicht mit den vollen Strafzöllen belegt, sondern akzeptierte eine Mindestpreisregelung; das ist besser als hohe Dauertzölle, aber eben trotzdem teurer als der frühere Zustand. Zweitens schwächelt der US-Markt, wo Konsumenten vorsichtiger geworden sind und Distributoren Bestände abbauen. Drittens drücken Wechselkurse massiv auf die berichteten Zahlen. Viertens zeigt der laufende Verkauf von Weinaktivitäten, dass Pernod Ricard sein Portfolio strafft und Kapital gezielter in margenstärkere Premiumspirituosen lenken will. Das ist strategisch sinnvoll, aber kurzfristig kein Wachstumsturbo. (pernod-ricard.com)
Genau an dieser Stelle trennt sich für mich die operative Lage von der Aktienbewertung. Auf Basis des Kurses von 67,72 Euro, der Dividende von 4,70 Euro und des FY25-EPS von 7,26 Euro handelt Pernod Ricard nur bei rund 9,3-fachem FY25-Gewinn und bietet eine Dividendenrendite von rund 6,9 %. Für ein Unternehmen dieser Markenqualität ist das auf den ersten Blick günstig. Der Haken ist offensichtlich: FY25 war bereits schwach, FY26 ist voraussichtlich nochmals ein Übergangsjahr, und die berichteten Gewinne stehen weiter unter FX- und China-Druck. Billig ist die Aktie also nur dann, wenn man an eine echte operative Normalisierung glaubt. (pernod-ricard.com)
Meine Einschätzung ist deshalb weder euphorisch noch pessimistisch, sondern nüchtern: Pernod Ricard ist aktuell eher ein Turnaround-Value-Wert als eine saubere Wachstumsstory. Die Qualität des Geschäfts ist hoch, aber die Gewinnkurve ist gerade angeschlagen. Mein Basiskursziel auf 12 bis 24 Monate liegt bei 82 bis 92 Euro. Das wäre ein Niveau, das ich für angemessen halte, wenn sich die USA normalisieren, China nicht weiter abrutscht und das Effizienzprogramm sichtbar greift. Mein Bären-Szenario liegt bei 55 bis 60 Euro, falls China und Travel Retail länger schwach bleiben und der US-Konsum weiter erodiert. Mein Bullen-Szenario liegt bei 100 bis 110 Euro, falls sich China spürbar erholt, Indien weiter stark wächst und die operative Marge wieder verlässlich nach oben arbeitet. Diese Kursziele sind meine Einschätzung, nicht Unternehmensguidance. Die Richtung passt aber zu den offiziellen Mittelfristzielen des Managements: ab FY27 bis FY29 im Schnitt +3 % bis +6 % organisches Umsatzwachstum, jährliche Margenausweitung, c. 80 %+ Cash Conversion und ein Schuldenabbau auf unter 3x Net Debt/EBITDA bis FY29. (pernod-ricard.com)
Für die nächsten 5 bis 15 Jahre bleibt die Aktie für mich grundsätzlich interessant, aber nur für Anleger mit Geduld. Das Positive ist offensichtlich: Spirituosenmarken altern oft würdevoll, nicht technologisch obsolet; Premiumisierung funktioniert langfristig oft besser als in vielen anderen Konsumsparten; Indien, Teile Afrikas, Lateinamerika und der gehobene asiatische Konsum bleiben attraktive Märkte; und Pernod Ricard hat die Größe, diese Chancen global auszuspielen. Das Negative ist aber ebenso real: weniger Alkoholkonsum in westlichen Märkten, stärkere Regulierung, geopolitische Störungen, Steuer- und Zollrisiken sowie die wachsende Volatilität in China. Deshalb würde ich Pernod Ricard heute nicht als sicheren Schnellläufer sehen, sondern als qualitativ starken, derzeit angeschlagenen Markenwert mit guter Langfristperspektive und unruhiger Zwischenphase. (pernod-ricard.com)
Mein Fazit ist klar: Pernod Ricard ist ein gutes Unternehmen, aber momentan keine gute operative Phase. Die Aktie ist nach dem Kursrutsch nicht mehr teuer, sondern im Verhältnis zur Markenqualität eher günstig. Trotzdem ist sie kein Selbstläufer, weil China, USA, Travel Retail und Währungen weiterhin Gegenwind liefern. Wer hier kauft, kauft keine perfekte Lage, sondern setzt darauf, dass ein sehr starkes Spirituosenhaus seine aktuelle Delle überwindet. Genau das halte ich für plausibel. Deshalb ist meine Gesamteinschätzung vorsichtig positiv: als Langfristanlage attraktiv, kurzfristig aber mit echten operativen Risiken. (pernod-ricard.com)
Autor: ChatGPT