Die US-Großbank Wells Fargo (Wells Fargo Aktie) hat die Aktie des amerikanischen Öl- und Gasproduzenten Occidental Petroleum überraschend deutlich hochgestuft. Wells Fargo Analyst Sam Margolin erhöht seine Bewertung für den amerikanischen Öl- und Gasproduzenten Occidental Petroleum gleich um zwei Stufen von "Underweight" auf "Overweight". Gleichzeitig hob er sein Kursziel von 47 auf 69 US-Dollar an.
Laut TipRanks verfügt der Wells-Fargo-Analyst über eine Trefferquote von 72 Prozent bei seinen Empfehlungen und erzielt im Durchschnitt eine Rendite von 13,5 Prozent. Damit zählt Margolin zu den rund 500 erfolgreichsten unter mehr als 12.000 erfassten Wall-Street-Analysten.
Margolin erklärte, dass die vorherige negative Einschätzung des Unternehmens vor allem durch Einschränkungen bei der Kapitalrückführung geprägt gewesen sei. Diese resultierten aus Vorzugsaktien, die das Unternehmen in der Vergangenheit ausgegeben hatte.
Trotz dieser strukturellen Einschränkung habe sich die operative Situation des Unternehmens deutlich verbessert. Besonders die Ergebnisse des vierten Quartals 2025 hätten eine "sprunghafte Verbesserung der Kapitaleffizienz" gezeigt.
Diese Entwicklung ermögliche es Occidental, die reguläre Dividende künftig kontinuierlich zu erhöhen und gleichzeitig Aktienrückkäufe umzusetzen.
Permian Basin wird zum zentralen Wachstumstreiber
Ein wesentlicher Grund für die optimistischere Einschätzung liegt in der Entwicklung im Permian Basin, einem der wichtigsten Fördergebiete für US-Öl. Occidental konnte seine Investitionsplanung in der Region deutlich senken, ohne dabei auf Produktionswachstum verzichten zu müssen.
Das Unternehmen reduzierte seine geplanten Investitionen dort von 3,9 Milliarden auf 3,1 Milliarden US-Dollar, während das Produktionswachstum weiterhin stabil bleibt.
"Wir glauben, dass OXY im Jahr 2026 leicht über der eigenen Prognose produzieren kann", schrieb Margolin. Für das kommende Jahr rechnet der Analyst mit einem Produktionswachstum von etwa sechs Prozent.
Für 2027 erwartet Wells Fargo zudem eine Rückkehr zu einem beschleunigten Wachstumstrend, wobei die Investitionen wieder auf rund 3,5 Milliarden US-Dollar steigen könnten.
Hohe Ölpreise könnten Kapitalrückführung beschleunigen
Sollten die Ölpreise auf einem erhöhten Niveau bleiben, könnte Occidental laut Wells Fargo früher als bislang angenommen zusätzliche finanzielle Flexibilität gewinnen.
Margolin hält es für möglich, dass das Unternehmen seine ausstehenden Vorzugsaktien bereits in der zweiten Jahreshälfte zurückkauft. Dadurch würde mehr freier Cashflow zur Verfügung stehen, der an Aktionäre ausgeschüttet werden könnte.
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