Das neue Nvidia Headquarter
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Nvidia mit starken Zahlen: Reicht das für ein neues Allzeithoch?

Der Halbleiterhersteller hat die Börsenwelt mit seinen Zahlen einmal mehr ins Staunen versetzt, aber reicht der Schwung auf für ein neues Allzeithoch der Aktie?
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Nvidia: Die Erleichterung könnte kaum größer sein!

KI-Überflieger Nvidia verschafft den in den vergangenen Tagen verlustgeplagten Anlegerinnen und Anlegern eine dringend benötigte Atempause. Die am Mittwochabend vorgelegten Quartalszahlen fielen erneut stark aus und führen am Donnerstag zu einer Erholungsrallye der weltweiten Aktienmärkte.

Ist damit der Startschuss für die erhoffte Jahresendrallye gefallen und wird sich Nvidia auf neue Allzeithochs steigern? Das ist noch nicht ausgemacht, denn es bleiben Fragen offen!

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Datencenter-Geschäft sorgt weiter für explosives Wachstum

Gegenüber dem Vorjahresquartal hat Nvidia seine Erlöse um 62,5 Prozent auf 57,0 Milliarden US-Dollar steigern können. Damit wurden die Erwartungen um 1,9 Milliarden US-Dollar übertroffen.

Wachstumstreiber war einmal mehr das Datencenter-Geschäft, wo der Umsatz um 66,4 Prozent auf 51,2 Milliarden US-Dollar kletterte. Dabei spielt neben GPUs auch Netzwerktechnik eine zunehmend wichtige Rolle.

Trotz geringfügig schwächerer Margen gigantischer Nettogewinn

Der bereinigte Gewinn pro Aktie fiel mit 1,30 US-Dollar um 4 Cent über den Schätzungen aus. Gegenüber dem Vorjahresergebnis in Höhe von 0,81 US-Dollar wurde so ein Anstieg um 60,5 Prozent erreicht. Dementsprechend fiel auch der Nettoertrag höher aus. Dieser landete nach 20,0 Milliarden US-Dollar vor 12 Monaten bei knapp 31,8 Milliarden US-Dollar.

Das entspricht trotz geringfügigen Einbußen bei der Bruttomarge (-1,4 Prozentpunkte) einer Nettomarge von 66,7 Prozent und demonstriert die gewaltige Ertragskraft und Preissetzungsmacht des Unternehmens.

Ausblick übertrifft selbst die kühnsten Schätzungen

Für das kommende Quartal stellte CEO Jensen Huang, der eine gewaltige Nachfrage nach Blackwell-Prozessoren bekräftigte, Erlöse in Höhe von 65,0 Milliarden US-Dollar in Aussicht (±2 Prozent). Analystinnen und Analysten hatten lediglich mit 61,84 Milliarden US-Dollar gerechnet. Die Bruttomarge soll sich auf etwa 75 Prozent belaufen nach 73,6 Prozent im vergangenen Quartal.

Aktie mit Kurs auf 200 US-Dollar, Chart mit Licht und Schatten

Anlegerinnen und Anleger reagierten begeistert und gewährten der Aktie in der US-Nachbörse Aufschläge von 5,1 Prozent, nachdem sich Nvidia bereits im regulären Handel um 2,9 Prozent gesteigert hatte. Die europäischen Handelsplätze deuten auf eine Eröffnung im Bereich von 200 US-Dollar hin.

Diese Kursgewinne kommen aus charttechnischer Perspektive genau zur richtigen Zeit, denn die Aktie war zuletzt unter die 50-Tage-Linie gefallen und drohte auch die Unterstützung bei 180 US-Dollar aufzugeben. Mit Blick auf die vergangenen Wochen zeichnete sich außerdem ein Rounding-Top ab, nachdem es im Bereich von 215 US-Dollar zu einer Blow-off-Top ähnlichen Struktur gekommen war. Diese Top-Bildung dürfte für das erste verhindert sein.

Technisch bleibt die Ausgangslage aber ein zweischneidiges Schwert: Die technischen Indikatoren weisen schon seit Monaten bearishe Divergenzen auf und deuten damit die Gefahr einer nachhaltigen Trendwende an. Andererseits hat Nvidia so eine technische Überhitzung abgebaut, was kurzfristig noch einmal zu höheren Kursen führen könnte.

Fazit: Erleichterung, aber kein Befreiungsschlag  viele Fragen weiter offen

Auch mit starken Nvidia-Zahlen bleiben jedoch zahlreiche Probleme des KI-Trades ungelöst. Die Investitionssummen sind gigantisch, währenden die Profitabilitäts- und Return-on-Investment-Aussichten unsicher bleiben. Viele Unternehmen, darunter CoreWeave und Oracle, verschulden sich hoch und sorgen so für wachsende Kreditrisiken.

Die schlagen sich im Übrigen verstärkt auch in der Bilanz von Nvidia nieder. Die noch zu erhaltenden Erlöse (Accounts receivable) sind in den vergangenen 9 Monaten um 10 Milliarden US-Dollar auf 33,3 Milliarden US-Dollar gestiegen. Das Unternehmen gibt seine KI-Beschleuniger also in wachsender Zahl auf Kredit aus.

Solange die Kunden von Nvidia und deren Kunden also nicht bald mit Plänen für finanziell nachhaltiges Wachstum überzeugen können, bleibt KI die finanziell größte Wette aller Zeiten – mit unsicherem Ausgang. Darüber hinaus sollten Anlegerinnen und Anleger auch mit Blick auf die unverändert hohe Unternehmensbewertung (KGVe 2026: 39,7) wachsam bleiben und sich mit ihren Vermögenswerten zunehmend in der Breite aufstellen.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


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