Novo Nordisk ist ein dänisches Pharmaunternehmen, das auf Diabetes- und Hormontherapien spezialisiert ist.
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Novo Nordisk unterliegt in Bieterstreit: So reagiert die Aktie!

Im Wettkampf um die Übernahme von Metsera ist der dänische Pharmakonzern dem US-Konkurrenten Pfizer unterlegen. Am Markt sorgt das eher für Erleichterung.
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Novo Nordisk gibt sich geschlagen: Metsera geht an Pfizer

Im milliardenschweren, zuletzt auch mit juristischen Mitteln geführten Wettstreit um den US-Biotechnologiekonzern Metsera ist Novo Nordisk am vergangenen Wochenende final unterlegen. Metsera, auf die Entwicklung von Abnehmpräparaten spezialisiert, hat am Samstag der Übernahme durch Pfizer zugestimmt.

Pfizer, das mit der Entwicklung eines eigenen Präparates bislang wenig Erfolg hatte, wird für Metsera rund 10 Milliarden US-Dollar auf den Tisch legen. Mit seinem Angebot von 86,20 US-Dollar pro Aktie hatten die US-Amerikaner das Angebot von Novo Nordisk über 77,75 US-Dollar je Anteil ausgestochen.

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Teurer Bieterwettstreit, zweistellige Übernahmesumme

Ursprünglich hatte Pfizer 4,9 Milliarden US-Dollar in bar (47,50 US-Dollar pro Aktie) sowie weitere 22,50 US-Dollar je Anteil in Form zukünftiger Meilensteinzahlungen geboten, wurden jedoch von den Dänen zunächst übertrumpft – angesichts wachsender Schwierigkeiten, seine Präparate Wegovy und Ozempic margenstark zu verkaufen, war Novo Nordisk auf der Suche nach neuen Wachstumschancen.

Die gehen jetzt an Pfizer, nachdem Novo Nordisk das Einstellen seiner Übernahmebemühungen angekündigt hat: "Wir werden unser Angebot, Metsera zu kaufen, in Übereinstimmung mit unser Ausgabendisziplin und unserem Auftrag, Werte für unsere Aktionäre zu generieren, nicht erhöhen", teilte das Unternehmen am Wochenende mit.

Der Schuldenberg von Pfizer wächst weiter

Für Pfizer ist es nach der Übernahme von Seagen bereits die zweite große Übernahme in den vergangenen Jahren. Der Konzern erwartet, dass die Transaktion bereits in dieser Woche abgeschlossen wird.

Die langfristigen Verbindlichkeiten werden dadurch auf 67,0 Milliarden US-Dollar klettern, denen rund 15 Milliarden US-Dollar in bar gegenüberstehen. Bei Novo Nordisk wird es hingegen bei einer überschaubaren Nettoverschuldung von rund 10,8 Milliarden US-Dollar bleiben.

Anlegerinnen und Anleger atmen auf, Aktie steigt

Am Aktienmarkt ist Erleichterung darüber zu verspüren, dass sich Novo Nordisk nach den operativen Schwierigkeiten der vergangenen Monate nicht auch noch in finanzielle Abenteuer stürzt. An der Heimatbörse in Kopenhagen legen die Anteile am Montagmorgen rund 2,5 Prozent. Zwischenzeitlich konnte sogar die psychologisch wichtige Marke von 300 Dänischen Kronen (DKK; 40,17 Euro) zurückerobert werden.

Mit Blick auf die vergangenen 12 Monate liefert der Chart weiterhin ein Bild des Grauens. Die Verluste in diesem Zeitraum betragen rund 60 Prozent. Seit dem Jahreswechsel sind es immerhin rund 52 Prozent.

Chance auf Doppelboden und Rebound

Doch mit den News vom Wochenende im Rücken besteht die Chance auf eine Gegenbewegung: Im Bereich von 295 bis 300 DKK zeichnet sich ein Doppelboden ab. Bei den technischen Indikatoren ist vor allem der Relative-Stärke-Index (RSI) nach überverkauften Niveaus stark erholungsbedürftig.

Noch signalisiert der Trendstärkeindikator MACD aber einen Abwärtstrend. Wer kurzfristig einsteigen will, sollte zunächst den Sprung über die rote Signallinie abwarten. In den kommenden Wochen sollte ein Rebound der Aktie bis wenigstens zur 50-Tage-Linie bei rund 353 DKK (47,27 Euro) möglich sein.

Fazit: Bewertung unterstützt Erholung

Auch die Bewertung spricht inzwischen wieder für die Dänen. Für das laufende Geschäftsjahr ist Novo Nordisk mit dem 12,9-Fachen der warteten Gewinne bewertet, für 2026 steht ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 12,0 zu Buche. Beide Werte liegen inzwischen deutlich unter dem Branchendurchschnitt von 18,7.

Umgekehrt hat Novo Nordisk mit knapp 3,8 Prozent eine Dividendenrendite zu bieten, die um mehr als das Doppelte über dem Branchendurchschnitt liegt – selbst an Dow-Jones-Wert Merck ist Novo Nordisk inzwischen vorbeigezogen. Zwar hat Pfizer mit 7,0 Prozent mehr zu bieten, doch die wachsende Verschuldung könnte das Management zum äußerst unpopulären Schritt einer Senkung zwingen.

Damit spricht das Chance-Risiko-Verhältnis bei Novo Nordisk wieder für Wetten auf steigende Kurse. Wer prozyklisch agiert, sollte aber noch etwas abwarten. Noch ist die Aktie nur etwas für Antizyklikerinnen und -zykliker.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


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