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Nach Earnings-Crash der Aktie: Jetzt packt Netflix den ganz großen Hammer aus!

Mit seinen jüngst vorgelegten Quartalszahlen hat Streaming-Dienstleister Netflix nicht überzeugen können. Jetzt hat sich das Management etwas einfallen lassen.
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Netflix-Logo und großer Hammer mit steigendem Candlestick-Chart (Symbolbild).
Quelle: - KI-generiertes Symbolbild (ChatGPT).
Netflix Inc 79,84 € Netflix Inc Chart +1,18%
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Paramount Skydance B 8,738 € Paramount Skydance B Chart -1,17%
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Warner Bros Discovery Inc 22,86 € Warner Bros Discovery Inc Chart -1,47%
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Netflix enttäuscht Anlegerhoffnungen zunächst ...

Nach dem geplatzten Übernahmeversuch von Warner Bros. Discovery, für das letztendlich Paramount Skydance den Zuschlag erhalten hat, hofften viele Anlegerinnen und Anleger darauf, dass Netflix seine Cash-Reserven für den Ankauf eigener Aktien in die Hand nehmen würde. Schließlich hatten die Anteile unter der Übernahmeschlacht zeitweise stark gelitten und monatelange Verluste bestimmten das Kursgeschehen.

Genau diese Hoffnungen wurden in der vergangenen Woche enttäuscht. Zwar legte das Unternehmen einen Umsatz und Gewinn über den Erwartungen der Analystinnen und Analysten vor. Doch der Abgang des langjährigen CEOs Reed Hastings sorgte ebenso für Verunsicherung wie ein zurückhaltender Ausblick. Zu möglichen Aktienrückkäufen äußerte sich Netflix (Netflix Aktie) gar nicht erst – die Aktie brach daraufhin zweistellig ein.

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... und schlägt jetzt umso überraschender zurück!

Offenbar hat sich der Verwaltungsrat die Überraschung für einen späteren Zeitpunkt aufgehoben, denn am Donnerstagvormittag wurde nun doch noch ein Aktienrückkaufprogramm bekannt gegeben.

Wie aus an die Börsenaufsichtsbehörde SEC übermittelten Dokumenten hervorgeht, plant Netflix eigene Aktien im Wert von bis zu 25 Milliarden US-Dollar zurückzukaufen. Das vom Verwaltungsrat genehmigte Volumen wird bestehende Programme ergänzen und nicht etwa ersetzen. Das sorgt für zusätzliche Buyback-Power. Eine Frist wurde nicht gesetzt.

Die Aktie legte in der US-Vorbörse daraufhin um rund 1,5 Prozent zu und konnte sich dem schwachen Gesamtmarktumfeld, das von steigenden Ölpreisen und Gewinnmitnahmen an asiatischen Handelsplätzen bestimmt wird, entziehen.

Aktie jetzt mit Rebound-Chance

Aus technischer Perspektive kommt die Ankündigung keinen Tag zu spät. In den zurückliegenden Handelstagen war nach dem Earnings-Crash die 50-Tage-Linie unter Druck geraten. Genau hier dürfte nun ein Rebound starten, der die wichtige Durchschnittslinie als Unterstützung bestätigen dürfte. Auch der Relative-Stärke-Index wird seinen Aufwärtstrend verteidigen können, nachdem er zwischenzeitlich in den überverkauften Bereich gerutscht war. Das dürfte für zusätzlichen Rückenwind sorgen.

Zwar liegt im Bereich von 100 US-Dollar ein Widerstand, der sollte die Aktie aber vor nicht allzu große Probleme stellen. Für das mittelfristige Kursgeschehen wird vor allem der Bereich um 105 US-Dollar spannend, wo neben der Abwärtstrendoberkante auch die 200-Tage-Linie verläuft. Können diese nachhaltig überwunden werden, dürfte Netflix seinen übergeordneten Aufwärtstrend wieder aufnehmen.

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Fazit: Da geht noch was!

Mit Blick in die Bilanz kann sich Netflix das großzügige Geschenk an seine Anteilseignerinnen und -eigner mühelos leisten. Die aktuellen Finanzreserven belaufen sich auf 12,3 Milliarden US-Dollar. Nach Abzug aller Verbindlichkeiten ist das Unternehmen mit gerade mal 4,5 Milliarden US-Dollar verschuldet. Wird das Aktienrückkaufprogramm ausreichend lange gestreckt, stellt es für die Bilanz angesichts eines freien Cashflows von fast 26,0 Milliarden US-Dollar im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Belastung dar.

Nach den Kursverlusten der vergangenen Monate handelt Netflix mit einem KGVe 2026 von 25,9. Das liegt um 30 Prozent unter dem 5-Jahres-Mittel von 37,2. Auch bei anderen Kennziffern handelt die Aktie unter ihrer historischen Norm. Das deutet auf eine Unterbewertung und damit auf eine Einstiegschance für Anlegerinnen und Anleger hin, für welche die Ankündigung von Aktienrückkäufen eine willkommene Kaufgelegenheit darstellt.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


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