- SWAN-Aktien bieten Anlegern Sicherheit in Krisen.
- Nestlé verzeichnete in 40 Jahren eine Performance von 1.530%.
- Die Dividendenrendite von Nestlé liegt bei 4,0%.
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SWAN-Aktien lassen Anleger nachts besser schlafen
Im Börsenjargon spielen Schwäne (engl. "Swan") eine wichtige Rolle. Während der sogenannte "Schwarze Schwan" als ein von Marktteilnehmenden unvorhergesehenes Ereignis gilt, das zu einem Crash führen kann (Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg), verleihen SWAN-Aktien Depots auch in solchen Krisenszenarien Sicherheit.
Dabei ist "SWAN" als Akronym für "sleep well at night" zu verstehen und deutet damit auf Wertpapiere hin, die Anlegerinnen und Anleger auch in solchen Fällen nachts ruhig schlafen lassen. Sie zeichnen sich oft durch ein defensives Geschäftsmodell, jahre- und jahrzehntelang unter Beweis gestellte Konstanz und überdurchschnittlich hohe, gut durch Gewinne und Cashflows abgesicherte Dividenden aus.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
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5
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10
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20
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| Fallender Kurs |
Put
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5
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10
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20
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Nestlé überzeugt langfristig mit hoher Konstanz
Ein europäisches Beispiel für eine solche SWAN-Aktie sind die Anteile des Schweizer Lebensmittelkonzerns Nestlé. Die haben sich in den vergangenen 40 Jahrzehnten über alle Krisen hinweg hervorragend entwickelt und bringen es aktuell auf eine Performance von 1.530 Prozent gegenüber dem Stand von vor 40 Jahren. Werden die Dividenden hinzugerechnet, fällt die Performance noch einmal deutlich höher aus.

Branche im Umbruch, Herausforderungen belasten
Ungeachtet dieses langfristigen Erfolgs ist es immer wieder zu längeren Schwäche- und Konsolidierungsphasen gekommen. Eine solche läuft aktuell seit dem Jahreswechsel 2021/22, nachdem der Ukraine-Krieg für einen tiefgreifenden Wandel auf dem weltweiten Lebensmittel- und Markt für Agrarrohstoffe gesorgt hat.
Bis heute sehen sich viele Konzerne einer schwachen Verbraucherstimmung, einem Trend zu Eigen- und Handelsmarken sowie sinkenden Margen infolge gestiegener Rohstoffpreise ausgesetzt. Das hat die Branche für viele Investoren uninvestierbar gemacht und für einen hartnäckigen Abwärtstrend der Aktie von Nestlé gesorgt.
Aktie mit Bodenbildung und neuen Aufwärtschancen
Doch es gibt längst wieder positive Tendenzen. In der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres hat eine bis heute andauernde Bodenbildung im Bereich von 75 Schweizer Franken (CHF; 81,47 Euro) eingesetzt. Zwar kam es zeitweise zu tieferen Notierungen, doch diese wurden immer wieder aufgekauft, was zu höheren Tiefs und damit einem ersten Anzeichen für einen neuen Aufwärtstrend gesorgt hat.
Die charttechnischen Verbesserungen wurden begleitet von steigenden technischen Indikatoren. Das deutet auf eine gut unterstützte, voraussichtlich dauerhafte Entwicklung hin. In den gleitenden Durchschnitten ist es außerdem vor Kurzem zu einem Golden Cross und damit einem Kaufsignal gekommen.
Ein solches dürfte schon bald im Trendstärkeindikator MACD wieder vorliegen, der im Begriff ist, sowohl seine Signallinie als auch die Nulllinie zu überwinden, was einen neuen (kurzfristigen) Aufwärtstrend der Aktie bedeuten würde. Ebenfalls positiv zu bewerten ist der Anstieg über die gleitenden Durchschnitte, sodass jetzt der Weg in Richtung 85 CHF (92,34 Euro) frei ist. Hier hätte die Aktie die Chance, ihre Bodenbildung nachhaltig abzuschließen und für eine neue mehrjährige Trendbewegung zu sorgen.
Für Kurse nachhaltig unterhalb von 75 CHF beziehungsweise der zaghaften Aufwärtstrendlinie wäre dagegen mit neuen Schwierigkeiten zu rechnen.
Bewertung nicht billig, aber so günstig wie seit vielen Jahren nicht
Mit Blick auf die Bewertung ist Nestlé so attraktiv wie lange nicht. Günstig war die Aktie noch nie – Qualität hat eben auch am Aktienmarkt ihren Preis. Mit einem KGVe 2025 von 19,8 handeln die Schweizer aber deutlich unter ihrem 10-Jahres-Durchschnitt von 25,1. Dabei liegt das Kurs-Gewinnwachstumsverhältnis (PEG) mit 1,5 deutlich unter dem Branchendurchschnitt von knapp 2,2.
Gleichzeitig bietet der Konzern seinen Anlegerinnen und Anlegern eine mit 4,0 Prozent überdurchschnittlich hohe Dividendenrendite. Was in den vergangenen Jahren jedoch zu einem Belastungsfaktor geworden ist und zumindest das Dividendenwachstum hemmen könnte, sind die langfristigen Verbindlichkeiten, die gegenwärtig bei 51,6 Milliarden CHF (56,1 Milliarden Euro) liegen. Die sollen mithilfe umfassender Stellenstreichungen sowie dem Verkauf von nur wenig profitablen Geschäftsbereichen adressiert werden.
Fazit: Jetzt für besseren Nachtschlaf zugreifen!
Analystinnen und Analysten präfieren gegenwärtig eine neutrale Position. Bei insgesamt 22 Einschätzungen ist Nestlé 10 Mal zum Halten empfohlen. Über grundsätzlich vorhandenes Kurspotenzial ist man sich jedoch einigt. Als fairer Wert werden im Mittel 87,55 CHF (95,11 Euro) genannt, was einem Aufwärtspotenzial von knapp 12 Prozent entspricht.
Damit ergibt sich eine insgesamt attraktive Einstiegschance in die Aktie, die mit einem defensiven Geschäftsmodell, einer klar auf Profitabilität ausgerichteten Zukunftsstrategie, einer moderaten Bewertung und einer überdurchschnittlich hohen Dividendenrendite überzeugt. Anlegerinnen und Anleger auf der Suche nach einem Basisinvestment, das sie nachts besser schlafen lässt, können auf dem aktuellen Bewertungs- und Kursniveau bedenkenlos zugreifen.
Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross
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