Elektrolyseur-Bau zur Wasserstoffproduktion kommt nur schleppend voran

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Ingenieur mit einem Hintergrund der Wasserstofffabrik (Symbolbild)
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KÖLN (dpa-AFX) - Der Bau von Anlagen zur Wasserstoffproduktion in Deutschland stockt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Energiewirtschaftlichen Instituts (EWI) an der Universität zu Köln. Demnach geht der Hochlauf der Elektrolysekapazität deutlich langsamer voran als geplant.

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"Das Ziel von 10 Gigawatt Elektrolysekapazität bis zum Jahr 2030 wird vermutlich verfehlt", teilte das EWI mit. Aktuell liege die installierte Leistung von Elektrolyseuren in Deutschland bei 181 Megawatt. Für weitere rund 1.300 Megawatt gebe es eine finale Investitionsentscheidung oder sie seien im Bau. Ende 2027 könnten somit bis zu 1.500 Megawatt Elektrolysekapazität in Betrieb sein. Zähle man alle bis zum Jahr 2030 angekündigten Projekte zusammen, könne eine Gesamtkapazität von 8.700 Megawatt (8,7 Gigawatt) erreicht werden.

Forscher: Schleppender Anlagenbau auch wegen hoher Kosten

Gründe für den schleppenden Elektrolysehochlauf seien unter anderem hohe Investitions- und Betriebskosten in Verbindung mit einer relativ geringen Zahlungsbereitschaft der Verbraucher. Außerdem bestehe weiterhin das Henne-Ei-Problem: Angebot, Nachfrage und die Infrastruktur müssten simultan aufgebaut werden. "Dies kann zu Koordinationsproblemen und zur Verzögerung einzelner Projekte führen", erklärte die EWI-Forscherin Ann-Kathrin Klaas.

Die Ampel-Regierung aus SPD, Grünen und FDP hatte in ihrem Koalitionsvertrag im November 2021 den Bau von 10 Gigawatt Elektrolyse-Kapazität bis 2030 als Ziel formuliert. Später fand dies auch Eingang in die Fortschreibung der Nationalen Wasserstoffstrategie. Im Koalitionsvertrag von Union und SPD vom Mai 2025 wird die Zahl nicht genannt. "Wasserstofferzeugung wollen wir sowohl über große systemdienliche Elektrolyseanlagen als auch verstärkt dezentral und flächendeckend ermöglichen", heißt es dort.

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Wasserstoff soll in einigen Jahren zentrale Rolle spielen

In Elektrolyseuren wird Wasser mit Hilfe von Strom in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten. Wurde der Strom klimaneutral erzeugt, wird der Wasserstoff auch als "grün" bezeichnet. In einem klimaneutralen Wirtschaftssystem soll Wasserstoff eine zentrale Rolle spielen. In neuen Gaskraftwerken soll er Strom erzeugen, wenn nicht genug Wind- und Sonnenstrom da ist. Auch bei der Stahlherstellung soll Wasserstoff zum Einsatz kommen und große Mengen Kohlendioxid vermeiden./tob/DP/mis


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