Hemmschuhe Kosten und Bürokratie
Die Tiefengeothermie - heißes Wasser aus kilometerweit unter der Erdoberfläche gelegenen Schichten - soll künftig eine größere Rolle in der deutschen Energieversorgung spielen als bisher. Doch Aufwand, Bürokratie und Kosten sind hoch: "Bis ein Projekt überhaupt erst mal anfängt zu bohren, vergehen manchmal fünf Jahre", sagt der Geologe Matthias Tönnis, Fachmann für Geothermie bei der Munich Re. "Jeder Bohrtag - und da reden wir nicht von Arbeits-, sondern von Kalendertagen - kostet etwa 80. 000 Euro."
Vorlaufkosten bis 30 Millionen Euro
Bis die erste Bohrung unten ist, können einer Kommune nach Tönnis' Worten Vorlaufkosten von 20 bis 30 Millionen Euro entstehen. "Wenn die Bohrung nicht bringt, was sie erwartet hat, ist das Geld weg." An dieser Stelle soll die Versicherung einspringen. "Wir decken einen Teil des Risikos, den Rest übernimmt die KfW", sagt Tönnis. Das Pilotprojekt soll nach dem Start zunächst drei Jahre laufen.
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| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
|
5
|
10
|
15
|
| Fallender Kurs |
Put
|
5
|
10
| |
Im aktuellen Haushaltsentwurf des Bundes für 2025 sind laut Bundesverband Geothermie Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von knapp 50 Millionen Euro für die nächsten vier Jahre vorgesehen. Das soll für die Absicherung von 65 Projekten mit einem Investitionsvolumen von zwei bis drei Milliarden Euro genügen. "Das geplante Modell der Fündigkeitsabsicherung erscheint aus unserer Sicht grundsätzlich vielversprechend", sagt Gregor Dilger, der Hauptgeschäftsführer des Geothermie-Verbands./cho/DP/zb
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