dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 483

Mercedes will Sprinter-Produktion in Ludwigsfelde beenden

LUDWIGSFELDE (dpa-AFX) - Der Autobauer Mercedes-Benz will die Sprinter-Serienproduktion in Ludwigsfelde in Brandenburg nach Angaben der Landesregierung bis 2030 beenden. "Das Unternehmen beabsichtigt, die Serienproduktion von Sprinter-Modellen am Standort Ludwigsfelde bis Ende 2029 auslaufen zu lassen", heißt es in einer Antwort von Wirtschaftsminister Daniel Keller (SPD) auf eine Anfrage aus der CDU im Landtag. Bis dahin sei die Auslastung des Werks gewährleistet. "Hintergrund dieser zeitlichen Begrenzung ist die geplante Verlagerung der Produktion von E-Sprinter-Modellen nach Polen."

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
Mercedes-Benz Group AG 58,99 € Mercedes-Benz Group AG Chart -3,22%
Zugehörige Wertpapiere:

Zuvor berichtete die "Märkische Allgemeine". Von Mercedes-Benz gab es zunächst keine Stellungnahme. In Ludwigsfelde stellen rund 2.000 Beschäftigte Sprinter mit offenen Baumustern her. Mercedes-Benz bietet Sprinter mit fossilen Brennstoffen und Elektroantrieb - es gibt Werke in Ludwigsfelde, Düsseldorf und Charleston (USA).

Beschäftigungssicherung bis 2029

Zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat wurde laut Ministerium eine Beschäftigungssicherung bis einschließlich Dezember 2029 für Ludwigsfelde verhandelt. "Für die Zeit ab 2030 gibt es noch keine Lösung, die eine vollständige Kompensation für die auslaufende Produktion auf konstantem Beschäftigungsniveau bieten könnte."

Nach Angaben der Landesregierung ist bisher eine sogenannte Anlauffabrik für künftige Van-Modelle und ein Kompetenzzentrum für die Individualisierung von E-Vans geplant.

Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
20
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB14WG8 , DE000NB374J3 , DE000NB45US1 , DE000NG6KWP4 , DE000NG8SMQ2 , DE000NG8XTP9 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Brandenburg will Ausgleich

Die Brandenburger Landesregierung will erreichen, dass Sprinter-Modelle mit Verbrennungsmotoren in Ludwigsfelde produziert werden sollen, solange sie hergestellt werden. Sie dringt auch auf einen ausreichenden Ausgleich der künftig wegfallenden Produktion. Sie "sieht weiterhin Zukunftschancen für das moderne Werk in Ludwigsfelde mit seiner qualifizierten und hoch motivierten Belegschaft".

Die IG Metall reagierte verärgert auf die Pläne des Autobauers. "Wir wollen das nicht so hinnehmen", sagte der Erste Bevollmächtigte in Ludwigsfelde, Tobias Kunzmann. "Es kann nicht sein, dass sich Mercedes vom Acker macht." Am Samstag, 13. September, ist ein Aktionstag geplant. Der CDU-Landtagsabgeordnete Danny Eichelbaum rief Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) auf, die Zukunft des Werks zur Chefsache zu machen.

Die Autobauer in Deutschland haben derzeit unter anderem mit neuen Wettbewerbern in China und den US-Zöllen zu kämpfen./vr/DP/jha

Für dich aus unserer Redaktion zusammengestellt

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend