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Rüstungsfieber könnte Lockheed Martin befeuern

Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin startet nach Einschätzung von Truist mit einem klaren Bewertungsvorteil ins neue Jahr. Neuer Höhenflug voraus?
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Die US-Bank Truist hat die Aktie von Lockheed Martin zu Jahresbeginn von "Hold" auf "Buy" hochgestuft. Analyst Michael Ciarmoli erhöhte zugleich sein Kursziel von 500 auf 605 US-Dollar. Daraus ergibt sich ein Aufwärtspotenzial von rund 17 Prozent.

Michael Ciarmoli hat laut Tipranks.com eine Erfolgsquote von 71 Prozent und eine durchschnittliche Rendite von 24,20 Prozent. Damit gehört zu den besten 35 der über 10.000 erfassten Wall Street Analysten.

Underperformance schafft Einstiegsfenster

Ciarmoli verweist in seiner Analyse auf die schwächere Kursentwicklung des Rüstungstitels im vergangenen Jahr. Während Lockheed Martin (Lockheed Martin Aktie) in den letzten zwölf Monaten weniger als 11 Prozent zulegen konnte, stieg der breite Markt gemessen am S&P 500 im selben Zeitraum um rund 17 Prozent. Diese Underperformance habe, kombiniert mit einer moderaten Bewertung, ein attraktives Chance-Risiko-Profil geschaffen.

"Die Aktie bietet aktuell einen überzeugenden Einstiegspunkt", so der Analyst. Lockheed Martin werde derzeit mit dem 17-fachen der erwarteten Gewinne gehandelt, wie Daten von FactSet zeigen. Damit liegt die Bewertung deutlich unter dem Marktdurchschnitt des S&P 500, der bei etwa dem 22-fachen der Forward-Gewinne notiert.

Günstiger als die Konkurrenz

Auch im direkten Vergleich mit Wettbewerbern sieht Truist Bewertungsvorteile. Northrop Grumman (Northrop Grumman Aktie) kommt auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 20, während RTX sogar bei etwa 27 liegt. Lockheed Martin erscheint damit nicht nur im Marktvergleich, sondern auch innerhalb des Sektors günstig bewertet.

Politische Risiken lassen nach

Ein weiterer Belastungsfaktor scheint laut Truist an Bedeutung verloren zu haben. Frühere Sorgen über staatliche Sparprogramme und die Streichung teurer, verspäteter oder ineffizienter Waffensysteme hätten sich abgeschwächt. Ciarmoli verweist darauf, dass die entsprechende Reforminitiative zur Reduzierung staatlicher Ausgaben weitgehend aufgelöst worden sei. Der zuvor bestehende Risikoüberhang habe sich damit deutlich reduziert.

Rückenwind aus Washington

Zusätzlichen Rückenwind erhält die Investmentthese durch politische Signale. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt einen Militärhaushalt von 1,5 Billionen US-Dollar für das Jahr 2027 ins Spiel gebracht. Ein derartiges Budget würde die Vergabe neuer Großaufträge wahrscheinlicher machen – ein Szenario, von dem Lockheed Martin als führender Anbieter komplexer Waffensysteme überproportional profitieren könnte.

Geopolitik treibt Nachfrage

Anhaltende geopolitische Spannungen, der Wunsch vieler Staaten nach der Auffüllung ihrer Militärbestände sowie die Modernisierung bestehender Fähigkeiten dürften die Nachfrage nach Lockheed-Produkten weiter ankurbeln. Laut Truist befinden sich bereits mehrere Aufträge in der Pipeline.

Autor: Ariva-Redaktion/pg


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