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An der deutschen Börse hat sich heute der Anteilsschein von Lanxess zwischenzeitlich um 3,28 Prozent verteuert. Der Kurs des Wertpapiers legte um 54 Cent zu. Zuletzt notierte das Wertpapier bei 17,01 Euro. Im Vergleich mit dem Gesamtmarkt steht die Aktie von Lanxess gut da. Der MDAX (MDAX ) liegt gegenwärtig um 0,28 Prozent im Minus gegenüber der Schlussnotierung vom Vortag und kommt auf 30.717 Punkte. Für ein neues Allzeithoch müsste das Wertpapier von Lanxess noch ordentlich zulegen. Den bisherigen Höchststand von 74,76 Euro erreichte das Papier am 23. Januar 2018.
Der Spezialchemie-Konzern LANXESS Aktiengesellschaft ist weltweit in der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von chemischen Zwischenprodukten, Additiven und Verbraucherschutzprodukten tätig. Das Unternehmen ist in drei Segmenten tätig: Consumer Protection, Specialty Additives und Advanced Intermediates. Das Unternehmen bietet Materialschutzprodukte an Darüber hinaus bietet das Unternehmen Grund- und Feinchemikalien, Organometalle und anorganische Pigmente für die Einfärbung von Baumaterialien sowie Farben und Beschichtungen an.
Lanxess steht auf dem Markt in Konkurrenz zu verschiedenen Konzernen. So liegt zum Beispiel die Aktie von Asahi Kaisei (Asahi Kaisei-Aktie) zur Stunde ebenso im Plus. Asahi Kaisei verteuerte sich um 2,69 Prozent. Dagegen ist das Wertpapier von Konkurrent Celanese (Celanese-Aktie) aktuell nicht gefragt. Der Kurs von Celanese gab um 1,40 Prozent nach.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
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5
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| Fallender Kurs |
Put
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Die Lanxess-Aktie wird von mehreren Analysten beobachtet.
Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Lanxess auf "Sell" mit einem Kursziel von 14 Euro belassen. Die Investoren seien skeptisch hinsichtlich der Frage, ob sich der Anteil von Lanxess am Werkstoffhersteller Envalior in diesem Jahr bezahlt mache, schrieb Christian Bell in einer am Montag vorliegenden Studie. Die Verschuldungsquote von Envalior sei vergleichsweise hoch.
Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Lanxess auf "Underweight" belassen. Er habe bereits mehrfach betont, dass das Überangebot in China sowie die wachsende Konkurrenz aus dem Reich der Mitte ein wesentlicher Belastungsfaktor für die Chemiebranche seien, schrieb Chetan Udeshi am Donnerstagabend. Maßnahmen im Zuge der Anti-Involutionspolitik der dortigen Staatsführung könnten also ein Game-Changer für die Chemiekonzerne sein. Mit dieser Strategie will China Überkapazitäten in Schlüsselbranchen eindämmen und profitableres Wachstum fördern. Udeshi sieht bei diesem Thema durchwachsene Signale in den vergangenen sechs Monaten. BASF wäre wohl der größte Profiteur eines Abbaus von Überkapazitäten in China selbst. Aber auch Lanxess, Wacker Chemie, Akema, Evonik und Solvay könnten Nutznießer sein. Ob die Politik von Chinas Regierung wirkt, ist laut Udeshi aber schwer einzuschätzen, wirkliche Belege gebe es nicht. Daher blieben die Aussichten für eine deutliche Gewinnerholung der europäischen Chemiebranche aufgrund des anhaltenden strukturellen Drucks vorerst ungewiss.
Dieser Artikel wurde von ARIVA.DE mithilfe von Aktienanalysen von dpa-AFX erstellt. Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenkonflikten im Sinne von § 34 b WpHG für die genannten Analysten-Häuser finden Sie hier.
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