Japan Cash Machine

Aktie
5,15 €
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08:06:50 Uhr
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
-
Streubesitz
61,04%
KGV
7,08
Dividende
0,34 EUR
Dividendenrendite
6,05%
Index-Zuordnung
-
Japan Cash Machine Aktie Chart

Japan Cash Machine Unternehmensbeschreibung

Japan Cash Machine Co., Ltd. (JCM) ist ein japanischer Spezialist für Banknoten- und Münzverarbeitungssysteme mit globaler Präsenz im Zahlungsverkehr, Glücksspielsektor, Einzelhandel und im Bereich automatisierter Verkaufs- und Ticketlösungen. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt Validierungssysteme für Bargeld, Peripheriegeräte für Spielautomaten, Kioske und Geldautomaten sowie Komponenten für Self-Service-Terminals. JCM adressiert damit die Schnittstelle zwischen analogem Bargeld und digital gesteuerter Transaktionsabwicklung in regulierten, sicherheitskritischen Branchen. Der Konzern gilt als etablierter Nischenanbieter mit technologischer Fokussierung und hoher Abhängigkeit von Investitionszyklen in Gaming, Retail und Financial Services.

Geschäftsmodell und Erlösquellen

Das Geschäftsmodell von Japan Cash Machine basiert auf der Entwicklung und Fertigung spezialisierter Hardware für das Cash-Handling, ergänzt um Software, Firmware und Serviceleistungen. Kernprodukte sind Banknotenprüfer, Banknoten-Recycler, Münzprüfer, Cash-Dispenser, Ticket- und Voucher-Lösungen sowie entsprechende Steuer- und Schnittstellenmodule. JCM erzielt seine Umsätze überwiegend über den Verkauf von Komponenten an Erstausrüster (OEM) in den Bereichen Spielautomaten, Geldautomaten, Ticketautomaten, Verkaufsautomaten und POS-Terminals.
  • Primäre Kundensegmente sind Glücksspielanbieter, Automatenhersteller, Banken, Transportunternehmen und große Einzelhandelsketten.
  • Die Wertschöpfung liegt in hochspezialisierter Sensorik, Fälschungserkennung, Geräteintegration und Langfristverfügbarkeit von Bauteilen.
  • Wiederkehrende Erträge entstehen über Wartung, Ersatzteile, Upgrades und Produktgenerationenwechsel bei OEM-Kunden.
Das Geschäftsmodell ist stark projekt- und investitionsgetrieben, da größere Roll-outs von Spiel- oder Automatenparks sowie Modernisierungswellen die Nachfrage phasenweise bündeln. Gleichzeitig unterliegt JCM dem strukturellen Trend zur Automatisierung von Bargeldprozessen und zur Integration von Cash-Handling in digitale Systemarchitekturen.

Mission und strategische Leitlinien

Die Mission von Japan Cash Machine lässt sich als Bereitstellung sicherer, zuverlässiger und effizienter Bargeldverarbeitungstechnologie für regulierte Märkte beschreiben. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, die Integrität physischer Zahlungsprozesse zu gewährleisten und die Betriebskosten seiner Kunden durch Automatisierung zu senken. Dabei stehen Fälschungserkennung, Transaktionssicherheit, hohe Verfügbarkeit und die Integration in bestehende IT- und Compliance-Systeme im Vordergrund. Strategisch richtet sich JCM auf folgende Leitlinien aus:
  • Fokussierung auf Bargeld- und Ticketverarbeitung in sicherheitsrelevanten Einsatzbereichen mit hohen regulatorischen Anforderungen.
  • Stetige Weiterentwicklung der Sensorik und Algorithmen zur Banknoten- und Ticketvalidierung.
  • Vertiefung der Zusammenarbeit mit globalen OEM-Partnern im Glücksspiel-, Banken- und Transportsektor.
  • Selektive Expansion in wachstumsstärkere Regionen und Anwendungsmärkte, insbesondere im asiatisch-pazifischen Raum und in Nordamerika.
Diese Mission zielt auf eine Positionierung als verlässlicher Technologiepartner, weniger als breit diversifizierter Zahlungsdienstleister.

Produkte und Dienstleistungen

Japan Cash Machine bietet ein breites Spektrum an Geräten und Modulen entlang der Wertschöpfungskette des Cash-Handling an. Zu den wesentlichen Produktkategorien zählen:
  • Banknotenakzeptoren und -validatoren für Spielautomaten, Kioske, Geldautomaten und Self-Service-Terminals, mit integrierter Fälschungserkennung und Währungsunterstützung.
  • Banknoten-Recycler und -Dispenser, die Ein- und Auszahlungsprozesse in Automaten, Kassen und Ticketlösungen automatisieren und den Bargeldbestand optimieren.
  • Münzvalidierer und Münz-Dispenser für Verkaufsautomaten, Parkautomaten und Transportticketing.
  • Ticket- und Voucher-Systeme für Casinos und Lotterien, insbesondere TITO-Systeme (Ticket-In, Ticket-Out) an Spielautomaten.
  • Peripheriegeräte wie Controller, Schnittstellenmodule, Kommunikationsplatinen und Kassettensysteme zur Integration in OEM-Plattformen.
  • Serviceleistungen einschließlich Wartung, technischem Support, Firmware-Updates, Ersatzteilversorgung und Engineering-Unterstützung für OEM-Kunden.
JCM kombiniert Hardware mit Embedded-Software, um Fälschungserkennungsalgorithmen, Echtzeitdiagnostik und Schnittstellenstandards für verschiedene Host-Systeme umzusetzen. Der Serviceanteil stärkt Kundenbindung und Produktlebenszyklus, bleibt jedoch komplementär zum hardwaregetriebenen Kerngeschäft.

Business Units und Segmentstruktur

Japan Cash Machine berichtet seine Aktivitäten traditionell nach Anwendungsfeldern und geografischen Regionen. Die exakte interne Business-Unit-Struktur wird nur begrenzt offengelegt, doch lassen sich auf Basis öffentlich zugänglicher Informationen folgende Schwerpunkte identifizieren:
  • Gaming-Solutions: Komponenten für Spielautomaten, Casinokäfige, TITO-Systeme, Sportwetten-Terminals und Lotterieanwendungen.
  • Banking- und Financial-Solutions: Module für Geldautomaten, Cash-Recycler, Depot- und Kassenlösungen in Filialen, Cash-Management-Systeme für Finanzinstitute.
  • Retail- und Kiosk-Solutions: Cash-Handling für Selbstbedienungskassen, Self-Checkout, Ticketkioske, Verkaufsautomaten und Parksysteme.
  • Transport- und Ticketing-Solutions: Bargeld- und Ticketverarbeitung für öffentlichen Verkehr, Mautsysteme und Zutrittskontrollen.
Geografisch gliedert sich das Geschäft im Wesentlichen in Japan, übriges Asien-Pazifik, Nordamerika und Europa. Der Gaming-Bereich besitzt in Nordamerika und Asien traditionell eine hohe Bedeutung, während Bank- und Retail-Lösungen stärker in Japan und Europa verankert sind.

Alleinstellungsmerkmale und technologische Stärken

Die Alleinstellungsmerkmale von Japan Cash Machine liegen in der Kombination aus Spezialisierung auf Bargeldprozesse und langjähriger OEM-Erfahrung. Wichtige Differenzierungsfaktoren sind:
  • Tiefe Expertise in Banknoten- und Ticketvalidierung, einschließlich Erkennung von Fälschungen, Beschädigungen und Fremdkörpern.
  • Breite Währungsabdeckung und Anpassungsfähigkeit an nationale Sicherheitsmerkmale von Banknoten und Tickets.
  • Hohe Zuverlässigkeit und Lebensdauer der Komponenten unter Dauerlast in Casinoumgebungen, Verkaufsautomaten und stark frequentierten Transport-Hubs.
  • Integration in bestehende Plattformarchitekturen großer OEM-Kunden sowie langjährig etablierte Schnittstellenstandards.
  • Reputation als etablierter Lieferant in streng regulierten Märkten mit hohen Qualitäts- und Compliance-Anforderungen.
Im Gegensatz zu breit aufgestellten Payment-Konzernen fokussiert sich JCM auf das physische Bargeld und dessen sichere Einbindung in digitale Transaktionssysteme. Diese Spezialisierung ermöglicht eine vertiefte technologische Entwicklungstiefe, macht das Unternehmen aber abhängig von der Entwicklung der Bargeldnutzung in seinen Kernsegmenten.

Burggräben und strukturelle Wettbewerbsvorteile

Japan Cash Machine verfügt über mehrere potenzielle Moats, die den Marktzugang für Wettbewerber erschweren:
  • Technologische Eintrittsbarrieren: Die Entwicklung zuverlässiger Banknoten- und Ticketvalidatoren erfordert umfangreiche Datenbasis, Prüfverfahren, Algorithmen und laufende Anpassung an neue Sicherheitsmerkmale und Fälschungstechniken.
  • Regulatorische Anforderungen: Im Glücksspiel-, Bank- und Transportsektor gelten strikte Vorgaben hinsichtlich Fälschungssicherheit, Auditierbarkeit und Betriebssicherheit, die Zertifizierungsprozesse mit sich bringen und Lieferantenwechsel erschweren.
  • OEM-Integration und Lock-in-Effekte: JCM-Komponenten sind häufig tief in die Systemarchitekturen von Spielautomaten, Geldautomaten und Self-Service-Kiosken integriert. Ein Austausch bedeutet für OEMs nicht nur Hardware-, sondern auch Software- und Zulassungskosten.
  • Marken- und Reputationskapital: Langjährige Präsenz in Casinos und bei großen Finanz- und Transportinstituten stärkt das Vertrauen in Zuverlässigkeit und Support.
Diese Burggräben sind jedoch nicht unüberwindbar. Preisdruck durch Wettbewerber, technologische Sprünge (z. B. verstärkte Kartenzahlung oder Mobile Payment) und veränderte regulatorische Rahmenbedingungen können die Schutzwirkung schrittweise mindern.

Wettbewerbsumfeld und Vergleichsunternehmen

Japan Cash Machine konkurriert mit einer Reihe internationaler Anbieter von Cash-Handling- und Payment-Lösungen. Zu den relevanten Wettbewerbern zählen je nach Segment:
  • Hersteller von Banknoten- und Münzautomaten wie z. B. global aktive Konzerne im Cash-Management- und Automatenbereich.
  • Internationale Anbieter von Cash-Recycling-Systemen und Retail-Cash-Management-Lösungen.
  • Spezialisierte Gaming-Zulieferer, die Banknotenakzeptoren, Ticketing-Module und Bezahllösungen für Casinos und Wettbüros bereitstellen.
  • Technologieunternehmen, die bargeldlose Zahlungssysteme und digitale Wallets forcieren und damit den Bedarf an physischem Cash-Handling strukturell dämpfen.
Das Wettbewerbsumfeld ist oligopolistisch geprägt, mit wenigen großen, global tätigen Anbietern und mehreren regionalen Spezialisten. JCM positioniert sich eher als fokussierter Technologielieferant als als umfassender Finanzinfrastrukturkonzern. Die Wettbewerbssituation ist durch Preisdruck, Innovationsgeschwindigkeit und den Trend zur Substitution von Bargeld gekennzeichnet.

Management, Corporate Governance und Strategie

Das Management von Japan Cash Machine ist traditionell japanisch geprägt, mit Fokus auf langfristige Kundenbeziehungen, Produktqualität und graduelle Innovation statt aggressivem Wachstum. Die Unternehmensführung folgt einem eher konservativen Ansatz, der auf nachhaltige Marktpositionierung, technologische Kontinuität und Stabilität der Lieferketten abzielt. Strategische Stoßrichtungen, die aus öffentlichen Unternehmensinformationen und Marktbeobachtungen ableitbar sind, umfassen:
  • Stärkung der Position in der globalen Gaming-Industrie durch technologisch verbesserte Banknoten- und Ticketlösungen.
  • Ausbau von Cash-Management-Lösungen im Einzelhandel und im öffentlichen Personenverkehr, insbesondere in Märkten mit stabiler Bargeldnutzung.
  • Fortlaufende Effizienzsteigerungen in Produktion und Supply Chain, um die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber preisaggressiven Anbietern zu sichern.
  • Selektive Internationalisierung, ohne den Charakter eines stark technisch fokussierten Nischenanbieters aufzugeben.
Ein konservativer Anleger sollte berücksichtigen, dass die Transparenz japanischer Small- und Mid-Caps im internationalen Vergleich teilweise begrenzt ist, insbesondere hinsichtlich detaillierter Segmentberichterstattung, Kapitalallokation und mittelfristiger Managementziele.

Branche, Regionen und Marktdynamik

Japan Cash Machine operiert an der Schnittstelle mehrerer Branchen: Glücksspielindustrie, Finanzinfrastruktur, Einzelhandelstechnologie, Transportticketing und Automatenwirtschaft. Die regionale Schwerpunktlage verteilt sich auf Japan, den asiatisch-pazifischen Raum, Nordamerika und Europa. Branchenspezifische Entwicklungen wirken direkt auf die Nachfrage nach JCM-Produkten:
  • In der Gaming-Industrie bestimmen Regulierung, Konzessionsvergaben, Casinoneubauten und Modernisierungszyklen die Investitionsbereitschaft. Insbesondere in Nordamerika und Asien bleibt der Markt von zyklischen Investitionswellen geprägt.
  • Im Banken- und Geldautomatenmarkt setzt sich der Rückbau von Filialnetzen und ATMs in einigen Industrieländern fort, während sich in Schwellenländern Bargeld weiterhin großer Bedeutung erfreut.
  • Im Einzelhandel nimmt die Verbreitung von Self-Checkout-Systemen und automatisierten Kassen zu, parallel zum weiteren Aufstieg bargeldloser Zahlungsmittel.
  • Im öffentlichen Verkehr differenziert sich die Entwicklung: Während einige Märkte verstärkt auf kontaktlose Karten und mobile Tickets umstellen, behalten andere Bargeld- und Papier-Tickets als dominanten Kanal bei.
Regional spielen demografische Strukturen, Konsumverhalten und regulatorische Vorgaben eine wichtige Rolle. Japan und Teile Asiens weisen weiterhin eine vergleichsweise hohe Bargeldquote auf, während in Nordeuropa und zunehmend auch in Nordamerika digitale Zahlungen dominieren. Diese Divergenz erhöht die regionale Abhängigkeit der Nachfrage nach Cash-Handling-Systemen.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Japan Cash Machine wurde in Japan als Hersteller mechanischer und später elektromechanischer Komponenten für Bargeldverarbeitung und Automaten gegründet und hat sich im Laufe mehrerer Jahrzehnte zu einem spezialisierten Anbieter für Banknotenvalidierung und Cash-Handling-Technologie entwickelt. Das Unternehmen nutzte früh den Aufschwung der Spielautomaten- und Casinobranche, zunächst in Japan und danach international, um sich als Lieferant von Banknotenakzeptoren und Ticketlösungen zu etablieren. Parallel dazu erfolgte der Einstieg in den Markt für Geldautomatenkomponenten und Retail-Cash-Management-Systeme. Im Zuge der Globalisierung baute JCM schrittweise Vertriebs- und Serviceniederlassungen in Nordamerika, Europa und Asien aus und schloss OEM-Partnerschaften mit internationalen Automaten- und Gamingherstellern. Die Unternehmensgeschichte ist dabei weniger von spektakulären Großakquisitionen als von inkrementellen Produktinnovationen, technologischer Verfeinerung und internationaler Expansion geprägt.

Sonstige Besonderheiten und strukturelle Faktoren

Japan Cash Machine weist einige Besonderheiten auf, die für langfristig orientierte Investoren relevant sind:
  • Das Unternehmen ist tief in regulierten und reputationssensiblen Branchen verankert, was den Fokus auf Qualität und Compliance verstärkt.
  • Die Produktpalette ist stark hardwarezentriert, was Zyklen, Lagerhaltung und Investitionsbudgets der Kunden stärker in den Vordergrund rückt als bei rein digitalen Payment-Anbietern.
  • Der Konzern profitiert von Märkten mit hoher Bargeldnutzung, ist aber zugleich dem strukturellen Druck durch Digitalisierung und bargeldlose Bezahlsysteme ausgesetzt.
  • Währungseinflüsse, insbesondere Wechselkurse des japanischen Yen gegenüber US-Dollar und Euro, können die Wettbewerbsfähigkeit und die berichteten Ergebnisse beeinflussen.
  • Als japanisches Industrieunternehmen ist JCM in ein Umfeld eingebettet, in dem Corporate-Governance-Standards und Aktionärsorientierung sich in den letzten Jahren zwar verbessert haben, aber weiterhin länderspezifische Besonderheiten aufweisen.
Diese Faktoren formen das Risiko- und Chancenprofil jenseits reiner Produkt- und Marktaspekte.

Chancen und Risiken für konservative Anleger

Aus Sicht eines konservativen Anlegers bietet Japan Cash Machine ein spezifisches, aber nicht risikofreies Profil. Auf der Chancenseite stehen:
  • Langjährige Positionierung in Nischenmärkten mit hohen technischen Anforderungen und Eintrittsbarrieren.
  • Stabile Kundenbeziehungen zu OEMs im Gaming-, Banking- und Retailbereich und wiederkehrender Bedarf an Ersatzteilen und Modernisierungen.
  • Potenzial durch Automatisierung von Bargeldprozessen in Märkten, in denen Cash weiterhin dominiert oder regulatorisch abgesichert bleibt.
  • Mögliche positive Effekte aus dem Ausbau der Glücksspielindustrie und aus Infrastrukturinvestitionen in Verkehr und Self-Service-Terminals.
Demgegenüber bestehen wesentliche Risiken:
  • Struktureller Rückgang der Bargeldnutzung in vielen entwickelten Volkswirtschaften, was mittelfristig den adressierbaren Markt für Cash-Handling-Systeme begrenzen kann.
  • Abhängigkeit von Investitionszyklen in der Gaming- und Automatenbranche, die stark konjunktur- und regulierungsabhängig sind.
  • Intensiver Wettbewerb durch andere Cash-Handling-Spezialisten und durch Anbieter bargeldloser Bezahlsysteme, die alternative Infrastrukturmodelle forcieren.
  • Währungsrisiken und potenziell begrenzte Transparenz bei einem japanischen Industrieunternehmen mittlerer Größenordnung.
  • Technologische Disruptionen, falls neue Sicherheits- oder Ticketingstandards entstehen, auf die JCM verzögert reagiert.
Für einen konservativen Anleger ist Japan Cash Machine daher primär als spezifischer Wert in einem engen Industriesegment zu sehen, dessen Perspektiven eng mit der künftigen Rolle von Bargeld und der Investitionsbereitschaft regulierter Sektoren verknüpft sind. Eine Beurteilung erfordert neben der Betrachtung von Geschäftsmodell und Markttrends insbesondere eine sorgfältige Analyse der Unternehmensqualität, der Kapitaldisziplin und der langfristigen Strategieumsetzung, ohne dass daraus eine Anlageempfehlung abgeleitet werden soll.

Kursdaten

Geld/Brief 5,15 € / 5,35 €
Spread +3,88%
Schluss Vortag 5,10 €
Gehandelte Stücke 0
Tagesvolumen Vortag -  
Tagestief 5,15 €
Tageshoch 5,15 €
52W-Tief 5,10 €
52W-Hoch 6,75 €
Jahrestief 5,10 €
Jahreshoch 6,75 €

Japan Cash Machine Aktie: Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 37.816 ¥
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 4.831 ¥
Jahresüberschuss in Mio. 3.810 ¥
Umsatz je Aktie 1.394,02 ¥
Gewinn je Aktie 140,47 ¥
Gewinnrendite +11,90%
Umsatzrendite +10,08%
Return on Investment +7,72%
Marktkapitalisierung in Mio. 26.960 ¥
KGV (Kurs/Gewinn) 7,08
KBV (Kurs/Buchwert) 0,84
KUV (Kurs/Umsatz) 0,71
Eigenkapitalrendite +11,90%
Eigenkapitalquote +64,86%

Dividenden Historie

Datum Dividende
30.03.2026 20,00 ¥
29.09.2025 20,00 ¥
28.03.2025 36,00 ¥
27.09.2024 14,00 ¥
28.03.2024 19,00 ¥
28.09.2023 5,00 ¥
30.03.2023 7,00 ¥
29.09.2022 3,00 ¥
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Japan Cash Machine Termine

Keine Termine bekannt.

Japan Cash Machine Aktie: Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 5,10 +0,99%
5,05 € 12:31
Frankfurt 5,15 +0,98%
5,10 € 08:06
Stuttgart 5,25 +2,94%
5,10 € 12:33
L&S RT 5,275 +1,44%
5,20 € 13:14
Quotrix 5,25 +0,96%
5,20 € 07:27
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
24.04.26 5,10 0
23.04.26 5,15 0
22.04.26 5,20 0
21.04.26 5,25 0
20.04.26 5,25 0
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 5,25 € -2,86%
1 Monat 5,65 € -9,73%
6 Monate 5,60 € -8,93%
1 Jahr 6,00 € -15,00%
5 Jahre 4,42 € +15,38%

Unternehmensprofil Japan Cash Machine

Japan Cash Machine Co., Ltd. (JCM) ist ein japanischer Spezialist für Banknoten- und Münzverarbeitungssysteme mit globaler Präsenz im Zahlungsverkehr, Glücksspielsektor, Einzelhandel und im Bereich automatisierter Verkaufs- und Ticketlösungen. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt Validierungssysteme für Bargeld, Peripheriegeräte für Spielautomaten, Kioske und Geldautomaten sowie Komponenten für Self-Service-Terminals. JCM adressiert damit die Schnittstelle zwischen analogem Bargeld und digital gesteuerter Transaktionsabwicklung in regulierten, sicherheitskritischen Branchen. Der Konzern gilt als etablierter Nischenanbieter mit technologischer Fokussierung und hoher Abhängigkeit von Investitionszyklen in Gaming, Retail und Financial Services.

Geschäftsmodell und Erlösquellen

Das Geschäftsmodell von Japan Cash Machine basiert auf der Entwicklung und Fertigung spezialisierter Hardware für das Cash-Handling, ergänzt um Software, Firmware und Serviceleistungen. Kernprodukte sind Banknotenprüfer, Banknoten-Recycler, Münzprüfer, Cash-Dispenser, Ticket- und Voucher-Lösungen sowie entsprechende Steuer- und Schnittstellenmodule. JCM erzielt seine Umsätze überwiegend über den Verkauf von Komponenten an Erstausrüster (OEM) in den Bereichen Spielautomaten, Geldautomaten, Ticketautomaten, Verkaufsautomaten und POS-Terminals.
  • Primäre Kundensegmente sind Glücksspielanbieter, Automatenhersteller, Banken, Transportunternehmen und große Einzelhandelsketten.
  • Die Wertschöpfung liegt in hochspezialisierter Sensorik, Fälschungserkennung, Geräteintegration und Langfristverfügbarkeit von Bauteilen.
  • Wiederkehrende Erträge entstehen über Wartung, Ersatzteile, Upgrades und Produktgenerationenwechsel bei OEM-Kunden.
Das Geschäftsmodell ist stark projekt- und investitionsgetrieben, da größere Roll-outs von Spiel- oder Automatenparks sowie Modernisierungswellen die Nachfrage phasenweise bündeln. Gleichzeitig unterliegt JCM dem strukturellen Trend zur Automatisierung von Bargeldprozessen und zur Integration von Cash-Handling in digitale Systemarchitekturen.

Mission und strategische Leitlinien

Die Mission von Japan Cash Machine lässt sich als Bereitstellung sicherer, zuverlässiger und effizienter Bargeldverarbeitungstechnologie für regulierte Märkte beschreiben. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, die Integrität physischer Zahlungsprozesse zu gewährleisten und die Betriebskosten seiner Kunden durch Automatisierung zu senken. Dabei stehen Fälschungserkennung, Transaktionssicherheit, hohe Verfügbarkeit und die Integration in bestehende IT- und Compliance-Systeme im Vordergrund. Strategisch richtet sich JCM auf folgende Leitlinien aus:
  • Fokussierung auf Bargeld- und Ticketverarbeitung in sicherheitsrelevanten Einsatzbereichen mit hohen regulatorischen Anforderungen.
  • Stetige Weiterentwicklung der Sensorik und Algorithmen zur Banknoten- und Ticketvalidierung.
  • Vertiefung der Zusammenarbeit mit globalen OEM-Partnern im Glücksspiel-, Banken- und Transportsektor.
  • Selektive Expansion in wachstumsstärkere Regionen und Anwendungsmärkte, insbesondere im asiatisch-pazifischen Raum und in Nordamerika.
Diese Mission zielt auf eine Positionierung als verlässlicher Technologiepartner, weniger als breit diversifizierter Zahlungsdienstleister.

Produkte und Dienstleistungen

Japan Cash Machine bietet ein breites Spektrum an Geräten und Modulen entlang der Wertschöpfungskette des Cash-Handling an. Zu den wesentlichen Produktkategorien zählen:
  • Banknotenakzeptoren und -validatoren für Spielautomaten, Kioske, Geldautomaten und Self-Service-Terminals, mit integrierter Fälschungserkennung und Währungsunterstützung.
  • Banknoten-Recycler und -Dispenser, die Ein- und Auszahlungsprozesse in Automaten, Kassen und Ticketlösungen automatisieren und den Bargeldbestand optimieren.
  • Münzvalidierer und Münz-Dispenser für Verkaufsautomaten, Parkautomaten und Transportticketing.
  • Ticket- und Voucher-Systeme für Casinos und Lotterien, insbesondere TITO-Systeme (Ticket-In, Ticket-Out) an Spielautomaten.
  • Peripheriegeräte wie Controller, Schnittstellenmodule, Kommunikationsplatinen und Kassettensysteme zur Integration in OEM-Plattformen.
  • Serviceleistungen einschließlich Wartung, technischem Support, Firmware-Updates, Ersatzteilversorgung und Engineering-Unterstützung für OEM-Kunden.
JCM kombiniert Hardware mit Embedded-Software, um Fälschungserkennungsalgorithmen, Echtzeitdiagnostik und Schnittstellenstandards für verschiedene Host-Systeme umzusetzen. Der Serviceanteil stärkt Kundenbindung und Produktlebenszyklus, bleibt jedoch komplementär zum hardwaregetriebenen Kerngeschäft.

Business Units und Segmentstruktur

Japan Cash Machine berichtet seine Aktivitäten traditionell nach Anwendungsfeldern und geografischen Regionen. Die exakte interne Business-Unit-Struktur wird nur begrenzt offengelegt, doch lassen sich auf Basis öffentlich zugänglicher Informationen folgende Schwerpunkte identifizieren:
  • Gaming-Solutions: Komponenten für Spielautomaten, Casinokäfige, TITO-Systeme, Sportwetten-Terminals und Lotterieanwendungen.
  • Banking- und Financial-Solutions: Module für Geldautomaten, Cash-Recycler, Depot- und Kassenlösungen in Filialen, Cash-Management-Systeme für Finanzinstitute.
  • Retail- und Kiosk-Solutions: Cash-Handling für Selbstbedienungskassen, Self-Checkout, Ticketkioske, Verkaufsautomaten und Parksysteme.
  • Transport- und Ticketing-Solutions: Bargeld- und Ticketverarbeitung für öffentlichen Verkehr, Mautsysteme und Zutrittskontrollen.
Geografisch gliedert sich das Geschäft im Wesentlichen in Japan, übriges Asien-Pazifik, Nordamerika und Europa. Der Gaming-Bereich besitzt in Nordamerika und Asien traditionell eine hohe Bedeutung, während Bank- und Retail-Lösungen stärker in Japan und Europa verankert sind.

Alleinstellungsmerkmale und technologische Stärken

Die Alleinstellungsmerkmale von Japan Cash Machine liegen in der Kombination aus Spezialisierung auf Bargeldprozesse und langjähriger OEM-Erfahrung. Wichtige Differenzierungsfaktoren sind:
  • Tiefe Expertise in Banknoten- und Ticketvalidierung, einschließlich Erkennung von Fälschungen, Beschädigungen und Fremdkörpern.
  • Breite Währungsabdeckung und Anpassungsfähigkeit an nationale Sicherheitsmerkmale von Banknoten und Tickets.
  • Hohe Zuverlässigkeit und Lebensdauer der Komponenten unter Dauerlast in Casinoumgebungen, Verkaufsautomaten und stark frequentierten Transport-Hubs.
  • Integration in bestehende Plattformarchitekturen großer OEM-Kunden sowie langjährig etablierte Schnittstellenstandards.
  • Reputation als etablierter Lieferant in streng regulierten Märkten mit hohen Qualitäts- und Compliance-Anforderungen.
Im Gegensatz zu breit aufgestellten Payment-Konzernen fokussiert sich JCM auf das physische Bargeld und dessen sichere Einbindung in digitale Transaktionssysteme. Diese Spezialisierung ermöglicht eine vertiefte technologische Entwicklungstiefe, macht das Unternehmen aber abhängig von der Entwicklung der Bargeldnutzung in seinen Kernsegmenten.

Burggräben und strukturelle Wettbewerbsvorteile

Japan Cash Machine verfügt über mehrere potenzielle Moats, die den Marktzugang für Wettbewerber erschweren:
  • Technologische Eintrittsbarrieren: Die Entwicklung zuverlässiger Banknoten- und Ticketvalidatoren erfordert umfangreiche Datenbasis, Prüfverfahren, Algorithmen und laufende Anpassung an neue Sicherheitsmerkmale und Fälschungstechniken.
  • Regulatorische Anforderungen: Im Glücksspiel-, Bank- und Transportsektor gelten strikte Vorgaben hinsichtlich Fälschungssicherheit, Auditierbarkeit und Betriebssicherheit, die Zertifizierungsprozesse mit sich bringen und Lieferantenwechsel erschweren.
  • OEM-Integration und Lock-in-Effekte: JCM-Komponenten sind häufig tief in die Systemarchitekturen von Spielautomaten, Geldautomaten und Self-Service-Kiosken integriert. Ein Austausch bedeutet für OEMs nicht nur Hardware-, sondern auch Software- und Zulassungskosten.
  • Marken- und Reputationskapital: Langjährige Präsenz in Casinos und bei großen Finanz- und Transportinstituten stärkt das Vertrauen in Zuverlässigkeit und Support.
Diese Burggräben sind jedoch nicht unüberwindbar. Preisdruck durch Wettbewerber, technologische Sprünge (z. B. verstärkte Kartenzahlung oder Mobile Payment) und veränderte regulatorische Rahmenbedingungen können die Schutzwirkung schrittweise mindern.

Wettbewerbsumfeld und Vergleichsunternehmen

Japan Cash Machine konkurriert mit einer Reihe internationaler Anbieter von Cash-Handling- und Payment-Lösungen. Zu den relevanten Wettbewerbern zählen je nach Segment:
  • Hersteller von Banknoten- und Münzautomaten wie z. B. global aktive Konzerne im Cash-Management- und Automatenbereich.
  • Internationale Anbieter von Cash-Recycling-Systemen und Retail-Cash-Management-Lösungen.
  • Spezialisierte Gaming-Zulieferer, die Banknotenakzeptoren, Ticketing-Module und Bezahllösungen für Casinos und Wettbüros bereitstellen.
  • Technologieunternehmen, die bargeldlose Zahlungssysteme und digitale Wallets forcieren und damit den Bedarf an physischem Cash-Handling strukturell dämpfen.
Das Wettbewerbsumfeld ist oligopolistisch geprägt, mit wenigen großen, global tätigen Anbietern und mehreren regionalen Spezialisten. JCM positioniert sich eher als fokussierter Technologielieferant als als umfassender Finanzinfrastrukturkonzern. Die Wettbewerbssituation ist durch Preisdruck, Innovationsgeschwindigkeit und den Trend zur Substitution von Bargeld gekennzeichnet.

Management, Corporate Governance und Strategie

Das Management von Japan Cash Machine ist traditionell japanisch geprägt, mit Fokus auf langfristige Kundenbeziehungen, Produktqualität und graduelle Innovation statt aggressivem Wachstum. Die Unternehmensführung folgt einem eher konservativen Ansatz, der auf nachhaltige Marktpositionierung, technologische Kontinuität und Stabilität der Lieferketten abzielt. Strategische Stoßrichtungen, die aus öffentlichen Unternehmensinformationen und Marktbeobachtungen ableitbar sind, umfassen:
  • Stärkung der Position in der globalen Gaming-Industrie durch technologisch verbesserte Banknoten- und Ticketlösungen.
  • Ausbau von Cash-Management-Lösungen im Einzelhandel und im öffentlichen Personenverkehr, insbesondere in Märkten mit stabiler Bargeldnutzung.
  • Fortlaufende Effizienzsteigerungen in Produktion und Supply Chain, um die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber preisaggressiven Anbietern zu sichern.
  • Selektive Internationalisierung, ohne den Charakter eines stark technisch fokussierten Nischenanbieters aufzugeben.
Ein konservativer Anleger sollte berücksichtigen, dass die Transparenz japanischer Small- und Mid-Caps im internationalen Vergleich teilweise begrenzt ist, insbesondere hinsichtlich detaillierter Segmentberichterstattung, Kapitalallokation und mittelfristiger Managementziele.

Branche, Regionen und Marktdynamik

Japan Cash Machine operiert an der Schnittstelle mehrerer Branchen: Glücksspielindustrie, Finanzinfrastruktur, Einzelhandelstechnologie, Transportticketing und Automatenwirtschaft. Die regionale Schwerpunktlage verteilt sich auf Japan, den asiatisch-pazifischen Raum, Nordamerika und Europa. Branchenspezifische Entwicklungen wirken direkt auf die Nachfrage nach JCM-Produkten:
  • In der Gaming-Industrie bestimmen Regulierung, Konzessionsvergaben, Casinoneubauten und Modernisierungszyklen die Investitionsbereitschaft. Insbesondere in Nordamerika und Asien bleibt der Markt von zyklischen Investitionswellen geprägt.
  • Im Banken- und Geldautomatenmarkt setzt sich der Rückbau von Filialnetzen und ATMs in einigen Industrieländern fort, während sich in Schwellenländern Bargeld weiterhin großer Bedeutung erfreut.
  • Im Einzelhandel nimmt die Verbreitung von Self-Checkout-Systemen und automatisierten Kassen zu, parallel zum weiteren Aufstieg bargeldloser Zahlungsmittel.
  • Im öffentlichen Verkehr differenziert sich die Entwicklung: Während einige Märkte verstärkt auf kontaktlose Karten und mobile Tickets umstellen, behalten andere Bargeld- und Papier-Tickets als dominanten Kanal bei.
Regional spielen demografische Strukturen, Konsumverhalten und regulatorische Vorgaben eine wichtige Rolle. Japan und Teile Asiens weisen weiterhin eine vergleichsweise hohe Bargeldquote auf, während in Nordeuropa und zunehmend auch in Nordamerika digitale Zahlungen dominieren. Diese Divergenz erhöht die regionale Abhängigkeit der Nachfrage nach Cash-Handling-Systemen.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Japan Cash Machine wurde in Japan als Hersteller mechanischer und später elektromechanischer Komponenten für Bargeldverarbeitung und Automaten gegründet und hat sich im Laufe mehrerer Jahrzehnte zu einem spezialisierten Anbieter für Banknotenvalidierung und Cash-Handling-Technologie entwickelt. Das Unternehmen nutzte früh den Aufschwung der Spielautomaten- und Casinobranche, zunächst in Japan und danach international, um sich als Lieferant von Banknotenakzeptoren und Ticketlösungen zu etablieren. Parallel dazu erfolgte der Einstieg in den Markt für Geldautomatenkomponenten und Retail-Cash-Management-Systeme. Im Zuge der Globalisierung baute JCM schrittweise Vertriebs- und Serviceniederlassungen in Nordamerika, Europa und Asien aus und schloss OEM-Partnerschaften mit internationalen Automaten- und Gamingherstellern. Die Unternehmensgeschichte ist dabei weniger von spektakulären Großakquisitionen als von inkrementellen Produktinnovationen, technologischer Verfeinerung und internationaler Expansion geprägt.

Sonstige Besonderheiten und strukturelle Faktoren

Japan Cash Machine weist einige Besonderheiten auf, die für langfristig orientierte Investoren relevant sind:
  • Das Unternehmen ist tief in regulierten und reputationssensiblen Branchen verankert, was den Fokus auf Qualität und Compliance verstärkt.
  • Die Produktpalette ist stark hardwarezentriert, was Zyklen, Lagerhaltung und Investitionsbudgets der Kunden stärker in den Vordergrund rückt als bei rein digitalen Payment-Anbietern.
  • Der Konzern profitiert von Märkten mit hoher Bargeldnutzung, ist aber zugleich dem strukturellen Druck durch Digitalisierung und bargeldlose Bezahlsysteme ausgesetzt.
  • Währungseinflüsse, insbesondere Wechselkurse des japanischen Yen gegenüber US-Dollar und Euro, können die Wettbewerbsfähigkeit und die berichteten Ergebnisse beeinflussen.
  • Als japanisches Industrieunternehmen ist JCM in ein Umfeld eingebettet, in dem Corporate-Governance-Standards und Aktionärsorientierung sich in den letzten Jahren zwar verbessert haben, aber weiterhin länderspezifische Besonderheiten aufweisen.
Diese Faktoren formen das Risiko- und Chancenprofil jenseits reiner Produkt- und Marktaspekte.

Chancen und Risiken für konservative Anleger

Aus Sicht eines konservativen Anlegers bietet Japan Cash Machine ein spezifisches, aber nicht risikofreies Profil. Auf der Chancenseite stehen:
  • Langjährige Positionierung in Nischenmärkten mit hohen technischen Anforderungen und Eintrittsbarrieren.
  • Stabile Kundenbeziehungen zu OEMs im Gaming-, Banking- und Retailbereich und wiederkehrender Bedarf an Ersatzteilen und Modernisierungen.
  • Potenzial durch Automatisierung von Bargeldprozessen in Märkten, in denen Cash weiterhin dominiert oder regulatorisch abgesichert bleibt.
  • Mögliche positive Effekte aus dem Ausbau der Glücksspielindustrie und aus Infrastrukturinvestitionen in Verkehr und Self-Service-Terminals.
Demgegenüber bestehen wesentliche Risiken:
  • Struktureller Rückgang der Bargeldnutzung in vielen entwickelten Volkswirtschaften, was mittelfristig den adressierbaren Markt für Cash-Handling-Systeme begrenzen kann.
  • Abhängigkeit von Investitionszyklen in der Gaming- und Automatenbranche, die stark konjunktur- und regulierungsabhängig sind.
  • Intensiver Wettbewerb durch andere Cash-Handling-Spezialisten und durch Anbieter bargeldloser Bezahlsysteme, die alternative Infrastrukturmodelle forcieren.
  • Währungsrisiken und potenziell begrenzte Transparenz bei einem japanischen Industrieunternehmen mittlerer Größenordnung.
  • Technologische Disruptionen, falls neue Sicherheits- oder Ticketingstandards entstehen, auf die JCM verzögert reagiert.
Für einen konservativen Anleger ist Japan Cash Machine daher primär als spezifischer Wert in einem engen Industriesegment zu sehen, dessen Perspektiven eng mit der künftigen Rolle von Bargeld und der Investitionsbereitschaft regulierter Sektoren verknüpft sind. Eine Beurteilung erfordert neben der Betrachtung von Geschäftsmodell und Markttrends insbesondere eine sorgfältige Analyse der Unternehmensqualität, der Kapitaldisziplin und der langfristigen Strategieumsetzung, ohne dass daraus eine Anlageempfehlung abgeleitet werden soll.
Stand: März 2026
Hinweis

Japan Cash Machine Prognose 2026: Einstufung & Empfehlung von Analysten

Japan Cash Machine Kursziel 2026

  • Die Japan Cash Machine Kurs Performance für 2026 liegt bei -7,27%.

Stammdaten

Streubesitz 61,04%
Land Japan
Sektor Industrie
Branche Kommerzielle Dienstleistungen u. Verbrauchsmaterialien
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+38,96% Weitere
+61,04% Streubesitz

Community-Beiträge zu Japan Cash Machine

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badeschaum007
Kirschblüte und Strahlungsangst
Die deutschen Freunde sagen: Versprich, dass du nicht nach Japan fährst. Von dort heißt es: Hier herrscht keine Panik, das Trinkwasser ist sauber, die Züge fahren pünktlich. Unser Autor ist gefahren. Ein Familienbesuch in Japan. Wir schwitzen, uns steht das Wasser bis zum Hals, 42 Grad heiß, direkt aus dem Vulkangestein. Im März bebte im Norden die Erde, riss der Tsunami Menschen, Fabriken und Züge mit. Jetzt sitze ich mit meinem japanischen Halbbruder in einem Bad auf der Insel Shikoku, neben uns lachen die Handwerker. Im Fernsehen wird eine Popsängerin interviewt. Man kann sich die Frage eines Johannes B. Kerner vorstellen: „Als Sie die Bilder aus Fukushima gesehen haben – was haben Sie da gespürt?“ Der Moderator erwähnt das Thema mit keinem Wort. „Das passt nicht in eine Unterhaltungssendung“, erklärt mir mein Bruder. Meine Freunde in Deutschland bedrängten mich: Versprich mir, dass du nicht nach Japan fährst. Du liest die Nachrichten. Was muss noch passieren, damit du den Flug stornierst? Mein Vater schrieb: Hier herrscht keine Panik, das Trinkwasser ist sauber, die Züge fahren pünktlich. 1994 war ich zum ersten Mal in Japan gewesen. Mein Vater renovierte gerade ein traditionelles Holzhaus im Norden Osakas. Bald nach meinem Besuch kam das Erdbeben von Kobe, und die Arbeit meines Vaters knickte zusammen wie Streichhölzer. Nun war ich für ein Musikfestival in Südkorea und hatte den Rückflug über Tokio gebucht. Das Eröffnungskonzert wäre fast geplatzt, weil das Salzburger Mozarteum-Orchester in letzter Minute nicht ins Flugzeug stieg: Strahlungsangst. Mit der kurzfristigen Entscheidung hatte es gleich noch den Ersatz ausgebootet: Die Philharmoniker von Sendai standen im Vorfeld bereit. So wollte ich nicht sein. Ich wollte so besonnen sein wie die Japaner. Die ersten Japaner, die ich im Schlafraum der Fähre von Pusan nach Shimonoseki treffe, sind bekiffte Rastafaris. Sie haben in Korea Konzerte gegen Atomkraft gegeben. Sie erklären mir, das kapitalistische Babylon töte gezielt Vertreter regenerativer Energien. Sie halten mir auf dem Smartphone eine Karte des Deutschen Wetterdienstes unter die Nase, derzufolge der Wind die Strahlung aus Fukushima über ganz Japan trägt. Na toll, denke ich, als ich mit wackligen Beinen vom Schiff steige. Es ist der Tag, an dem die Japaner zu ahnen beginnen, dass der Rest der Welt besser informiert ist als sie. Mein Bruder wartet in Hiroshima auf mich. Eine ruhige Großstadt im Frühlingslicht, Picknicker sitzen unter den Kirschblüten am Ota-Fluss, in den am 6. August 1945 die Opfer gesprungen waren, um ihre Verbrennungen zu kühlen. Die Kirschblüte: Ende März beginnt sie im Süden auf Kyushu und zieht dann als üppiges weißrosa Band über Kyoto, Tokio und Sendai bis hoch nach Hokkaido. Nach zehn Tagen sind die Blüten abgefallen. „Wie die weißen Kirschblüten / Die ein Windstoß zum Himmel trägt / So werden die Helden / In den Wolken emporsteigen“, sangen die Witwen im Zweiten Weltkrieg. Überall lagern Gruppen zum Hanami, dem traditionellen Kirschblütenfest, unter den Bäumen, in den Parks von Kyoto, auf dem Burgberg in Matsuyama, wo das Dogo Onsen steht, das älteste heiße Bad Japans. Bald gibt es weniger Fisch Es ist die schönste Zeit des Jahres. Es ist die Zeit der schlimmsten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg. Lautsprecherwagen machen Werbung für die Kommunalwahlen. „Es wird jetzt bald weniger Fisch geben“, sagt mein Bruder, während wir im Schneidersitz über Thunfisch, Garnelen und Aal sitzen. Er lacht mich aus dafür, dass ich mir wegen möglicher Strahlung Sorgen um unsere Zeugungsfähigkeit gemacht habe. Der große Bruder schnorrt dem kleinen die Zigaretten weg, die letzten Vorräte aus den Tabakfabriken in Sendai. Mein Bruder ist 18, er macht nächstes Jahr Abitur. Er hat zwei Pässe und muss sich entscheiden, welchen er behält. Er ging auch schon in Deutschland zur Schule. Seine Gastmutter stellte ihm Fragen wie: „Sag mal, wie denkst du über Walfang?“ Die Schweigsamkeit des Jungen, der in den ruppigen Gesprächen beim Abendessen unterging, beunruhigte sie. „Also wenn was über Walfang im Fernsehen kommt“, sagte die Gastmutter, und ich stelle mir vor, wie sie dabei an ihrem Wurstbrot kaut, „kann ich gar nicht hinschauen, so furchtbar ist das.“ Der deutsche Blick auf die Fremde: Man reduziert sein Gegenüber auf den Japaner, konstruiert so viele Unterschiede wie möglich. Dann arbeitet man sich an diesen Unterschieden ab. Die Gastmutter hätte auch sagen können: „Ich bin moralisch so überlegen, dass ich gar nicht in der Lage bin, mich mit so grässlichen Dingen zu beschäftigen.“ Manchmal kann man den Eindruck gewinnen, dass Deutsche im Rest der Menschheit lauter verhinderte Deutsche sehen, die von seltsamen Bräuchen davon abgehalten werden, sich normal zu verhalten. Warum weinen die Opfer nicht? Warum gehen sie nicht demonstrieren? Warum sind sie nicht längst in unseren großzügig angebotenen Wohnungen? Wir sitzen über einem dampfenden Nabe-Eintopf, da zeigt mein Bruder auf den Fernseher hinter mir: „Ein Erdbeben.“ Gerade läuft „Da Vinci Code 2“, darüber kündet eine Meldung von einem Nachbeben bei Sendai. „Das ist normal“, sagt mein Bruder. Erst vor zwei Tagen wurden vor der Küste von Sendai wieder 7,1 gemessen. Jeden Moment könnte mit einem neuen Beben die Situation in Fukushima eskalieren. Doch mein Bruder und ich machen Urlaub. Wir sehen den goldüberzogenen Kinkaku-Tempel in Kyoto. Wir sehen die aus Schlingpflanzenranken geflochtene Kazurabashi-Hängebrücke auf Shikoku. Wir dampfen in einer schwefelhaltigen Quelle im versteckten Iya-Tal. Fukushima ist ein Scheinriese Ich frage meinen Bruder, ob er sich an den Scheinriesen aus „Jim Knopf“ erinnert. Aus der Ferne wirkt er groß, doch je näher man ihm kommt, desto kleiner wird er. Der Scheinriese steht am Ende der Welt und rät Jim Knopf und dem Lokomotivführer von der Weiterreise ab. Die hören nicht auf ihn. Fukushima ist ein Scheinriese. Nie war ich in den letzten Wochen weiter weg von der Katastrophe als jetzt, wo ich ihr am nächsten bin. Was soll man tun, wenn man betroffen ist? Man räumt auf. Man spart Wasser. Man spart Strom. Vielleicht sieht man aus der Ferne mehr. Doch unser Entsetzen, unsere Empörung, der Alarmton, der glauben lässt, ganz Japan sei bald nukleare Wüste: Das ist auch ein Luxus derer, die es sich leisten können. Natürlich sind die Folgen des Bebens allgegenwärtig. In den Militärkolonnen, die nach Norden fahren. Im gedämpften Ton beim Kirschblütenpicknick. In Spendenaufrufen. In den Wunschzetteln, die neben dem Karpfenteich der Shogun-Residenz in Kyoto an einen großen Papierkarpfen geheftet sind. Aber die Atomapokalypse ist eine deutsche Fantasie. Sie hat ihren Ursprung und ihren Sinn bei den Betrachtern, weniger bei den Betroffenen. „Panik hilft niemandem“, erklärt mir mein Bruder, während wir in der Sauna schwitzen. „Wir konzentrieren uns auf das, was wir tun können“. Ich freue mich, dass er „wir“ sagt, dass mein Bruder in dem Moment weiß, dass er Japaner ist. „Ich habe mich ein bisschen gewundert, dass du gerade jetzt nach Japan kommst“, sagt die Mutter meines Bruders am Ende der Reise. „Ich habe nach dem Erdbeben als Erstes die deutschen Reisepässe der Kinder geprüft. Sie liegen immer bereit.“ Plötzlich sehe ich uns mit dem deutschen Blick in Japan stehen, 15000 Menschen sind gestorben und 562 Kilometer neben uns schwelt ein Atomkraftwerk. Seit ich zurück bin, lese ich wieder täglich die Nachrichten aus Fukushima. http://www.tagesspiegel.de/kultur/kirschbluete-und-strahlungsangst/4148708.html
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Häufig gestellte Fragen zur Japan Cash Machine Aktie und zum Japan Cash Machine Kurs

Der aktuelle Kurs der Japan Cash Machine Aktie liegt bei 5,15 €.

Für 1.000€ kann man sich 194,17 Japan Cash Machine Aktien kaufen.

Die 1 Monats-Performance der Japan Cash Machine Aktie beträgt aktuell -9,73%.

Die 1 Jahres-Performance der Japan Cash Machine Aktie beträgt aktuell -15,00%.

Der Aktienkurs der Japan Cash Machine Aktie liegt aktuell bei 5,15 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von -9,73% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Japan Cash Machine eine Wertentwicklung von -7,27% aus und über 6 Monate sind es -8,93%.

Das 52-Wochen-Hoch der Japan Cash Machine Aktie liegt bei 6,75 €.

Das 52-Wochen-Tief der Japan Cash Machine Aktie liegt bei 5,10 €.

Das Allzeithoch von Japan Cash Machine liegt bei 24,31 €.

Das Allzeittief von Japan Cash Machine liegt bei 3,84 €.

Die Volatilität der Japan Cash Machine Aktie liegt derzeit bei 37,40%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Japan Cash Machine in letzter Zeit schwankte.

Insgesamt sind 27,1 Mio Japan Cash Machine Aktien im Umlauf.

Am 26.01.2005 gab es einen Split im Verhältnis 1:1.5.

Am 26.01.2005 gab es einen Split im Verhältnis 1:1.5.

Japan Cash Machine hat seinen Hauptsitz in Japan.

Japan Cash Machine gehört zum Sektor Kommerzielle Dienstleistungen u. Verbrauchsmaterialien.

Das KGV der Japan Cash Machine Aktie beträgt 7,08.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Japan Cash Machine betrug 37,82 Mrd JPY.

Ja, Japan Cash Machine zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 30.03.2026 eine Dividende in Höhe von 20,00 ¥ (0,11 €) gezahlt.

Zuletzt hat Japan Cash Machine am 30.03.2026 eine Dividende in Höhe von 20,00 ¥ (0,11 €) gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 0,00%. Die Dividende wird halbjährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Japan Cash Machine wurde am 30.03.2026 in Höhe von 20,00 ¥ (0,11 €) je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 0,00%.

Die Dividende wird halbjährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 30.03.2026. Es wurde eine Dividende in Höhe von 20,00 ¥ (0,11 €) gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.