Novo Nordisk: Das sieht jetzt gar nicht mal so schlecht aus!
Max Gross
Max Gross
Max Gross verfügt über langjährige Börsenerfahrung, davon fünf Jahre als Redakteur bei einem der führenden Anlegermagazine Deutschlands. Für ARIVA.DE bereitet er Markt- und Unternehmensentwicklungen fundiert, praxisnah und mit klarem Fokus auf Anlageentscheidungen auf. Sein Schwerpunkt liegt auf US-Aktien, Dividendenwerten und Value-Titeln. Ziel seiner Arbeit ist es, Anlegerinnen und Anlegern relevante Informationen, konkrete Investmentideen und belastbare Impulse für den langfristigen Vermögensaufbau zu liefern. Dafür setzt er auf die Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse.
Die Aktie von Novo Nordisk handelte in den vergangenen Wochen unauffällig. Geschadet hat ihr das nicht, wie ein erfolgreicher Test der 50-Tage-Linie zeigt.
Für dich zusammengefasst:
Novo Nordisk hat seit Jahresbeginn 13 Prozent verloren.
Die Aktie erholte sich nach Mehrjahrestiefs im Frühjahr.
Technische Indikatoren signalisieren einen Aufwärtrend.
Novo Nordisk schaut dem Markt noch immer hinterher ...
Nach einem turbulent verlaufenen Jahresauftakt mit neuen Mehrjahrestiefs und einer anschließenden Bodenbildung ist es in den vergangenen Wochen um die Aktie von Novo Nordisk still geworden. Einerseits fehlten dadurch Impulse zur Oberseite, andererseits blieben Anlegerinnen und Anlegern neue Enttäuschungen erspart.
Gegenüber dem Jahresauftakt handeln die Anteile der Dänen mit Verlusten von rund 13 Prozent. Verglichen mit dem Stand vor einem Jahr steht ein Minus von etwa 45 Prozent zu Buche. Das spiegelt das vorläufige Ende der Wachstumsstory und die rückläufigen Erlöse und Erträge angesichts des Preiskampfes um Marktanteile bei Abnehmpräparaten sowie die Erschwernisse durch Handelshemmnisse wider.
Für einen Neueinstieg sind die Anteile gegenwärtig nicht empfehlenswert, dafür fehlt es schlicht an absehbaren Katalysatoren, welche die Kursentwicklung befeuern könnten. Wer bereits investiert ist, darf mit dem Blick auf den Chart der Aktie jedoch aufatmen:
Erholungstrend nach Mehrjahrestiefs
Übergeordnet handelt die Novo-Nordisk-Aktie unverändert in einem inzwischen mehrjährigen Abwärtstrend. Die neuen, im Februar und März markierten Mehrjahrestiefs blieben jedoch folgenlos, da es begünstigt durch erste bullishe Divergenzen in den technischen Indikatoren RSI und MACD zu einem Doppelboden gekommen war.
Die hiervon ausgehende Erholung brachte der Aktie mit dem Anstieg über die 50-Tage-Linie ein erstes prozyklisches Kaufsignal ein. Mit dem Vorzeichenwechsel im Trendstärkeindikator MACD konnte außerdem ein weiteres Kaufsignal und ein Indiz für einen kurzfristigen Aufwärtstrend geliefert werden.
Wichtige Unterstützung erfolgreich getestet
Zuletzt konsolidierte Novo Nordisk zwar seitwärts, nachdem ein Ausbruchsversuch über 300 Dänische Kronen (DKK; 40,14 Euro) gescheitert war, doch die für Anlegerinnen und Anleger gute Nachricht ist, dass der darauf erfolgte Rücksetzer zu einem erfolgreichen Test sowohl der 50-Tage- als auch der Aufwärtstrendlinie führte.
Damit liegt ein weiteres Indiz für einen intakten und andauernden Erholungstrend vor. Diese These wird gestützt durch den MACD, der trotz der jüngsten Konsolidierung der Aktie oberhalb der Nulllinie verblieben ist und ebenso wie der RSI seinen Aufwärtstrend behaupten konnte. Der Anstieg der technischen Indikatoren gepaart mit der Erholung der Aktie von ihren Mehrjahrestiefs spricht für die Nachhaltigkeit des aktuellen Erholungstrends.
Damit dürfte Novo Nordisk bereits in Kürze vor einem weiteren Ausbruchsversuch über 300 DKK stehen, infolgedessen auch die 200-Tage-Linie attackiert werden könnte. Der Sprung darüber würde das übergeordnete Chartbild weiter deutlich aufhellen. Um dieses Szenario nicht zu gefährden, sollte die Aktie jedoch nicht nachhaltig unter etwa 273 DKK (36,53 Euro) fallen, wo die Kombination aus Aufwärtstrend- und 50-Tage-Linie verläuft.
Fazit: Moderate Gewinn zu erwarten, aber kein Einstieg gerechtfertigt
Mit Blick auf die Unternehmensbewertung steht für 2026 ein KGVe von 12,7 und für 2027 von 13,6 zu Buche. Das spiegelt die Erwartung sinkender Gewinne wider und zeigt, warum die Aktie zumindest für einen Neueinstieg derzeit nicht interessant ist.
Auf der einen Seite gibt es aus der Branche entweder Werte wie Pfizer, die ein noch geringeres KGV und gleichzeitig ein höhere Dividendenrendite (6,6 Prozent) bieten. Auf der anderen Seite gibt es Werte mit geringfügig höherem KGV (15,8) mit aber deutlich dynamischerem Wachstum wie Amgen.
Wer bereits investiert ist, kann das mit Blick auf die technischen Verbesserungen und die Dividende von knapp 4 Prozent bleiben. Wer den Kauf erwägt, sollte entweder noch einmal niedrigere Kurse oder einen prozyklischen Anstieg über die 200-Tage-Linie abwarten.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB567L8
, DE000NB6HYT3
, DE000NB6WC34
, DE000NB5EUQ6
, DE000NB5EUL7
, DE000NB6NXA3
. Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.