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Infineon-Aktie: Das sieht jetzt schwer nach dem Ende der Rallye aus!

Gemeinsam mit anderen Halbleiterwerten hat sich die Infineon-Aktie in den vergangenen Wochen stark verteuert. Doch jetzt deutet alles auf einen Pullback hin.
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Der Konzern stellt unter anderem Computerchips her (Symbolbild).
Quelle: - pixabay.com
Infineon AG 65,17 € Infineon AG Chart -4,26%
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Der heißeste Zock 2026: Halbleiterwerte!

Halbleiteraktien waren in diesem Börsenjahr der bislang mit Abstand erfolgreichste Trade. Trotz der scharfen Korrektur während des bisherigen Höhepunktes des Iran-Krieges handelt der Branchenindex Philadelphia Semiconductor gegenüber dem Jahresauftakt mit einem Plus von 70,5 Prozent. Neben Speicherchipherstellern wie Micron, SanDisk und Samsung sorgten zuletzt vor allem AMD, Intel und Qualcomm für viel Aufmerksamkeit.

Der KI-bedingte Boom ist auch am deutschen Halbleiterprimus Infineon (Infineon Aktie) nicht spurlos vorübergegangen. Mit einem Plus von rund 73 Prozent ist das Papier innerhalb des deutschen Leitindex DAX in diesem Jahr das erfolgreichste. Im Vergleich zum Stand vor einem Jahr müssen sich die Neubiberger nur Siemens Energy geschlagen geben.

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Doch im Chart mehren sich die Warnsignale: Das Papier ist viel zu heiß gelaufen! Droht jetzt eine scharfe Korrektur – und wenn ja, wie tief kann es gehen?

Infineon gelingt Ausbruch aus mehrjähriger Seitwärtskonsolidierung

Nach einer mehrjährigen Seitwärtsphase – die weltweit schwache Automobilkonjunktur hemmte die Geschäftsentwicklung von Infineon – konnte die Aktie zum Jahresauftakt aus ihrer Range ausbrechen und über die Mehrjahreshochs von 40 Euro klettern.

Dadurch kam es nicht nur zu einem Kaufsignal, sondern auch zu einer Anschlussrallye, begleitet von einer Trendbeschleunigung, welche durch den Trendstärkeindikator MACD begleitet und bestätigt wurde. Mit dessen Hilfe konnte neben der Seitwärtsrange zuletzt auch der seit dem April letzten Jahres geltende Aufwärtstrendkanal verlassen werden.

Aktie nach Trendbeschleunigung stark überkauft

In den vergangenen Wochen ist nach einer weiteren Trendbeschleunigung so zu einem parabolischen Anstieg gekommen. Dieser hat die Aktie technisch allerdings heiß laufen lassen, wie der Relative-Stärke-Index (RSI) anzeigt. Dieser war zuletzt auf bis zu 80 Punkte geklettert, was stark überkaufte Zustände anzeigt. Dabei besteht das Problem nicht nur auf Tages-, sondern auch auf Wochenkursbasis, denn hier liegt der RSI mit fast 81 Punkten sogar noch höher.

Vergleichbare Niveaus wurden zuletzt im Januar 2021 und im Oktober 2017 verzeichnet. In beiden Fällen konnte sich die Aktie mittelfristig zwar noch einmal steigern, kurzfristig kam es aber zu empfindlichen Gewinnmitnahmen. Dieses Szenario könnte sich jetzt wiederholen, nachdem es im RSI zu einer Top-Bildung gekommen ist und damit bearishe Divergenzen vorliegen. Die jüngsten Allzeithochs waren damit technisch nicht bestätigt, womit eine Trendwende oder zumindest ein Pullback immer wahrscheinlich wird.

Verluste von 30 Prozent und mehr zu erwarten

Das Abwärtspotenzial ist nach dem jüngsten Höhenflug beträchtlich. Ein Test des Ausbruchs aus dem Aufwärtstrendkanal wäre nicht überraschend und würde eine Korrektur bis in den Bereich um 50 Euro bedeuten. Sollte es zu einer größeren Gesamtmarktkorrektur kommen gerade im Halbleitersegment kommen, könnten die Verkäuferinnen und Verkäufer auch den Ausbruch über 40 Euro noch einmal auf die Probe stellen.

Spätestens hier dürfte jedoch eine Einstiegschance vorliegen, da sich das Gesamtbild übergeordnet stark verbessert hat und die Kursentwicklung fundamental durch eine Margen- und Gewinnexpansion getragen wird. Während für bereits investierte Anlegerinnen und Anleger die kurzfristigen Abwärtschancen überwiegen, könnte eine überfällige Korrektur für alle anderen eine attraktive Chance schaffen.

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Der Kupfer-​Recycler und Metallhändler Aurubis (Aurubis Aktie) profitiert von der anhaltenden Rohstoffrallye und kann seine Geschäfte erheblich verbessern.

Fazit: Auch die Bewertung verlangt nach einer Korrektur

Auch mit Blick auf die Unternehmensbewertung würde Infineon von einer Rallyepause profitieren. Für 2026 ist der Konzern bereits mit rund dem 54-Fachen seiner erwarteten Gewinne bewertet. Das liegt deutlich über dem ohnehin nicht günstigen 10-Jahres-Mittel von 33,4. Auch für 2027 ist für Infineon bereits ein KGVe von 31,3 veranschlagt – selbst nach dem jüngsten Kursanstieg handelt sogar Nvidia (Nvidia Aktie) zu einem niedrigeren Gewinnvielfachen, obwohl das Unternehmen über die stärkere Produktpipeline verfügt.

Gemeinsam mit der überhitzten Aktie deuten die Fundamentaldaten nicht nur auf ein (vorläufiges) Ende der Rallye hin, sondern legen auch Gewinnmitnahmen nahe. Wer einsteigen möchte, sollte Infineon für eine Korrektur mehrere Wochen einräumen und mit Blick auf die Bewertung nicht den erstbesten Dip kaufen.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


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