- Hugo Boss rechnet mit Umsatz an unterem Ende der Spanne.
- Umsatz sank im dritten Quartal um vier Prozent.
- Die Bruttomarge stieg um einen Prozentpunkt auf 61,2%
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So sei die pessimistischere Umsatzprognose alleine auf Währungsbelastungen zurückzuführen, erläuterte Finanzvorstand Yves Müller in einer Telefonkonferenz. Hugo Boss rechnet aktuell mit Erlösen von 4,2 bis 4,4 Milliarden Euro sowie einem Ergebnis (Ebit) von 380 bis 440 Millionen Euro.
Im dritten Quartal sank der Umsatz im Jahresvergleich um vier Prozent auf 989 Millionen Euro, währungsbereinigt verzeichnete Hugo Boss ein Minus von einem Prozent. Der Rückgang sei nicht das, "was wir uns vorgestellt haben", sagte Müller. Er verwies etwa auf eine schwache Nachfrage in Großbritannien und China, die nicht durch höhere Verkäufe andernorts ausgeglichen werden konnte.
Zudem habe der Großhandel weniger Ware abgerufen als ursprünglich vorgesehen. Diese Verschiebung habe sich zu Beginn des vierten Quartals jedoch wieder normalisiert, sagte der Finanzvorstand. Er sprach von einem "recht guten Start" in die letzten drei Monate des Jahres.
Insgesamt gingen die Erlöse in der europäischen Region sowie in Asien/Pazifik währungsbereinigt zurück, dagegen konnte der Konzern auf dieser Basis in Amerika zulegen - dank eines moderaten Umsatzanstieges im US-Markt sowie zweistelligen Wachstumsraten in Lateinamerika. Positiv habe sich das Digitalgeschäft entwickelt, erklärte Vorstandsvorsitzender Daniel Grieder.
Das laufende Effizienzprogramm schlug sich positiv auf die Bruttomarge nieder - diese legte um einen Prozentpunkt auf 61,2 Prozent zu. So wirkte sich eine verbesserte Beschaffung positiv aus.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) blieb mit 95 Millionen Euro stabil. Unter dem Strich verdiente Hugo Boss dank eines verbesserten Finanzergebnisses mit 60 Millionen Euro sieben Prozent mehr als im Vorjahr.
Die angestoßenen Maßnahmen in Beschaffung, Vertrieb und Verwaltung sollen auch die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im vierten Quartal stützen, hieß es vom Konzern weiter. Für den 3. Dezember kündigte Hugo Boss einen Investorentag an, bei dem das Management ein Update zu seiner Strategie geben will.
Die im MDax
JPMorgan-Analystin Chiara Battistini wie auch Manjari Dhar von der kanadischen Bank RBC verwiesen auf den leicht unter den Erwartungen liegenden Umsatz. Dass Hugo Boss nun allgemein etwas vorsichtiger auf das laufende Jahr blickt, sieht Battistini jedoch als bereits eingepreist an. Sie erkennt daher eher Positives in den Zahlen, etwa die gestiegene Bruttomarge. Die Betriebskosten seien weiterhin niedrig geblieben. Auch Dhar hob die Kostenkontrolle positiv hervor./nas/tav/mis/he
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