Anzeige
Meldung des Tages: Während Washington Kupfer strategisch erklärt, schärft diese Aktie ihr Modell

Hella GmbH+Co KgaA

Aktie
WKN:  A13SX2 ISIN:  DE000A13SX22 US-Symbol:  HLKHF Branche:  Kraftfahrzeugkomponenten Land:  Deutschland
81,90 €
+0,60 €
+0,74%
12:06:36 Uhr
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
9,06 Mrd. €
Streubesitz
1,92%
KGV
27,51
Dividende
0,95 EUR
Dividendenrendite
1,16%
Nachhaltigkeits-Score
65 %
Hella GmbH+Co Aktie Chart

Hella GmbH+Co Unternehmensbeschreibung

Hella GmbH & Co. KGaA, seit 2022 Teil der börsennotierten Forvia-Gruppe (vormals Faurecia), ist ein global ausgerichteter Automobilzulieferer mit Fokus auf Lichttechnik, Elektronik und Aftermarket-Lösungen. Das Unternehmen agiert als technologischer Kernanbieter für Fahrzeughersteller und als Systempartner für sicherheitsrelevante, energieeffiziente und vernetzte Fahrzeugfunktionen. Für institutionelle wie private Anleger ist Hella vor allem als Spezialist für hochentwickelte Automotive-Lösungen mit langfristigen OEM-Plattformzyklen interessant, eingebettet in den Konsolidierungstrend der Zulieferindustrie.

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell von Hella beruht auf der Entwicklung, Industrialisierung und Serienfertigung komplexer Licht- und Elektroniksysteme für die Automobilindustrie sowie auf einem ergänzenden Aftermarket- und Werkstattgeschäft. Wertschöpfung entsteht entlang des gesamten Produktlebenszyklus von der Vorentwicklung über das Co-Engineering mit OEMs bis hin zum globalen Serienanlauf und dem Ersatzteilgeschäft. Hella erzielt den überwiegenden Anteil seiner Umsätze im B2B-Geschäft mit internationalen Fahrzeugherstellern, wobei langjährige Entwicklungskooperationen, hohe Wechselkosten und mehrjährige Lieferverträge eine hohe Visibilität der Nachfrage sicherstellen. Der Kapitalbedarf ist aufgrund hoher F&E-Quoten und signifikanter Investitionen in Fertigungskapazitäten strukturell erhöht, wird jedoch durch Plattformlaufzeiten und modulare Produktarchitekturen teilweise amortisiert.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Hella ist auf die Entwicklung sicherer, effizienter und intelligenter Mobilität ausgerichtet. Im Vordergrund stehen Lösungen für bessere Fahrzeugsicherheit, reduzierte CO2-Emissionen, höhere Energieeffizienz sowie die Integration elektronischer Architekturen in zunehmend softwarezentrierte Fahrzeuge. Strategisch setzt Hella innerhalb der Forvia-Gruppe auf drei Stoßrichtungen: erstens technologische Führerschaft bei Lichtsystemen und -elektronik, zweitens Ausbau der Kompetenzen in Elektronik für Elektrifizierung und Fahrerassistenzsysteme, drittens Stärkung von Aftermarket- und Werkstattausrüstung als weniger zyklischer Ertragspfeiler. Die Mission reflektiert den Anspruch, als Systemlieferant nicht nur Komponenten, sondern integrierte Lösungen für die Transformation der Automobilbranche zu bieten.

Produkte und Dienstleistungen

Hella bietet ein breites Portfolio an Produkten und Dienstleistungen für die Automobilindustrie und den unabhängigen Aftermarket. Zentrale Produktfelder sind:
  • Lichttechnik: Scheinwerfer, Heckleuchten, Tagfahr- und Signalleuchten, adaptive Lichtsysteme, LED- und Matrix-LED-Lösungen, Lichtsteuergeräte sowie Ambientebeleuchtung im Innenraum
  • Elektronik: Steuergeräte für Fahrdynamik und Fahrerassistenz, Batteriesensoren, Leistungselektronik für 48-Volt- und Hochvoltsysteme, Aktuatoren, Body-Control-Module, Energie- und Thermomanagement-Komponenten
  • Aftermarket: Ersatzteile unter der Marke Hella und Kooperationsmarken, Verschleißteile, Beleuchtungskomponenten, Elektrik- und Elektronikteile für den freien Teilehandel
  • Werkstattausrüstung: Diagnosegeräte, Kalibriersysteme für Fahrerassistenz, Lichtprüftechnik, Abgasmesssysteme und Servicekonzepte für Werkstätten
Zusätzlich erbringt Hella Entwicklungsdienstleistungen für OEMs, inklusive Prototyping, Systemintegration und Validierung, sowie Software- und Elektronikdesign im Rahmen langjähriger Plattformpartnerschaften.

Business Units und Segmentstruktur

Hella gliedert seine Aktivitäten traditionell in drei wesentliche Bereiche, die im Forvia-Verbund weitergeführt und teilweise enger integriert werden:
  • Automotive: Kernbereich mit Licht- und Elektroniklösungen für Fahrzeughersteller, hoher F&E-Intensität und globaler Fertigungspräsenz. Hier werden die zentralen Serienprodukte für Erstausrüstung entwickelt und produziert.
  • Aftermarket: Versorgung des unabhängigen Ersatzteilmarkts mit Beleuchtung, Elektrik- und Elektronikkomponenten sowie Servicelösungen. Der Bereich ist weniger konjunktursensitiv und stützt die Ergebnisstabilität.
  • Special Applications: Licht- und Elektroniklösungen für Nutzfahrzeuge, Landmaschinen, Baumaschinen, Busse, Marine und weitere Spezialfahrzeuge. Diese Nischenmärkte bieten höhere Margen und geringere Wettbewerbsintensität als das Volumengeschäft mit Pkw.
Innerhalb der Forvia-Gruppe bildet Hella das Kompetenzzentrum für Licht und einen wesentlichen Teil der Elektronikaktivitäten, was konzernweite Plattformsynergien und Skaleneffekte ermöglicht.

Alleinstellungsmerkmale

Das Unternehmen weist mehrere strukturelle Alleinstellungsmerkmale auf. Erstens verfügt Hella über eine starke Position in der Premium-Lichttechnik, insbesondere bei LED- und Matrix-LED-Scheinwerfern sowie adaptiven Lichtsystemen, die hohe Sicherheits- und Designanforderungen der OEMs adressieren. Zweitens kombiniert Hella Licht- und Elektronikkompetenz in einem integrierten Ansatz, der die Entwicklung hochvernetzter Front- und Heckmodule ermöglicht. Drittens pflegt das Unternehmen langjährige Kundenbeziehungen zu nahezu allen globalen Volumen- und Premium-OEMs, was eine breite Diversifikation über Plattformen, Regionen und Fahrzeugsegmente hinweg sicherstellt. Viertens ermöglichen die Aktivitäten im Aftermarket und im Bereich Special Applications eine verbesserte Risikoallokation gegenüber dem zyklischen OEM-Geschäft. Diese Kombination aus technologischer Spezialisierung, Systemkompetenz und diversifizierter Kundenbasis differenziert Hella von reinen Komponentenlieferanten.

Wettbewerbsvorteile und Burggräben

Hellas Burggräben beruhen auf technologischer Führungsposition, hohen Wechselkosten und Skaleneffekten. Die Entwicklung komplexer Licht- und Elektroniksysteme erfordert intensive F&E-Investitionen, tiefes Know-how in Optik, Halbleiterintegration, Wärmemanagement und Software sowie strenge Automobilqualifikationen. Diese Eintrittsbarrieren erschweren neuen Wettbewerbern den Marktzugang. Für bestehende OEM-Kunden ist ein Lieferantenwechsel mit hohen Validierungs- und Requalifizierungskosten verbunden, was in der Regel über den gesamten Fahrzeugplattformzyklus hinweg stabile Lieferantenbeziehungen sichert. Die globale Fertigungspräsenz von Hella in wichtigen Automobilregionen ermöglicht Skalenvorteile in Beschaffung, Industrialisierung und Serienproduktion. Zusätzlich wirkt die Einbindung in die Forvia-Gruppe als Verstärker für Einkaufsmacht, gemeinsame Entwicklung und modulare Plattformstrategien. Zusammengenommen führen diese Faktoren zu einer strukturellen Wettbewerbsstärke, die jedoch regelmäßig durch technologische Disruption und Preisdruck der OEMs getestet wird.

Wettbewerbsumfeld

Hella agiert in einem hochkompetitiven globalen Automobilzuliefermarkt. Im Bereich Lichttechnik konkurriert das Unternehmen vor allem mit Valeo, Marelli Automotive Lighting und Koito, regional auch mit weiteren spezialisierten Playern. In der Automobilelektronik trifft Hella auf Wettbewerber wie Bosch, Continental, ZF, Denso und andere Tier-1-Lieferanten mit breiten Elektronikportfolios. Im Aftermarket stehen internationale Anbieter wie Bosch, Valeo, ZF und spezialisierte Handelsmarken im Wettbewerb um Marktanteile bei freien Werkstätten und Teilehändlern. In Spezialanwendungen konkurriert Hella mit Nischenanbietern für Nutzfahrzeug- und Off-Highway-Beleuchtung. Das Wettbewerbsumfeld ist von Konsolidierung, wachsendem Preisdruck, steigenden Anforderungen an Softwarekompetenz und der Verlagerung von Wertschöpfung in Elektrifizierung und Fahrerassistenzsysteme geprägt.

Management, Eigentümerstruktur und Strategie

Hella wird in der Rechtsform einer Kommanditgesellschaft auf Aktien geführt und ist mehrheitlich in die Forvia-Gruppe integriert, deren strategische Führungsebene maßgebliche Entscheidungen zu Portfolio, Investitionen und globaler Ausrichtung trifft. Das operative Management von Hella verantwortet die Geschäftsfelder Licht, Elektronik, Aftermarket und Special Applications innerhalb des Konzernrahmens. Strategisch fokussiert sich das Management auf die Stärkung der Position als Technologieanbieter für E-Mobilität, Fahrerassistenz, Frontbeleuchtung und Innenraumkonzepte. Darüber hinaus verfolgt Hella eine disziplinierte Plattform- und Modulstrategie, um Entwicklungskosten über mehrere OEMs und Modellreihen zu skalieren. Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, Optimierung des Produktionsnetzwerks, Digitalisierung der Lieferkette und Anpassung an regionale Nachfrageverschiebungen sind zentrale Elemente der aktuellen Managementagenda. Governance-seitig ist Hella in die Corporate-Governance-Strukturen der Forvia-Gruppe eingebettet, was die Interessen der Minderheitsaktionäre mit den industriellen Zielen des Mehrheitsaktionärs in Einklang bringen soll.

Branchen- und Regionenprofil

Hella ist in der globalen Automobilzulieferindustrie tätig, einem zyklischen, kapitalintensiven Sektor, der derzeit tiefgreifende strukturelle Veränderungen durch Elektrifizierung, Konnektivität, autonomes Fahren und neue Mobilitätskonzepte durchläuft. Das Unternehmen ist mit Entwicklungs- und Produktionsstandorten in Europa, Asien und Nordamerika präsent und beliefert internationale Fahrzeughersteller, darunter europäische, japanische, koreanische, chinesische und US-amerikanische OEMs. Europa bleibt ein wichtiger Markt, insbesondere für Premiumfahrzeuge und lichtintensive Ausstattungslinien. Asien, vor allem China, ist ein zentraler Wachstumsmarkt für Beleuchtung und Elektronik, steht jedoch unter starkem Kosten- und Lokalisierungsdruck. Nordamerika bietet Chancen im Bereich lichtstarker SUVs und Pick-ups. Die Branche ist durch regulatorische Anforderungen an Sicherheit, Emissionen und Energieeffizienz geprägt, die den Bedarf an komplexen Licht- und Elektroniklösungen strukturell erhöhen, gleichzeitig aber hohen Compliance- und Investitionsaufwand verursachen.

Unternehmensgeschichte

Hella kann auf eine lange Unternehmensgeschichte in der Lichttechnik zurückblicken. Das Unternehmen entstand ursprünglich zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Hersteller von Fahrzeugbeleuchtung in Deutschland und entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem international tätigen Automobilzulieferer. Mit dem Aufbau von Kompetenzen in Elektrik und Elektronik erweiterte Hella schrittweise sein Portfolio über klassische Beleuchtungslösungen hinaus. In den folgenden Jahrzehnten erfolgte eine stetige Internationalisierung mit Fertigungs- und Entwicklungsstandorten in Europa, Amerika und Asien. Die Gesellschaft firmiert als GmbH & Co. KGaA, was eine Kombination aus personenbezogenen und kapitalmarktorientierten Elementen in der Unternehmensstruktur widerspiegelt. In den 2010er-Jahren gewann Hella an Kapitalmarktrelevanz und etablierte sich als börsennotierter Zulieferer mit Schwerpunkt Licht und Elektronik. Im Zuge der branchenweiten Konsolidierung und des steigenden Investitionsbedarfs für Elektrifizierung und Software ging Hella eine strategische Transaktion mit Faurecia ein, wodurch das Unternehmen seit 2022 als Teil des Forvia-Konzerns agiert. Diese Integration markiert einen Wendepunkt von einem unabhängigen Familien- und Marktunternehmen hin zu einem zentralen Baustein eines globalen Zulieferverbundes.

Besonderheiten und strukturelle Merkmale

Eine Besonderheit von Hella ist die Verbindung eines technologisch fokussierten Portfolios mit der Einbettung in einen großen internationalen Zulieferkonzern. Die Rechtsform als KGaA und die Mehrheitseigentümerschaft durch Forvia prägen die Corporate-Governance-Struktur und die Einflussmöglichkeiten der Minderheitsaktionäre. Die starke Ausrichtung auf Lichttechnik verknüpft funktionale Anforderungen (Sicherheit, Sicht, Effizienz) mit emotionalen Designaspekten der Fahrzeughersteller, was zu höheren Ausstattungsraten und hohen Anforderungen an Innovationsgeschwindigkeit führt. Der Bereich Aftermarket stellt eine Besonderheit dar, da er im Vergleich zu klassischen Tier-1-Aktivitäten eine andere Margen- und Zyklenstruktur aufweist und damit das Risiko des OEM-Geschäfts teilweise abfedern kann. Zudem bietet der Bereich Special Applications eine Exponierung zu stabileren Nischenmärkten außerhalb der Pkw-Serienproduktion. Die Integration in die Forvia-Gruppe schafft zusätzliche Optionen für modulare Systemangebote, etwa kombinierte Licht- und Interieurkonzepte oder vernetzte Elektronikarchitekturen.

Chancen aus Anlegersicht

Für konservative Anleger bieten sich bei Hella mehrere strukturelle Chancen. Erstens profitiert das Unternehmen von langfristigen Branchentrends hin zu höherer Sicherheitsausstattung, anspruchsvolleren Lichtsystemen und wachsendem Elektronikanteil pro Fahrzeug. Diese Entwicklungen erhöhen den Wertanteil von Hella-Produkten in modernen Fahrzeugen. Zweitens wirkt die Einbindung in die Forvia-Gruppe als Hebel für Skalenvorteile, globale Kundenabdeckung und gemeinsame F&E-Plattformen, was mittelfristig Effizienzgewinne ermöglichen kann. Drittens können der Aftermarket sowie der Bereich Special Applications zur Glättung von Zyklenschwankungen beitragen, da sie tendenziell weniger direkt von kurzfristigen Produktionsvolumina der Fahrzeughersteller abhängen. Viertens eröffnet die starke Position in LED- und Elektroniklösungen Chancen, vom Übergang zu elektrifizierten und zunehmend automatisierten Fahrzeugen überproportional zu profitieren. Für langfristig orientierte Anleger mit Fokus auf etablierte Geschäftsmodelle in der Automobilzulieferkette kann Hella daher als Baustein in einem diversifizierten Portfolio im Mobility-Segment in Betracht gezogen werden, ohne dass daraus eine explizite Anlageempfehlung abgeleitet werden sollte.

Risiken aus Anlegersicht

Demgegenüber stehen für vorsichtige Investoren relevante Risiken. Die zyklische Natur der Automobilindustrie macht Hella anfällig für Nachfragerückgänge, Produktionskürzungen und OEM-Kostensenkungsprogramme. Hoher Preisdruck, Plattformkonsolidierungen und verschärfte Ausschreibungsverfahren können Margen belasten. Die starke Fokussierung auf Licht und Elektronik erhöht die Abhängigkeit von technologischem Erfolg, fehlerfreier Industrialisierung und der Fähigkeit, Halbleiter- und Materialengpässe zu managen. Regulatorische Veränderungen, Handelskonflikte und regionale Produktionsverschiebungen bergen zusätzliche Unsicherheiten. Die Integration in die Forvia-Gruppe bringt zwar Synergien, kann aber auch Portfolioentscheidungen und strategische Prioritäten stärker an Konzerninteressen ausrichten, was aus Sicht von Minderheitsaktionären ein Governance-Risiko darstellen kann. Zudem ist der Sektor erheblichem Transformationsdruck ausgesetzt: neue Wettbewerber aus dem Halbleiter- und Softwareumfeld, potenzielle technologische Sprünge bei Sensorik und Beleuchtung sowie eine beschleunigte Elektrifizierung könnten bestehende Produktportfolios teilweise entwerten, falls Anpassungen nicht rechtzeitig erfolgen. Konservative Anleger sollten diese Struktur- und Transformationsrisiken bei der Einordnung eines möglichen Engagements sorgfältig gewichten und keine Entscheidung allein auf Basis der technologischen Attraktivität des Geschäftsmodells treffen.

Kursdaten

Geld/Brief 81,80 € / 82,00 €
Spread +0,24%
Schluss Vortag 81,30 €
Gehandelte Stücke 3.719
Tagesvolumen Vortag 615.534,4 €
Tagestief 81,70 €
Tageshoch 82,20 €
52W-Tief 77,50 €
52W-Hoch 94,40 €
Jahrestief 77,50 €
Jahreshoch 85,30 €

Hella GmbH+Co News

NEU
Kostenloser Report:
Diese 3 Werte könnten jetzt explodieren!



Weitere News »

Community: Diskussion zur Hella GmbH+Co Aktie

Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community

  • Die Forumseinträge dokumentieren wiederholt veröffentlichte Quartals‑, Halbjahres‑ und Neunmonatszahlen, die überwiegend einen Umsatz auf Vorjahresniveau sowie eine teils leicht schwankende operative Profitabilität (mit Margen um etwa 5–7 %) anzeigen, wobei Währungseffekte und eine stabile Auftragseingangslage (rund 10 Milliarden Euro) erwähnt werden.
  • Das Management warnt vor anhaltend schwierigen Marktbedingungen, revidierte Prognosen nach unten und leitet umfangreiche Kostensenkungsmaßnahmen ein, darunter Produktionsverlagerungen und Stellenanpassungen am Standort Lippstadt sowie ein Sparprogramm mit angestrebten Einsparungen (brutto rund 400 Mio. Euro bis 2028) und einer stärkeren Ausrichtung auf China und Amerika.
  • Anlegerstimmung und Analystenkommentare sind gemischt: Aktienkursbewegungen zeigten Volatilität und Abweichungen zur Mutter Forvia, Forumsteilnehmer stellen Fragen zu den Zahlen und Aussichten und verweisen auf die Eigentümerstruktur (Mehrheitsbeteiligung Forvia, Beteiligung von Elliott) als relevanten Kontext.
Hinweis
Jetzt mitdiskutieren

Hella GmbH+Co Aktie: Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 8.025 €
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 385,40 €
Jahresüberschuss in Mio. 412,74 €
Umsatz je Aktie 72,02 €
Gewinn je Aktie 3,17 €
Gewinnrendite +12,90%
Umsatzrendite +4,40%
Return on Investment +5,52%
Marktkapitalisierung in Mio. 9.716 €
KGV (Kurs/Gewinn) 27,51
KBV (Kurs/Buchwert) 3,04
KUV (Kurs/Umsatz) 1,21
Eigenkapitalrendite +11,03%
Eigenkapitalquote +42,77%

Derivate

Hebelprodukte (22)
Knock-Outs 20
Faktor-Zertifikate 2

Dividenden Kennzahlen

Auszahlungen/Jahr 1
Stabilität der Dividende -0,21 (max 1,00)
Jährlicher -0,29% (5 Jahre)
Dividendenzuwachs 2,32% (10 Jahre)
Ausschüttungs- 32,1% (auf den Gewinn/FFO)
quote 22,2% (auf den Free Cash Flow)
Erwartete Dividendensteigerung -17,89%

Dividenden Historie

Datum Dividende
19.05.2025 0,95 €
29.04.2024 0,71 €
02.05.2023 2,88 €
03.10.2022 0,49 €
01.10.2021 0,96 €
30.09.2019 3,35 €
01.10.2018 1,05 €
29.09.2017 0,92 €
Werbung

Mehr Nachrichten kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse
Benachrichtigungen von ARIVA.DE
(Mit der Bestellung akzeptierst du die Datenschutzhinweise)

Hella GmbH+Co Termine

28.02.2026 Quartalsmitteilung
Quelle: Leeway

Prognose & Kursziel

Keine aktuellen Prognosen oder Kursziele bekannt.

Hella GmbH+Co Aktie: Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 81,60 +0,74%
81,00 € 09:32
Frankfurt 80,80 -2,53%
82,90 € 08:06
Hamburg 80,80 -2,53%
82,90 € 08:16
Hannover 80,80 -2,53%
82,90 € 08:16
München 81,50 -2,04%
83,20 € 08:00
Stuttgart 82,00 +0,86%
81,30 € 12:01
Xetra 81,90 +0,74%
81,30 € 12:06
L&S RT 81,95 +0,68%
81,40 € 12:19
Wien 82,00 -1,44%
83,20 € 11:00
SIX Swiss Exchange -   -
-   -
Tradegate 83,70 +0,36%
83,40 € 25.02.26
Quotrix 81,40 -2,40%
83,40 € 07:27
Gettex 81,90 +1,49%
80,70 € 12:13
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
25.02.26 83,10 54 T
24.02.26 83,30 466 T
23.02.26 82,50 255 T
20.02.26 83,60 392 T
19.02.26 83,70 320 T
18.02.26 83,70 420 T
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 83,70 € -0,72%
1 Monat 81,10 € +2,47%
6 Monate 88,00 € -5,57%
1 Jahr 90,00 € -7,67%
5 Jahre 49,76 € +67,00%

Unternehmensprofil Hella GmbH+Co

Hella GmbH & Co. KGaA, seit 2022 Teil der börsennotierten Forvia-Gruppe (vormals Faurecia), ist ein global ausgerichteter Automobilzulieferer mit Fokus auf Lichttechnik, Elektronik und Aftermarket-Lösungen. Das Unternehmen agiert als technologischer Kernanbieter für Fahrzeughersteller und als Systempartner für sicherheitsrelevante, energieeffiziente und vernetzte Fahrzeugfunktionen. Für institutionelle wie private Anleger ist Hella vor allem als Spezialist für hochentwickelte Automotive-Lösungen mit langfristigen OEM-Plattformzyklen interessant, eingebettet in den Konsolidierungstrend der Zulieferindustrie.

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell von Hella beruht auf der Entwicklung, Industrialisierung und Serienfertigung komplexer Licht- und Elektroniksysteme für die Automobilindustrie sowie auf einem ergänzenden Aftermarket- und Werkstattgeschäft. Wertschöpfung entsteht entlang des gesamten Produktlebenszyklus von der Vorentwicklung über das Co-Engineering mit OEMs bis hin zum globalen Serienanlauf und dem Ersatzteilgeschäft. Hella erzielt den überwiegenden Anteil seiner Umsätze im B2B-Geschäft mit internationalen Fahrzeugherstellern, wobei langjährige Entwicklungskooperationen, hohe Wechselkosten und mehrjährige Lieferverträge eine hohe Visibilität der Nachfrage sicherstellen. Der Kapitalbedarf ist aufgrund hoher F&E-Quoten und signifikanter Investitionen in Fertigungskapazitäten strukturell erhöht, wird jedoch durch Plattformlaufzeiten und modulare Produktarchitekturen teilweise amortisiert.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Hella ist auf die Entwicklung sicherer, effizienter und intelligenter Mobilität ausgerichtet. Im Vordergrund stehen Lösungen für bessere Fahrzeugsicherheit, reduzierte CO2-Emissionen, höhere Energieeffizienz sowie die Integration elektronischer Architekturen in zunehmend softwarezentrierte Fahrzeuge. Strategisch setzt Hella innerhalb der Forvia-Gruppe auf drei Stoßrichtungen: erstens technologische Führerschaft bei Lichtsystemen und -elektronik, zweitens Ausbau der Kompetenzen in Elektronik für Elektrifizierung und Fahrerassistenzsysteme, drittens Stärkung von Aftermarket- und Werkstattausrüstung als weniger zyklischer Ertragspfeiler. Die Mission reflektiert den Anspruch, als Systemlieferant nicht nur Komponenten, sondern integrierte Lösungen für die Transformation der Automobilbranche zu bieten.

Produkte und Dienstleistungen

Hella bietet ein breites Portfolio an Produkten und Dienstleistungen für die Automobilindustrie und den unabhängigen Aftermarket. Zentrale Produktfelder sind:
  • Lichttechnik: Scheinwerfer, Heckleuchten, Tagfahr- und Signalleuchten, adaptive Lichtsysteme, LED- und Matrix-LED-Lösungen, Lichtsteuergeräte sowie Ambientebeleuchtung im Innenraum
  • Elektronik: Steuergeräte für Fahrdynamik und Fahrerassistenz, Batteriesensoren, Leistungselektronik für 48-Volt- und Hochvoltsysteme, Aktuatoren, Body-Control-Module, Energie- und Thermomanagement-Komponenten
  • Aftermarket: Ersatzteile unter der Marke Hella und Kooperationsmarken, Verschleißteile, Beleuchtungskomponenten, Elektrik- und Elektronikteile für den freien Teilehandel
  • Werkstattausrüstung: Diagnosegeräte, Kalibriersysteme für Fahrerassistenz, Lichtprüftechnik, Abgasmesssysteme und Servicekonzepte für Werkstätten
Zusätzlich erbringt Hella Entwicklungsdienstleistungen für OEMs, inklusive Prototyping, Systemintegration und Validierung, sowie Software- und Elektronikdesign im Rahmen langjähriger Plattformpartnerschaften.

Business Units und Segmentstruktur

Hella gliedert seine Aktivitäten traditionell in drei wesentliche Bereiche, die im Forvia-Verbund weitergeführt und teilweise enger integriert werden:
  • Automotive: Kernbereich mit Licht- und Elektroniklösungen für Fahrzeughersteller, hoher F&E-Intensität und globaler Fertigungspräsenz. Hier werden die zentralen Serienprodukte für Erstausrüstung entwickelt und produziert.
  • Aftermarket: Versorgung des unabhängigen Ersatzteilmarkts mit Beleuchtung, Elektrik- und Elektronikkomponenten sowie Servicelösungen. Der Bereich ist weniger konjunktursensitiv und stützt die Ergebnisstabilität.
  • Special Applications: Licht- und Elektroniklösungen für Nutzfahrzeuge, Landmaschinen, Baumaschinen, Busse, Marine und weitere Spezialfahrzeuge. Diese Nischenmärkte bieten höhere Margen und geringere Wettbewerbsintensität als das Volumengeschäft mit Pkw.
Innerhalb der Forvia-Gruppe bildet Hella das Kompetenzzentrum für Licht und einen wesentlichen Teil der Elektronikaktivitäten, was konzernweite Plattformsynergien und Skaleneffekte ermöglicht.

Alleinstellungsmerkmale

Das Unternehmen weist mehrere strukturelle Alleinstellungsmerkmale auf. Erstens verfügt Hella über eine starke Position in der Premium-Lichttechnik, insbesondere bei LED- und Matrix-LED-Scheinwerfern sowie adaptiven Lichtsystemen, die hohe Sicherheits- und Designanforderungen der OEMs adressieren. Zweitens kombiniert Hella Licht- und Elektronikkompetenz in einem integrierten Ansatz, der die Entwicklung hochvernetzter Front- und Heckmodule ermöglicht. Drittens pflegt das Unternehmen langjährige Kundenbeziehungen zu nahezu allen globalen Volumen- und Premium-OEMs, was eine breite Diversifikation über Plattformen, Regionen und Fahrzeugsegmente hinweg sicherstellt. Viertens ermöglichen die Aktivitäten im Aftermarket und im Bereich Special Applications eine verbesserte Risikoallokation gegenüber dem zyklischen OEM-Geschäft. Diese Kombination aus technologischer Spezialisierung, Systemkompetenz und diversifizierter Kundenbasis differenziert Hella von reinen Komponentenlieferanten.

Wettbewerbsvorteile und Burggräben

Hellas Burggräben beruhen auf technologischer Führungsposition, hohen Wechselkosten und Skaleneffekten. Die Entwicklung komplexer Licht- und Elektroniksysteme erfordert intensive F&E-Investitionen, tiefes Know-how in Optik, Halbleiterintegration, Wärmemanagement und Software sowie strenge Automobilqualifikationen. Diese Eintrittsbarrieren erschweren neuen Wettbewerbern den Marktzugang. Für bestehende OEM-Kunden ist ein Lieferantenwechsel mit hohen Validierungs- und Requalifizierungskosten verbunden, was in der Regel über den gesamten Fahrzeugplattformzyklus hinweg stabile Lieferantenbeziehungen sichert. Die globale Fertigungspräsenz von Hella in wichtigen Automobilregionen ermöglicht Skalenvorteile in Beschaffung, Industrialisierung und Serienproduktion. Zusätzlich wirkt die Einbindung in die Forvia-Gruppe als Verstärker für Einkaufsmacht, gemeinsame Entwicklung und modulare Plattformstrategien. Zusammengenommen führen diese Faktoren zu einer strukturellen Wettbewerbsstärke, die jedoch regelmäßig durch technologische Disruption und Preisdruck der OEMs getestet wird.

Wettbewerbsumfeld

Hella agiert in einem hochkompetitiven globalen Automobilzuliefermarkt. Im Bereich Lichttechnik konkurriert das Unternehmen vor allem mit Valeo, Marelli Automotive Lighting und Koito, regional auch mit weiteren spezialisierten Playern. In der Automobilelektronik trifft Hella auf Wettbewerber wie Bosch, Continental, ZF, Denso und andere Tier-1-Lieferanten mit breiten Elektronikportfolios. Im Aftermarket stehen internationale Anbieter wie Bosch, Valeo, ZF und spezialisierte Handelsmarken im Wettbewerb um Marktanteile bei freien Werkstätten und Teilehändlern. In Spezialanwendungen konkurriert Hella mit Nischenanbietern für Nutzfahrzeug- und Off-Highway-Beleuchtung. Das Wettbewerbsumfeld ist von Konsolidierung, wachsendem Preisdruck, steigenden Anforderungen an Softwarekompetenz und der Verlagerung von Wertschöpfung in Elektrifizierung und Fahrerassistenzsysteme geprägt.

Management, Eigentümerstruktur und Strategie

Hella wird in der Rechtsform einer Kommanditgesellschaft auf Aktien geführt und ist mehrheitlich in die Forvia-Gruppe integriert, deren strategische Führungsebene maßgebliche Entscheidungen zu Portfolio, Investitionen und globaler Ausrichtung trifft. Das operative Management von Hella verantwortet die Geschäftsfelder Licht, Elektronik, Aftermarket und Special Applications innerhalb des Konzernrahmens. Strategisch fokussiert sich das Management auf die Stärkung der Position als Technologieanbieter für E-Mobilität, Fahrerassistenz, Frontbeleuchtung und Innenraumkonzepte. Darüber hinaus verfolgt Hella eine disziplinierte Plattform- und Modulstrategie, um Entwicklungskosten über mehrere OEMs und Modellreihen zu skalieren. Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, Optimierung des Produktionsnetzwerks, Digitalisierung der Lieferkette und Anpassung an regionale Nachfrageverschiebungen sind zentrale Elemente der aktuellen Managementagenda. Governance-seitig ist Hella in die Corporate-Governance-Strukturen der Forvia-Gruppe eingebettet, was die Interessen der Minderheitsaktionäre mit den industriellen Zielen des Mehrheitsaktionärs in Einklang bringen soll.

Branchen- und Regionenprofil

Hella ist in der globalen Automobilzulieferindustrie tätig, einem zyklischen, kapitalintensiven Sektor, der derzeit tiefgreifende strukturelle Veränderungen durch Elektrifizierung, Konnektivität, autonomes Fahren und neue Mobilitätskonzepte durchläuft. Das Unternehmen ist mit Entwicklungs- und Produktionsstandorten in Europa, Asien und Nordamerika präsent und beliefert internationale Fahrzeughersteller, darunter europäische, japanische, koreanische, chinesische und US-amerikanische OEMs. Europa bleibt ein wichtiger Markt, insbesondere für Premiumfahrzeuge und lichtintensive Ausstattungslinien. Asien, vor allem China, ist ein zentraler Wachstumsmarkt für Beleuchtung und Elektronik, steht jedoch unter starkem Kosten- und Lokalisierungsdruck. Nordamerika bietet Chancen im Bereich lichtstarker SUVs und Pick-ups. Die Branche ist durch regulatorische Anforderungen an Sicherheit, Emissionen und Energieeffizienz geprägt, die den Bedarf an komplexen Licht- und Elektroniklösungen strukturell erhöhen, gleichzeitig aber hohen Compliance- und Investitionsaufwand verursachen.

Unternehmensgeschichte

Hella kann auf eine lange Unternehmensgeschichte in der Lichttechnik zurückblicken. Das Unternehmen entstand ursprünglich zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Hersteller von Fahrzeugbeleuchtung in Deutschland und entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem international tätigen Automobilzulieferer. Mit dem Aufbau von Kompetenzen in Elektrik und Elektronik erweiterte Hella schrittweise sein Portfolio über klassische Beleuchtungslösungen hinaus. In den folgenden Jahrzehnten erfolgte eine stetige Internationalisierung mit Fertigungs- und Entwicklungsstandorten in Europa, Amerika und Asien. Die Gesellschaft firmiert als GmbH & Co. KGaA, was eine Kombination aus personenbezogenen und kapitalmarktorientierten Elementen in der Unternehmensstruktur widerspiegelt. In den 2010er-Jahren gewann Hella an Kapitalmarktrelevanz und etablierte sich als börsennotierter Zulieferer mit Schwerpunkt Licht und Elektronik. Im Zuge der branchenweiten Konsolidierung und des steigenden Investitionsbedarfs für Elektrifizierung und Software ging Hella eine strategische Transaktion mit Faurecia ein, wodurch das Unternehmen seit 2022 als Teil des Forvia-Konzerns agiert. Diese Integration markiert einen Wendepunkt von einem unabhängigen Familien- und Marktunternehmen hin zu einem zentralen Baustein eines globalen Zulieferverbundes.

Besonderheiten und strukturelle Merkmale

Eine Besonderheit von Hella ist die Verbindung eines technologisch fokussierten Portfolios mit der Einbettung in einen großen internationalen Zulieferkonzern. Die Rechtsform als KGaA und die Mehrheitseigentümerschaft durch Forvia prägen die Corporate-Governance-Struktur und die Einflussmöglichkeiten der Minderheitsaktionäre. Die starke Ausrichtung auf Lichttechnik verknüpft funktionale Anforderungen (Sicherheit, Sicht, Effizienz) mit emotionalen Designaspekten der Fahrzeughersteller, was zu höheren Ausstattungsraten und hohen Anforderungen an Innovationsgeschwindigkeit führt. Der Bereich Aftermarket stellt eine Besonderheit dar, da er im Vergleich zu klassischen Tier-1-Aktivitäten eine andere Margen- und Zyklenstruktur aufweist und damit das Risiko des OEM-Geschäfts teilweise abfedern kann. Zudem bietet der Bereich Special Applications eine Exponierung zu stabileren Nischenmärkten außerhalb der Pkw-Serienproduktion. Die Integration in die Forvia-Gruppe schafft zusätzliche Optionen für modulare Systemangebote, etwa kombinierte Licht- und Interieurkonzepte oder vernetzte Elektronikarchitekturen.

Chancen aus Anlegersicht

Für konservative Anleger bieten sich bei Hella mehrere strukturelle Chancen. Erstens profitiert das Unternehmen von langfristigen Branchentrends hin zu höherer Sicherheitsausstattung, anspruchsvolleren Lichtsystemen und wachsendem Elektronikanteil pro Fahrzeug. Diese Entwicklungen erhöhen den Wertanteil von Hella-Produkten in modernen Fahrzeugen. Zweitens wirkt die Einbindung in die Forvia-Gruppe als Hebel für Skalenvorteile, globale Kundenabdeckung und gemeinsame F&E-Plattformen, was mittelfristig Effizienzgewinne ermöglichen kann. Drittens können der Aftermarket sowie der Bereich Special Applications zur Glättung von Zyklenschwankungen beitragen, da sie tendenziell weniger direkt von kurzfristigen Produktionsvolumina der Fahrzeughersteller abhängen. Viertens eröffnet die starke Position in LED- und Elektroniklösungen Chancen, vom Übergang zu elektrifizierten und zunehmend automatisierten Fahrzeugen überproportional zu profitieren. Für langfristig orientierte Anleger mit Fokus auf etablierte Geschäftsmodelle in der Automobilzulieferkette kann Hella daher als Baustein in einem diversifizierten Portfolio im Mobility-Segment in Betracht gezogen werden, ohne dass daraus eine explizite Anlageempfehlung abgeleitet werden sollte.

Risiken aus Anlegersicht

Demgegenüber stehen für vorsichtige Investoren relevante Risiken. Die zyklische Natur der Automobilindustrie macht Hella anfällig für Nachfragerückgänge, Produktionskürzungen und OEM-Kostensenkungsprogramme. Hoher Preisdruck, Plattformkonsolidierungen und verschärfte Ausschreibungsverfahren können Margen belasten. Die starke Fokussierung auf Licht und Elektronik erhöht die Abhängigkeit von technologischem Erfolg, fehlerfreier Industrialisierung und der Fähigkeit, Halbleiter- und Materialengpässe zu managen. Regulatorische Veränderungen, Handelskonflikte und regionale Produktionsverschiebungen bergen zusätzliche Unsicherheiten. Die Integration in die Forvia-Gruppe bringt zwar Synergien, kann aber auch Portfolioentscheidungen und strategische Prioritäten stärker an Konzerninteressen ausrichten, was aus Sicht von Minderheitsaktionären ein Governance-Risiko darstellen kann. Zudem ist der Sektor erheblichem Transformationsdruck ausgesetzt: neue Wettbewerber aus dem Halbleiter- und Softwareumfeld, potenzielle technologische Sprünge bei Sensorik und Beleuchtung sowie eine beschleunigte Elektrifizierung könnten bestehende Produktportfolios teilweise entwerten, falls Anpassungen nicht rechtzeitig erfolgen. Konservative Anleger sollten diese Struktur- und Transformationsrisiken bei der Einordnung eines möglichen Engagements sorgfältig gewichten und keine Entscheidung allein auf Basis der technologischen Attraktivität des Geschäftsmodells treffen.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 9,06 Mrd. €
Aktienanzahl 111,11 Mio.
Streubesitz 1,92%
Währung EUR
Land Deutschland
Sektor zyklischer Konsum
Branche Kraftfahrzeugkomponenten
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+98,08% Weitere
+1,92% Streubesitz

Community-Beiträge zu Hella GmbH+Co

  • Community-Beiträge
  • Aktuellste Threads
Avatar des Verfassers
Archon
Perfekt
Jetzt dürfte neuen Allzeithochs nichts mehr im Weg stehen! Mein Ziel bis Ende Jahr 54 Euro.
Avatar des Verfassers
karma
Gute (vorläufige) Zahlen
Umsatz wächst um 9 Prozent auf rund 5,83 Milliarden Euro Bereinigtes Ergebnis (EBIT) steigt um 11,5% auf rund 445 Millionen Euro
Avatar des Verfassers
Archon
Morgan Stanley belässt Hella auf 'Overweight'
Dem hab ich mich angeschlossen, auf gute Zahlen Morgen.
Avatar des Verfassers
kuras15
Kursziel 55 Euro
Der Automobilzulieferer dürfte sein Ziel, das operative Ergebnis im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich zu steigern, erreicht haben, schrieb Analyst Christian Ludwig.
Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login
Zum Thread wechseln

Häufig gestellte Fragen zur Hella GmbH+Co Aktie und zum Hella GmbH+Co Kurs

Der aktuelle Kurs der Hella GmbH+Co Aktie liegt bei 81,90 €.

Für 1.000€ kann man sich 12,21 Hella GmbH+Co Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Hella GmbH+Co Aktie lautet HLKHF.

Die 1 Monats-Performance der Hella GmbH+Co Aktie beträgt aktuell 2,47%.

Die 1 Jahres-Performance der Hella GmbH+Co Aktie beträgt aktuell -7,67%.

Der Aktienkurs der Hella GmbH+Co Aktie liegt aktuell bei 81,90 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von 2,47% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Hella GmbH+Co eine Wertentwicklung von 2,59% aus und über 6 Monate sind es -5,57%.

Das 52-Wochen-Hoch der Hella GmbH+Co Aktie liegt bei 94,40 €.

Das 52-Wochen-Tief der Hella GmbH+Co Aktie liegt bei 77,50 €.

Das Allzeithoch von Hella GmbH+Co liegt bei 94,40 €.

Das Allzeittief von Hella GmbH+Co liegt bei 20,24 €.

Die Volatilität der Hella GmbH+Co Aktie liegt derzeit bei 30,14%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Hella GmbH+Co in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 9,06 Mrd. €

Insgesamt sind 111,4 Mio Hella GmbH+Co Aktien im Umlauf.

Laut money:care Nachhaltigkeitsscore liegt die Nachhaltigkeit von Hella GmbH+Co bei 65%. Erfahre hier mehr

Hella GmbH+Co hat seinen Hauptsitz in Deutschland.

Hella GmbH+Co gehört zum Sektor Kraftfahrzeugkomponenten.

Das KGV der Hella GmbH+Co Aktie beträgt 27,51.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Hella GmbH+Co betrug 8.024.792.000 €.

Die nächsten Termine von Hella GmbH+Co sind:
  • 28.02.2026 - Quartalsmitteilung

Ja, Hella GmbH+Co zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 19.05.2025 eine Dividende in Höhe von 0,95 € gezahlt.

Zuletzt hat Hella GmbH+Co am 19.05.2025 eine Dividende in Höhe von 0,95 € gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 1,14%. Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Hella GmbH+Co wurde am 19.05.2025 in Höhe von 0,95 € je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 1,14%.

Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 19.05.2025. Es wurde eine Dividende in Höhe von 0,95 € gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.