- Gerresheimer Kurs stiegt um 0,1 Prozent auf 29,08 Euro.
- Ein Umsatz von drei Millionen Euro wurde falsch verbucht.
- Aktien notieren über 30 Prozent unter dem Niveau von September.
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Der seit September bekannte Verdacht gegen den Verpackungsspezialisten, gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen zu haben, erhärtete sich teilweise. Das Unternehmen gab nun bekannt, dass wahrscheinlich ein Drei-Millionen-Euro-Umsatz falsch verbucht wurde. Der Untersuchung zufolge hätte dieser wahrscheinlich nicht schon im Geschäftsjahr 2024 verbucht werden dürfen.
Von Gerresheimer hieß es dazu außerdem: "Aufgrund dieser Erkenntnis hat die Gesellschaft entschieden, auch für die weiteren Bill-and-Hold-Vereinbarungen aus dem Geschäftsjahr 2024 die jeweils zugrundeliegenden Sachverhalte durch die beauftragte Rechtsanwaltskanzlei vollständig aufarbeiten zu lassen."
Vor der Bekanntgabe der Prüfungen waren die Aktien im September - nach bereits längerer Talfahrt - noch klar über 40 Euro gehandelt worden. Der Abwärtstrend verschärfte sich dann aber, auch wegen nach einer abermaligen Senkung der Jahres-Geschäftsziele durch das Unternehmen. Aktuell notierten die Papiere noch mehr als 30 Prozent unter ihrem Niveau vor dem Bekanntwerden des Bafin-Falls.
Ein Händler wies am Morgen darauf hin, dass der Sachverhalt mit dem nun bekannt gegebenen Ausmaß wohl eingepreist sei. Die finanziellen Auswirkungen wirkten unerheblich, ergänzte der Börsianer. 2024 war Gerresheimer nach Unternehmensangaben auf einen Konzernumsatz von gut zwei Milliarden Euro gekommen.
Mit Blick auf die jüngste Kursentwicklung hätten die Anleger offensichtlich Schlimmeres befürchtet, schrieb auch der Oddo-BHF-Analyst Oliver Metzger anlässlich der Ergebnisse der Bafin-Prüfung. Schlussendlich vertagten sich die Umsätze nur von 2024 auf 2025. Da es aber wirklich positive Neuigkeiten für eine echte Neubewertung brauche, sei es noch zu früh, um wieder einzusteigen. Chancen könnten sich vielleicht für langfristig orientierte Anleger ergeben./tih/ajx/mis
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