Anzeige
Meldung des Tages: Das Wildwest-Silberrevier, das bei 80-Dollar-Silber wichtiger denn je ist!!

Gazprom ADR

Aktie
WKN:  903276 ISIN:  US3682872078 US-Symbol:  OGZPY Branche:  Gasversorger Land:  Russland
Keine aktuellen Kursdaten verfügbar
Depot/Watchlist
Dieses Wertpapier ist nicht mehr handelbar.
Marktkapitalisierung *
-
Streubesitz
31,54%
KGV
-
Dividende
-   €
Faktor
0.5
Originalaktie
Gazprom ADR Chart

Unternehmensbeschreibung

Die Gazprom American Depositary Receipt (ADR) verbrieft wirtschaftliche Rechte an Stammaktien des russischen Energiekonzerns Gazprom PJSC, dem dominierenden Erdgasproduzenten Russlands. Das Konstrukt diente internationalen Investoren als börsennotiertes Instrument, um indirekt an der Kursentwicklung des Unternehmens teilzuhaben, ohne direkt an der Moskauer Börse engagiert zu sein. Seit den umfassenden Sanktionen westlicher Staaten gegen Russland ab 2022 ist der Handel mit Gazprom-ADR an westlichen Börsen weitgehend suspendiert oder eingestellt. Konservative Anleger müssen das Emittentenrisiko, das geopolitische Risiko sowie die rechtliche Unsicherheit des Hinterlegungsschein-Modells besonders stark gewichten. Im Fokus stehen heute primär Struktur, Geschäftsmodell, strategische Positionierung und die erheblich veränderten Rahmenbedingungen für Auslandsinvestoren.

Geschäftsmodell des zugrunde liegenden Unternehmens

Die Gazprom ADR reflektiert das Geschäftsmodell von Gazprom PJSC als vertikal integriertem Energie- und Infrastrukturanbieter mit Schwerpunkt auf Erdgas. Der Konzern kontrolliert große Teile der russischen Gasreserven, fördert Erdgas, transportiert es über ein weit verzweigtes Pipelinesystem und vermarktet es im In- und Ausland. Ergänzend betreibt Gazprom Aktivitäten in Stromerzeugung, Wärmewirtschaft sowie in begrenztem Umfang im Ölsegment. Die Wertschöpfungskette umfasst Exploration, Förderung, Speicherung, Transport, Vertrieb und Energiedienstleistungen. Dadurch bündelt das Unternehmen Produktion und Infrastruktur in einer Hand, was zu hoher Marktmacht, aber auch zu ausgeprägter politischer Abhängigkeit führt. Die Erträge hängen wesentlich an langfristigen Gaslieferverträgen, Spotmarktpreisen, Exportmengen nach Europa und Asien sowie an regulatorischen Rahmenbedingungen in den Abnehmerregionen.

Mission und strategische Ausrichtung

Offiziell positioniert sich Gazprom als Garant für eine sichere, langfristig verfügbare und kosteneffiziente Energieversorgung, insbesondere mit Erdgas als strategischem Energieträger. Die Mission verknüpft wirtschaftliche Ziele mit der Rolle als staatlich beeinflusster Konzern, der russische Industrie, Haushalte und Exportpartner mit Energie beliefert. Aus Investorensicht steht die Balance zwischen Renditemaximierung, staatlichen Interessen, Versorgungsaufträgen im Inland und geopolitischen Zielsetzungen im Mittelpunkt. Strategisch verfolgt Gazprom seit Jahren eine Diversifizierung der Absatzmärkte weg von der dominanten Europa-Orientierung hin zu Asien, vor allem nach China. Dies geschieht über langfristige Lieferverträge und neue Pipelineprojekte. Parallel versucht das Unternehmen, die Wertschöpfung durch Downstream-Aktivitäten wie Strom- und Wärmeerzeugung zu verbreitern. Die Mission spiegelt damit sowohl klassisch unternehmerische Ziele als auch eine energiepolitische Funktion als Instrument der russischen Staatspolitik wider.

Produkte und Dienstleistungen

Die Gazprom ADR repräsentiert indirekt das Produkt- und Dienstleistungsportfolio von Gazprom PJSC. Im Mittelpunkt steht der Vertrieb von Erdgas an:
  • Industriekunden und Energieversorger im In- und Ausland
  • Regionale Versorger und Kommunen
  • Haushalte in der Russischen Föderation
Daneben bietet Gazprom ergänzende Produkte und Services an:
  • Öl und Gas-Kondensate sowie raffinierte Produkte in begrenztem Umfang
  • Stromerzeugung und Fernwärme über verbundene Kraftwerke
  • Transportdienstleistungen für Gas über Pipelinesysteme
  • Speicherdienstleistungen in unterirdischen Gasspeichern
  • Technische Dienstleistungen in Exploration, Förderung und Pipelinebetrieb
Die Preisbildung erfolgt über langfristige Lieferverträge, zum Teil indexiert an Ölpreise, sowie über regionale Spotmärkte. Diese Mischung sorgt für eine gewisse Planbarkeit, ist jedoch stark von politischen Entscheidungen, Sanktionen, regulatorischen Eingriffen und der physischen Verfügbarkeit zentraler Exportrouten abhängig.

Business Units und Segmentstruktur

Gazprom gliedert seine Aktivitäten in mehrere Segmente, die auch für Inhaber der Gazprom ADR relevant sind, weil sie die Risiko- und Ertragsquellen des Konzerns widerspiegeln. Zentral sind:
  • Erdgasförderung und -exploration: Suche, Erschließung und Produktion von Gasfeldern in Russland, vor allem in Westsibirien und der Arktis
  • Gastransport und Infrastrukturbetrieb: Betrieb des Hochdruck-Pipelinesystems, Kompressorstationen und Speicheranlagen
  • Gasvertrieb Inland und Export: Verkauf an russische Abnehmer, an Nachbarstaaten und an Fernmärkte in Europa und Asien
  • Strom- und Wärmeerzeugung: Betrieb von Kraftwerken und Fernwärmenetzen in ausgewählten Regionen
  • Öl- und Flüssigkohlenwasserstoffe: Förderung und Vertrieb von Öl und Kondensaten über verbundene Gesellschaften
Die detaillierte Segmentberichterstattung unterliegt russischen Rechnungslegungsvorschriften sowie internationalen Standards, wobei staatliche Einflussnahme und wechselnde Offenlegungspraktiken für Investoren zusätzliche Unsicherheit über die Transparenz der einzelnen Business Units bedeuten können.

Alleinstellungsmerkmale von Gazprom

Die Gazprom ADR ist mit einem zugrunde liegenden Unternehmen verbunden, das aufgrund folgender Merkmale eine Sonderstellung im globalen Energiesektor einnimmt:
  • Kontrolle über einen erheblichen Teil der weltweiten Erdgasreserven in Russland
  • Vertikale Integration von Förderung, Transport, Handel und Energiedienstleistungen
  • Monopolartige Stellung im russischen Hochdruck-Gasnetz
  • Historische Rolle als einer der wichtigsten Gaslieferanten für Europa
  • Staatsnahe Eigentümerstruktur mit maßgeblichem Einfluss des russischen Staates
Diese Eigenschaften schaffen ein Profil, das sich deutlich von privatwirtschaftlich geführten Energieunternehmen westlicher Märkte unterscheidet. Die Kombination aus Rohstoffreichtum, Infrastrukturkontrolle und staatlicher Rückendeckung führt zu einer außergewöhnlichen, aber politisch hochsensiblen Marktposition, die sich unmittelbar in den Chancen und Risiken der Gazprom ADR widerspiegelt.

Burggräben und strukturelle Moats

Die strukturellen Vorteile von Gazprom manifestieren sich in mehreren Burggräben:
  • Ressourcenbasis: Zugang zu extrem großen konventionellen Erdgasfeldern mit vergleichsweise niedrigen Förderkosten
  • Infrastrukturmonopol: Kontrolle über das zentrale Fernleitungsnetz in Russland, das Wettbewerbern den Marktzugang erschwert
  • Markteintrittsbarrieren: Hohe Kapitalkosten und regulatorische Hürden im Pipeline- und Gasfördergeschäft
  • Langfristige Lieferverträge: Historisch zahlreiche langfristige Abnahmeverträge mit Staaten und Versorgern, die Planungssicherheit bieten konnten
  • Staatliche Unterstützung: Politische Rückendeckung bei Großprojekten, Finanzierung und internationalen Verhandlungen
Diese Moats sind jedoch zweischneidig. Sie hängen stark von geopolitischer Stabilität, funktionierenden internationalen Beziehungen und einem Mindestmaß an Vertrauen der Abnehmerländer ab. Der Konflikt mit der Ukraine und die daraus resultierenden Sanktionen haben gezeigt, dass politische Ereignisse zentrale Burggräben schnell aushöhlen können, etwa wenn Exportpipelines brachfallen oder Märkte wegfallen.

Wettbewerber im globalen Energiemarkt

Aus Sicht internationaler Anleger konkurriert Gazprom, und damit indirekt auch die Gazprom ADR, mit anderen großen integrierten Energieunternehmen und staatlich dominierten Gasproduzenten. Zu den wesentlichen Wettbewerbern zählen:
  • Staatlich kontrollierte Konzerne wie QatarEnergy, Saudi Aramco oder Sonatrach
  • Integrierte Öl- und Gasunternehmen wie Shell, BP, TotalEnergies und Equinor
  • LNG-Anbieter aus den USA und Australien, die durch Flüssigerdgas flexible Lieferungen ermöglichen
Während Gazprom traditionell über Pipelinegas in Europa stark verankert war, setzen viele Wettbewerber auf LNG-Infrastruktur, die Lieferketten diversifiziert und geopolitische Abhängigkeiten reduziert. In Asien konkurriert Gazprom mit LNG-Exporteuren sowie regionalen Gasproduzenten um langfristige Lieferverträge. Technologisch und regulatorisch agieren westliche Konkurrenten oft in transparenteren Rechtsräumen, während Gazprom stärker von politischen Entscheidungen und Sanktionen betroffen ist.

Management, Governance und Strategie

Die Gazprom ADR ist an das Management und die Governance-Strukturen von Gazprom PJSC gebunden. Der russische Staat hält eine Mehrheitsbeteiligung, was die Unternehmensführung stark politisch prägt. Der Vorstand und der Aufsichtsrat sind eng mit staatlichen Interessen verknüpft. Die strategische Ausrichtung reflektiert daher neben betriebswirtschaftlichen Kennziffern auch finanzpolitische, außenpolitische und energiepolitische Ziele Russlands. Für konservative Anleger bedeuten diese Strukturen:
  • Begrenzter Minderheitenschutz und potenziell eingeschränkte Aktionärsrechte
  • Erhöhte Wahrscheinlichkeit politisch motivierter Entscheidungen, etwa bei Dividendenpolitik oder Investitionen
  • Abhängigkeit von regulatorischen Änderungen und Dekreten der russischen Regierung
Die aktuelle Strategie des Managements fokussiert auf den Ausbau von Exporten nach Asien, die Erschließung neuer Gasfelder und die Anpassung an verschobene Handelsströme, nachdem wesentliche Pipelines in Richtung Europa politisch und infrastrukturell stark beeinträchtigt sind.

Branche, Märkte und Regionen

Die Gazprom ADR ist der globalen Energiebranche zuzuordnen, mit Schwerpunkt Gasförderung, Gastransport und Energieinfrastruktur. Regional steht Gazprom für ein russisches Kernengagement mit historischen Exportmärkten in Europa und wachsenden Ambitionen in Asien. Branchenweit wird das Gasgeschäft von mehreren strukturellen Trends beeinflusst:
  • Energiewende und Dekarbonisierung in Europa mit schrittweise sinkender Gasnachfrage im Zuge von Klimazielen
  • Steigende Energiebedarfe in Asien, insbesondere in China und Indien
  • Wachsende Bedeutung von LNG als flexiblem globalen Handelsgut
  • Politische Bestrebungen vieler Länder, sich von einzelnen Lieferanten zu diversifizieren
Für Gazprom bedeutet dies, dass traditionelle Stärken im europäischen Pipelinegeschäft unter Druck stehen, während Chancen vor allem in Asien und in neuen regionalen Partnerschaften liegen. Die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen in Russland und den Abnehmerländern bestimmen dabei maßgeblich die Investitionsrisiken, mit direktem Einfluss auf ADR-Investoren.

Historische Entwicklung und Unternehmensgeschichte

Die Wurzeln von Gazprom liegen im sowjetischen Gasministerium. Anfang der 1990er Jahre wurde im Zuge der wirtschaftlichen Transformation der staatliche Energieapparat in eine Aktiengesellschaft überführt. Gazprom entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zu einem der größten Gasunternehmen weltweit, mit einem ausgedehnten Pipeline- und Speichernetzwerk und zentraler Bedeutung für die Energieversorgung Europas. Ab den 2000er Jahren wurden die staatlichen Einflusskanäle sukzessive verstärkt, was sich in der Eigentümerstruktur und im Management widerspiegelte. Die Einführung von ADR-Programmen ermöglichte internationalen Investoren den Zugang zu Gazprom-Aktien an westlichen Börsen, beispielsweise in London oder über US-Marktsegmente. Mit der Verschärfung geopolitischer Konflikte, insbesondere nach 2014 und nochmals massiver seit 2022, verschlechterte sich das Verhältnis zwischen Russland und vielen westlichen Staaten. Dies führte zu Sanktionen, Handelsbeschränkungen und letztlich zur weitgehenden Einstellung des regulären Handels mit Gazprom-ADR an wichtigen westlichen Börsenplätzen. Die Unternehmensgeschichte ist damit eng verwoben mit geopolitischen Spannungen, Energiesicherheitspolitik und der Entwicklung der globalen Gasmärkte.

Sonstige Besonderheiten der Gazprom ADR

Die Gazprom ADR weist für Anleger mehrere Besonderheiten auf, die über die typischen Eigenschaften eines Energieunternehmens hinausgehen:
  • Rechtliche Struktur: ADRs sind Hinterlegungsscheine, die von einer Depotbank ausgegeben werden und Rechte an zugrunde liegenden Aktien repräsentieren. Änderungen in der russischen oder westlichen Regulierung können diese Struktur direkt betreffen.
  • Sanktionsumfeld: Umfangreiche Finanz- und Handelssanktionen westlicher Staaten gegen Russland beeinflussen Handelbarkeit, Verwahrung und Abwicklung der ADRs.
  • Liquidität: Die Börsenliquidität der Gazprom ADR ist aufgrund von Handelsaussetzungen und Einschränkungen stark reduziert oder faktisch entfallen. Dies erschwert Ein- und Ausstieg erheblich.
  • Informationslage: Primärquellen stammen überwiegend aus russischen Veröffentlichungen und Regierungsdokumenten, was Sprachbarrieren und mögliche unterschiedliche Offenlegungsstandards mit sich bringt.
Für konservative Anleger bedeutet dies, dass die Gazprom ADR nicht nur unternehmensspezifische, sondern auch ausgeprägte strukturelle und regulatorische Risiken aufweist, die sich von klassischen Blue-Chip-Energieaktien fundamental unterscheiden.

Chancen und Risiken aus Sicht konservativer Anleger

Die Gazprom ADR verkörpert ein Anlagenvehikel mit asymmetrischem Risikoprofil, das von außergewöhnlich hohen politischen, rechtlichen und marktspezifischen Unsicherheiten geprägt ist. Chancen ergeben sich grundsätzlich aus:
  • Zugang zu einem der größten Erdgasproduzenten der Welt mit bedeutender Ressourcenbasis
  • Langfristigem Gasbedarf in Schwellenländern, insbesondere in Asien
  • Potenzial für Wertaufholung, falls sich geopolitische Spannungen deutlich entschärfen und Handelsbeziehungen normalisieren
Dem stehen substanzielle Risiken gegenüber:
  • Geopolitisches Risiko: Sanktionen, Konflikte und politische Entscheidungen können die wirtschaftliche Basis des Unternehmens und die Rechte der ADR-Inhaber direkt beeinträchtigen.
  • Rechtliches Risiko der ADR-Struktur: Änderungen der russischen Gesetzgebung oder westlicher Sanktionsregime können dazu führen, dass ADRs eingeschränkt, zwangsgetauscht oder wertgemindert werden.
  • Marktrisiko: Verschiebung der globalen Gasströme, verstärkter LNG-Wettbewerb, Dekarbonisierungspolitik und sinkende Gasnachfrage in Europa schwächen das traditionelle Kerngeschäft.
  • Governance-Risiko: Starke staatliche Einflussnahme, eingeschränkter Minderheitenschutz und potenziell begrenzte Durchsetzbarkeit von Anlegerrechten.
  • Liquiditätsrisiko: Begrenzter oder fehlender Handel an westlichen Börsen kann einen Ausstieg zu akzeptablen Preisen unmöglich machen.
Konservative Anleger sollten die Gazprom ADR daher primär als hochspezialisierte, politisch exponierte Rohstoff- und Infrastrukturwette betrachten. Eine Bewertung muss neben fundamentalen Unternehmensdaten vor allem die Stabilität der rechtlichen Rahmenbedingungen, die Dauer der Sanktionen und die Entwicklung der globalen Energiepolitik einbeziehen. Eine pauschale Empfehlung lässt sich vor diesem Hintergrund nicht ableiten; eine individuelle Risikoabwägung und die Prüfung aktueller rechtlicher Einschränkungen sind unabdingbar.
Dieses Wertpapier ist vom Handel ausgesetzt.

News

NEU
Kostenloser Report:
5 defensive Top-Picks für 2026!



Weitere News »

Fundamentale Kennzahlen (2021)

Umsatz in Mio. -
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. -
Jahresüberschuss in Mio. -
Umsatz je Aktie -
Gewinn je Aktie -
Gewinnrendite -
Umsatzrendite -
Return on Investment -
Marktkapitalisierung in Mio. -
KGV (Kurs/Gewinn) -
KBV (Kurs/Buchwert) -
KUV (Kurs/Umsatz) -
Eigenkapitalrendite -
Eigenkapitalquote -

Dividenden Historie

Datum Dividende
19.07.2022 - €
14.07.2021 0,35 $ (0,30 €)
15.07.2020 0,39 €
17.07.2019 0,47 €
18.07.2018 0,22 €
19.07.2017 0,25 €
18.07.2016 0,22 €
15.07.2015 0,27 €
Werbung

Mehr Nachrichten kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse
Benachrichtigungen von ARIVA.DE
(Mit der Bestellung akzeptierst du die Datenschutzhinweise)

Termine

Keine Termine bekannt.

Prognose & Kursziel

Keine aktuellen Prognosen oder Kursziele bekannt.

Unternehmensprofil Gazprom ADR

Die Gazprom American Depositary Receipt (ADR) verbrieft wirtschaftliche Rechte an Stammaktien des russischen Energiekonzerns Gazprom PJSC, dem dominierenden Erdgasproduzenten Russlands. Das Konstrukt diente internationalen Investoren als börsennotiertes Instrument, um indirekt an der Kursentwicklung des Unternehmens teilzuhaben, ohne direkt an der Moskauer Börse engagiert zu sein. Seit den umfassenden Sanktionen westlicher Staaten gegen Russland ab 2022 ist der Handel mit Gazprom-ADR an westlichen Börsen weitgehend suspendiert oder eingestellt. Konservative Anleger müssen das Emittentenrisiko, das geopolitische Risiko sowie die rechtliche Unsicherheit des Hinterlegungsschein-Modells besonders stark gewichten. Im Fokus stehen heute primär Struktur, Geschäftsmodell, strategische Positionierung und die erheblich veränderten Rahmenbedingungen für Auslandsinvestoren.

Geschäftsmodell des zugrunde liegenden Unternehmens

Die Gazprom ADR reflektiert das Geschäftsmodell von Gazprom PJSC als vertikal integriertem Energie- und Infrastrukturanbieter mit Schwerpunkt auf Erdgas. Der Konzern kontrolliert große Teile der russischen Gasreserven, fördert Erdgas, transportiert es über ein weit verzweigtes Pipelinesystem und vermarktet es im In- und Ausland. Ergänzend betreibt Gazprom Aktivitäten in Stromerzeugung, Wärmewirtschaft sowie in begrenztem Umfang im Ölsegment. Die Wertschöpfungskette umfasst Exploration, Förderung, Speicherung, Transport, Vertrieb und Energiedienstleistungen. Dadurch bündelt das Unternehmen Produktion und Infrastruktur in einer Hand, was zu hoher Marktmacht, aber auch zu ausgeprägter politischer Abhängigkeit führt. Die Erträge hängen wesentlich an langfristigen Gaslieferverträgen, Spotmarktpreisen, Exportmengen nach Europa und Asien sowie an regulatorischen Rahmenbedingungen in den Abnehmerregionen.

Mission und strategische Ausrichtung

Offiziell positioniert sich Gazprom als Garant für eine sichere, langfristig verfügbare und kosteneffiziente Energieversorgung, insbesondere mit Erdgas als strategischem Energieträger. Die Mission verknüpft wirtschaftliche Ziele mit der Rolle als staatlich beeinflusster Konzern, der russische Industrie, Haushalte und Exportpartner mit Energie beliefert. Aus Investorensicht steht die Balance zwischen Renditemaximierung, staatlichen Interessen, Versorgungsaufträgen im Inland und geopolitischen Zielsetzungen im Mittelpunkt. Strategisch verfolgt Gazprom seit Jahren eine Diversifizierung der Absatzmärkte weg von der dominanten Europa-Orientierung hin zu Asien, vor allem nach China. Dies geschieht über langfristige Lieferverträge und neue Pipelineprojekte. Parallel versucht das Unternehmen, die Wertschöpfung durch Downstream-Aktivitäten wie Strom- und Wärmeerzeugung zu verbreitern. Die Mission spiegelt damit sowohl klassisch unternehmerische Ziele als auch eine energiepolitische Funktion als Instrument der russischen Staatspolitik wider.

Produkte und Dienstleistungen

Die Gazprom ADR repräsentiert indirekt das Produkt- und Dienstleistungsportfolio von Gazprom PJSC. Im Mittelpunkt steht der Vertrieb von Erdgas an:
  • Industriekunden und Energieversorger im In- und Ausland
  • Regionale Versorger und Kommunen
  • Haushalte in der Russischen Föderation
Daneben bietet Gazprom ergänzende Produkte und Services an:
  • Öl und Gas-Kondensate sowie raffinierte Produkte in begrenztem Umfang
  • Stromerzeugung und Fernwärme über verbundene Kraftwerke
  • Transportdienstleistungen für Gas über Pipelinesysteme
  • Speicherdienstleistungen in unterirdischen Gasspeichern
  • Technische Dienstleistungen in Exploration, Förderung und Pipelinebetrieb
Die Preisbildung erfolgt über langfristige Lieferverträge, zum Teil indexiert an Ölpreise, sowie über regionale Spotmärkte. Diese Mischung sorgt für eine gewisse Planbarkeit, ist jedoch stark von politischen Entscheidungen, Sanktionen, regulatorischen Eingriffen und der physischen Verfügbarkeit zentraler Exportrouten abhängig.

Business Units und Segmentstruktur

Gazprom gliedert seine Aktivitäten in mehrere Segmente, die auch für Inhaber der Gazprom ADR relevant sind, weil sie die Risiko- und Ertragsquellen des Konzerns widerspiegeln. Zentral sind:
  • Erdgasförderung und -exploration: Suche, Erschließung und Produktion von Gasfeldern in Russland, vor allem in Westsibirien und der Arktis
  • Gastransport und Infrastrukturbetrieb: Betrieb des Hochdruck-Pipelinesystems, Kompressorstationen und Speicheranlagen
  • Gasvertrieb Inland und Export: Verkauf an russische Abnehmer, an Nachbarstaaten und an Fernmärkte in Europa und Asien
  • Strom- und Wärmeerzeugung: Betrieb von Kraftwerken und Fernwärmenetzen in ausgewählten Regionen
  • Öl- und Flüssigkohlenwasserstoffe: Förderung und Vertrieb von Öl und Kondensaten über verbundene Gesellschaften
Die detaillierte Segmentberichterstattung unterliegt russischen Rechnungslegungsvorschriften sowie internationalen Standards, wobei staatliche Einflussnahme und wechselnde Offenlegungspraktiken für Investoren zusätzliche Unsicherheit über die Transparenz der einzelnen Business Units bedeuten können.

Alleinstellungsmerkmale von Gazprom

Die Gazprom ADR ist mit einem zugrunde liegenden Unternehmen verbunden, das aufgrund folgender Merkmale eine Sonderstellung im globalen Energiesektor einnimmt:
  • Kontrolle über einen erheblichen Teil der weltweiten Erdgasreserven in Russland
  • Vertikale Integration von Förderung, Transport, Handel und Energiedienstleistungen
  • Monopolartige Stellung im russischen Hochdruck-Gasnetz
  • Historische Rolle als einer der wichtigsten Gaslieferanten für Europa
  • Staatsnahe Eigentümerstruktur mit maßgeblichem Einfluss des russischen Staates
Diese Eigenschaften schaffen ein Profil, das sich deutlich von privatwirtschaftlich geführten Energieunternehmen westlicher Märkte unterscheidet. Die Kombination aus Rohstoffreichtum, Infrastrukturkontrolle und staatlicher Rückendeckung führt zu einer außergewöhnlichen, aber politisch hochsensiblen Marktposition, die sich unmittelbar in den Chancen und Risiken der Gazprom ADR widerspiegelt.

Burggräben und strukturelle Moats

Die strukturellen Vorteile von Gazprom manifestieren sich in mehreren Burggräben:
  • Ressourcenbasis: Zugang zu extrem großen konventionellen Erdgasfeldern mit vergleichsweise niedrigen Förderkosten
  • Infrastrukturmonopol: Kontrolle über das zentrale Fernleitungsnetz in Russland, das Wettbewerbern den Marktzugang erschwert
  • Markteintrittsbarrieren: Hohe Kapitalkosten und regulatorische Hürden im Pipeline- und Gasfördergeschäft
  • Langfristige Lieferverträge: Historisch zahlreiche langfristige Abnahmeverträge mit Staaten und Versorgern, die Planungssicherheit bieten konnten
  • Staatliche Unterstützung: Politische Rückendeckung bei Großprojekten, Finanzierung und internationalen Verhandlungen
Diese Moats sind jedoch zweischneidig. Sie hängen stark von geopolitischer Stabilität, funktionierenden internationalen Beziehungen und einem Mindestmaß an Vertrauen der Abnehmerländer ab. Der Konflikt mit der Ukraine und die daraus resultierenden Sanktionen haben gezeigt, dass politische Ereignisse zentrale Burggräben schnell aushöhlen können, etwa wenn Exportpipelines brachfallen oder Märkte wegfallen.

Wettbewerber im globalen Energiemarkt

Aus Sicht internationaler Anleger konkurriert Gazprom, und damit indirekt auch die Gazprom ADR, mit anderen großen integrierten Energieunternehmen und staatlich dominierten Gasproduzenten. Zu den wesentlichen Wettbewerbern zählen:
  • Staatlich kontrollierte Konzerne wie QatarEnergy, Saudi Aramco oder Sonatrach
  • Integrierte Öl- und Gasunternehmen wie Shell, BP, TotalEnergies und Equinor
  • LNG-Anbieter aus den USA und Australien, die durch Flüssigerdgas flexible Lieferungen ermöglichen
Während Gazprom traditionell über Pipelinegas in Europa stark verankert war, setzen viele Wettbewerber auf LNG-Infrastruktur, die Lieferketten diversifiziert und geopolitische Abhängigkeiten reduziert. In Asien konkurriert Gazprom mit LNG-Exporteuren sowie regionalen Gasproduzenten um langfristige Lieferverträge. Technologisch und regulatorisch agieren westliche Konkurrenten oft in transparenteren Rechtsräumen, während Gazprom stärker von politischen Entscheidungen und Sanktionen betroffen ist.

Management, Governance und Strategie

Die Gazprom ADR ist an das Management und die Governance-Strukturen von Gazprom PJSC gebunden. Der russische Staat hält eine Mehrheitsbeteiligung, was die Unternehmensführung stark politisch prägt. Der Vorstand und der Aufsichtsrat sind eng mit staatlichen Interessen verknüpft. Die strategische Ausrichtung reflektiert daher neben betriebswirtschaftlichen Kennziffern auch finanzpolitische, außenpolitische und energiepolitische Ziele Russlands. Für konservative Anleger bedeuten diese Strukturen:
  • Begrenzter Minderheitenschutz und potenziell eingeschränkte Aktionärsrechte
  • Erhöhte Wahrscheinlichkeit politisch motivierter Entscheidungen, etwa bei Dividendenpolitik oder Investitionen
  • Abhängigkeit von regulatorischen Änderungen und Dekreten der russischen Regierung
Die aktuelle Strategie des Managements fokussiert auf den Ausbau von Exporten nach Asien, die Erschließung neuer Gasfelder und die Anpassung an verschobene Handelsströme, nachdem wesentliche Pipelines in Richtung Europa politisch und infrastrukturell stark beeinträchtigt sind.

Branche, Märkte und Regionen

Die Gazprom ADR ist der globalen Energiebranche zuzuordnen, mit Schwerpunkt Gasförderung, Gastransport und Energieinfrastruktur. Regional steht Gazprom für ein russisches Kernengagement mit historischen Exportmärkten in Europa und wachsenden Ambitionen in Asien. Branchenweit wird das Gasgeschäft von mehreren strukturellen Trends beeinflusst:
  • Energiewende und Dekarbonisierung in Europa mit schrittweise sinkender Gasnachfrage im Zuge von Klimazielen
  • Steigende Energiebedarfe in Asien, insbesondere in China und Indien
  • Wachsende Bedeutung von LNG als flexiblem globalen Handelsgut
  • Politische Bestrebungen vieler Länder, sich von einzelnen Lieferanten zu diversifizieren
Für Gazprom bedeutet dies, dass traditionelle Stärken im europäischen Pipelinegeschäft unter Druck stehen, während Chancen vor allem in Asien und in neuen regionalen Partnerschaften liegen. Die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen in Russland und den Abnehmerländern bestimmen dabei maßgeblich die Investitionsrisiken, mit direktem Einfluss auf ADR-Investoren.

Historische Entwicklung und Unternehmensgeschichte

Die Wurzeln von Gazprom liegen im sowjetischen Gasministerium. Anfang der 1990er Jahre wurde im Zuge der wirtschaftlichen Transformation der staatliche Energieapparat in eine Aktiengesellschaft überführt. Gazprom entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zu einem der größten Gasunternehmen weltweit, mit einem ausgedehnten Pipeline- und Speichernetzwerk und zentraler Bedeutung für die Energieversorgung Europas. Ab den 2000er Jahren wurden die staatlichen Einflusskanäle sukzessive verstärkt, was sich in der Eigentümerstruktur und im Management widerspiegelte. Die Einführung von ADR-Programmen ermöglichte internationalen Investoren den Zugang zu Gazprom-Aktien an westlichen Börsen, beispielsweise in London oder über US-Marktsegmente. Mit der Verschärfung geopolitischer Konflikte, insbesondere nach 2014 und nochmals massiver seit 2022, verschlechterte sich das Verhältnis zwischen Russland und vielen westlichen Staaten. Dies führte zu Sanktionen, Handelsbeschränkungen und letztlich zur weitgehenden Einstellung des regulären Handels mit Gazprom-ADR an wichtigen westlichen Börsenplätzen. Die Unternehmensgeschichte ist damit eng verwoben mit geopolitischen Spannungen, Energiesicherheitspolitik und der Entwicklung der globalen Gasmärkte.

Sonstige Besonderheiten der Gazprom ADR

Die Gazprom ADR weist für Anleger mehrere Besonderheiten auf, die über die typischen Eigenschaften eines Energieunternehmens hinausgehen:
  • Rechtliche Struktur: ADRs sind Hinterlegungsscheine, die von einer Depotbank ausgegeben werden und Rechte an zugrunde liegenden Aktien repräsentieren. Änderungen in der russischen oder westlichen Regulierung können diese Struktur direkt betreffen.
  • Sanktionsumfeld: Umfangreiche Finanz- und Handelssanktionen westlicher Staaten gegen Russland beeinflussen Handelbarkeit, Verwahrung und Abwicklung der ADRs.
  • Liquidität: Die Börsenliquidität der Gazprom ADR ist aufgrund von Handelsaussetzungen und Einschränkungen stark reduziert oder faktisch entfallen. Dies erschwert Ein- und Ausstieg erheblich.
  • Informationslage: Primärquellen stammen überwiegend aus russischen Veröffentlichungen und Regierungsdokumenten, was Sprachbarrieren und mögliche unterschiedliche Offenlegungsstandards mit sich bringt.
Für konservative Anleger bedeutet dies, dass die Gazprom ADR nicht nur unternehmensspezifische, sondern auch ausgeprägte strukturelle und regulatorische Risiken aufweist, die sich von klassischen Blue-Chip-Energieaktien fundamental unterscheiden.

Chancen und Risiken aus Sicht konservativer Anleger

Die Gazprom ADR verkörpert ein Anlagenvehikel mit asymmetrischem Risikoprofil, das von außergewöhnlich hohen politischen, rechtlichen und marktspezifischen Unsicherheiten geprägt ist. Chancen ergeben sich grundsätzlich aus:
  • Zugang zu einem der größten Erdgasproduzenten der Welt mit bedeutender Ressourcenbasis
  • Langfristigem Gasbedarf in Schwellenländern, insbesondere in Asien
  • Potenzial für Wertaufholung, falls sich geopolitische Spannungen deutlich entschärfen und Handelsbeziehungen normalisieren
Dem stehen substanzielle Risiken gegenüber:
  • Geopolitisches Risiko: Sanktionen, Konflikte und politische Entscheidungen können die wirtschaftliche Basis des Unternehmens und die Rechte der ADR-Inhaber direkt beeinträchtigen.
  • Rechtliches Risiko der ADR-Struktur: Änderungen der russischen Gesetzgebung oder westlicher Sanktionsregime können dazu führen, dass ADRs eingeschränkt, zwangsgetauscht oder wertgemindert werden.
  • Marktrisiko: Verschiebung der globalen Gasströme, verstärkter LNG-Wettbewerb, Dekarbonisierungspolitik und sinkende Gasnachfrage in Europa schwächen das traditionelle Kerngeschäft.
  • Governance-Risiko: Starke staatliche Einflussnahme, eingeschränkter Minderheitenschutz und potenziell begrenzte Durchsetzbarkeit von Anlegerrechten.
  • Liquiditätsrisiko: Begrenzter oder fehlender Handel an westlichen Börsen kann einen Ausstieg zu akzeptablen Preisen unmöglich machen.
Konservative Anleger sollten die Gazprom ADR daher primär als hochspezialisierte, politisch exponierte Rohstoff- und Infrastrukturwette betrachten. Eine Bewertung muss neben fundamentalen Unternehmensdaten vor allem die Stabilität der rechtlichen Rahmenbedingungen, die Dauer der Sanktionen und die Entwicklung der globalen Energiepolitik einbeziehen. Eine pauschale Empfehlung lässt sich vor diesem Hintergrund nicht ableiten; eine individuelle Risikoabwägung und die Prüfung aktueller rechtlicher Einschränkungen sind unabdingbar.
Hinweis

Stammdaten

Aktienanzahl 11,82 Mrd.
Streubesitz 31,54%
Land Russland
Sektor Versorger
Branche Gasversorger
Aktientyp ADR

Community-Beiträge zu Gazprom ADR

  • Community-Beiträge
  • Aktuellste Threads

Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community

  • Gazprom wird in den Beiträgen als hoch verschuldetes Unternehmen mit finanziellen Schwierigkeiten nach dem Wegfall der Gasexporte nach Europa beschrieben, inklusive eines Milliardenverlusts 2023 und Nettoverbindlichkeiten von über 6 Billionen Rubel Ende 2024.
  • Ein zentrales Thema sind ausbleibende Dividenden der Muttergesellschaft (keine jährlichen Zahlungen für 2022–2025), kontrastiert mit Dividenden der Tochter Gazprom Neft sowie Hinweisen auf mögliche Änderungen der russischen Zentralbankregeln, die Dividenden auf ADRs wieder erlauben könnten, wobei rechtliche und brokerseitige Abwicklungen als unklar diskutiert werden.
  • Die Meinungen zur Bedeutung von Gazprom und zur Versorgungssicherheit sind geteilt: Einige sehen Deutschland und die EU durch LNG-Terminals und alternative Lieferanten stabilisiert, andere warnen vor Entlassungen, Einnahmeverlusten und langfristigen Risiken; daneben gibt es vereinzelte persönliche und off-topic Beiträge.
Hinweis
Avatar des Verfassers
Aig2
TH3R3B3LL
Die Frage war, ob das hier Gazprom-Forum oder ein Affenzirkus ist?
Avatar des Verfassers
Paul Paulo
Berliner Zeitung:
"TotalEnergies importiert jährlich fünf Millionen Tonnen LNG aus Yamal. Zwei Millionen Tonnen werden nach Europa, zwei Millionen nach Asien verschifft. Eine weitere Million Tonne ist vertraglich nicht an eine Region gebunden, so der TotalEnergies-Chef. Zu den weiteren europäischen Langzeitabnehmern von russischem LNG aus Yamal gehören die deutsche Securing Energy for Europe GmbH (Sefe, ehemals Gazprom Germania) und die spanische Naturgy Energy Group SA. Russland ist nach den USA der zweitgrößte LNG-Lieferant Europas. Im ersten Halbjahr dieses Jahres hat die EU laut Daten von Eurostat russisches Flüssigerdgas im Wert von rund 4,5 Milliarden Euro importiert – das sind 29 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Laut einer aktuellen Studie von Greenpeace hat die EU allein in den ersten acht Monaten dieses Jahres 12,8 Milliarden Kubikmeter russisches LNG importiert. Im ganzen Jahr 2021, also vor Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, seien es 5,9 Milliarden Kubikmeter gewesen. Experten warnen, dass weitere Beschränkungen die Preise in die Höhe treiben könnten." Das ist sehr intelligent, auch in den Augen eines Foristen. Angebot verknappen, höher Preise für alle auf der Nordhalbkugel und schon stimmt die Rechnung :)
Avatar des Verfassers
fenfir123
#9569
"Die Mellon ist und wird auch nie Eigentümer werden, sondern höchstens der Besitzer und als Besitzer kann sie Aufträge nur auf Anweisung der Eigentümer ausführen!" Einfach in den ADR Vertrag sehen, Der Vertrag wurde gekündigt. Bei nicht Wandelung innerhalb der Frist, wurde Automatisch der Verkaufsauftrag gegeben. Dieser Verkaufsauftrag ist Unbefristet. Damit Haftet sie für die Ausführung. Mach dich doch erst mal schlau. Du weist nicht wo von du Redest. Da man nach Ablauf der Frist keinen Anspruch mehr auf die Lieferung der ADR hat, geht der Eigentumsanspruch an die ADR über. So einfach ist das für Leute, die ADR's haben
Avatar des Verfassers
fenfir123
#9567
Wenn du doch nur Lesen und denken könntest, Der Mellon wurden die Aktien übergeben. Sie haben dafür ADR raus gegeben, die Besagen das jetzt der ADR Besitzer Eigentümer der Aktien die bei der Mellon gesammelt sind ist. Das haben sie im Auftrag der Gazprom gemacht. Das ist der Stand den die Verlinkt hast. Dann hat Russland diese Vorgehensweise verboten Darauf hin hat Gazprom den Vertrag mit der Mellon gekündig und die Mellon angewiesen ihren Vertrag mit den ADR Besitzern zu Kündigen. Die Mellon hat Vertragsgemäß den ADR Besitzern angeboten, Die Gazprom auf ein Depot ihrer Wahl, das in Rußland liegt zu übertragen. Dafür gab es eine Frist. Nach Ablauf dieser Frist hat der Anleger, keinen Anspruch mehr auf Lieferung. Dafür hat die Mellon jetzt das Verfügungsrecht über die Gazprom Aktien. Und muss gemäß Vertrag, die Gazprom Aktien verkaufen. Also ist sie im Moment der Eigentümer und Schuldet den Anlegern den Verkaufserlös. Scheint aber für jemanden der keine ADR hat zu hoch zu sein. Jetzt kommt es darauf an, Wann Rußland den Verkauf der Gazprom frei gibt. Und jetzt kannst du weiterhin alles falsch verstehen, alles Leugnen, hier weiter Lügen verbreiten, in dem du einfach per Google KI auf alte Stände verweist. Ich habe in Deutschland ein Depot. Wenn ich die Aktien verleihe oder Verpfände, bin ich nicht mehr Eigentümer. Erst wenn ich sie zurück nehme, oder das Pfand auslöse, bin ich wieder Eigentümer, Jetzt ist die Mellon mit dem Verkauf beauftragt, Also ist sie Eigentümer, bis sie Verkauft sind, oder der Verkaufsauftrag gestrichen ist. Falls du überhaubt Aktien hast, dann gib mal einen Limitierten verkaufsauftrag dann siehst du das,
Avatar des Verfassers
braunbaer06
Wunderbar Paulo
Du hast es auf den Punkt gebracht, Ich glaub viele ernsthafte Teilnehmer haben das forum hier längst verlassen, Klar,wir wissen jetzt alle dass russland und Gaz dank Silberfuchs am Ende sind, Unsere industrie jubelt dank der aktuellen Rohstoffpreise, Investition werden im Eiltempo ins Ausland verlegt, jeder der noch Geld verlässt das Land, Gut,was kümmerts den "Deutschen Michel" , er hat ja gottlob seine tägliche Propaganda.
Avatar des Verfassers
time watch
Warum hat eurer Meinung
nach der Sanktionskurs und die Isolation gegen des russischen Kurses in Bezugnahme des Energiesektors total versagt? Warum steht wir jetzt ohne einen starken Plan da? Und warum sitzen wir nächste Woche wieder in Istanbul und haben nicht mal die Möglichkeit einen Deal zu vereinbaren der nicht ansatzweise zu gut ist, wie die vereinbarten Ziele aus 2022? Weil wir uns in der Energiefrage verzockt haben und zu eitel sind, sich das einzugestehen. Wir haben uns überschätzt und jetzt müssen wir da gesichtswahrend wieder raus kommen und nach Außen den Dicken machen. Einfach nur peinlich das Ganze! Und das alles nur für die Dickköpfe die Gasturbinen nicht als Übergangslösung sehen sondern als des teufels Werk. Die Arroganz stirbt wie die Wahrheit zuerst, dauert nur ein bisschen länger.
Avatar des Verfassers
Paul Paulo
Geschwafel
Kann mir jemand sagen, wie man das senile Blabla von diesem Silberrücken tot stellt, der offenbar seine Rente in Gazprom investiert hatte ?
Avatar des Verfassers
rrr 3000
lieberbärliner
Bitte keine Unterstellungen. Was heißt hier dreckiges Geld mit Blut. Ich habe Gazprom seit 2015/2016 sowie auch andere Aktien als Altersabsicherung. Alle meine Aktien halte ich Jahrzehnte und denke nicht daran sie zu verkaufen.. Was ist daran schlecht? Ich kann die nicht einfach wegwerfen. Zumal es Niemananden hilt. Die Dopelmoral ist erdrückend, nicht zielführend und gehört nicht in dieses Forum. Wo sind die Stimmen gegen das Öl der Saudis die den Jemen den Erdboden gleichmachen? Im Nahen Osten macht Habeck "den Bücklin" und die Grünen wolllen umweltzerstörisches Frackinggas kaufen. Wenn Putin es wöllte wären wir morgen ohne Gas mit fatalen Folgen. Wir haben ja auch einfach seine Konten gesperrt und ihn von SWIFT ausgesetzt usw. Seid froh das GAzprom liefert. Was Putin tut ist furchtbar und durch nichts zu rechtfertigen!! Aber mit oder ohne Gazprom, es wird den Krieg nicht verkürzen solange das Volk überwiegend hinter Putin steht. Die Sanktionen erzeugen beim russ. Volk das Gegenteil-seht der Westen will uns zerstören- und stärken leider Putin . Die Rubel für den Sold werden gedruckt und die Waffen sind bezahlt . Russland orient sich neu nach Asien und hat einen iedrige Verschuldung. Übrigens die Oligarchen haben längt ihr vermögen nach China und anderwohin verlagert.. Endlich kann China mehr Gas in den neunen Piplines transportieren. Bitte über den Tellerrand schauen .
Avatar des Verfassers
tricky_70
hier
Es ist verboten, Zahlungen auf Wertpapiere an ausländische juristische und natürliche Personen zu „überweisen“. Dies gilt sicherlich für Zahlungen wie Dividenden und Zinsen auf Anleihen. Ob dies auch für Einkünfte aus Anteilsverkäufen gilt, ist noch nicht ganz klar.
Avatar des Verfassers
tricky_70
es tut mir leid,
aber es wird keine Dividende geben. Siehe Veröffentlichung der russischen Zentralbank Nr. 018-34-3/1202 vom 28.02 2022
Avatar des Verfassers
ADRbesitzer
Was wird nach 20 Tagen passieren?
Also, ich glaube das jetzt nichts passieren wird. Wir können die nächsten Tage nichts machen. Euroclear macht nichts, Flatex, Smartbroker, Comdirect usw. werden nichts machen weil sie “nichts können”. Aber nachdem? Was dann? Sagt Putin: alle Aktien sind mir? Oder gibt er uns mehr Zeit? Oder Bargeld? Zu welcher Rate?
Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login
Zum Thread wechseln

Häufig gestellte Fragen zur Gazprom ADR Aktie und zum Gazprom ADR Kurs

Das Tickersymbol der Gazprom ADR Aktie lautet OGZPY.

Am 26.04.2011 gab es einen Split im Verhältnis 1:2.

Am 26.04.2011 gab es einen Split im Verhältnis 1:2.

Gazprom ADR hat seinen Hauptsitz in Russland.

Gazprom ADR gehört zum Sektor Gasversorger.

Ja, Gazprom ADR zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 19.07.2022 eine Dividende in Höhe von - € gezahlt.

Zuletzt hat Gazprom ADR am 19.07.2022 eine Dividende in Höhe von - € gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 0,00%. Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Gazprom ADR wurde am 19.07.2022 in Höhe von - € je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 0,00%.

Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 19.07.2022. Es wurde eine Dividende in Höhe von - € gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.