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Formycon Aktie

Aktie
WKN:  A1EWVY ISIN:  DE000A1EWVY8 Branche:  Biotechnologie Land:  Deutschland
23,75 €
-0,45 €
-1,86%
16.01.26
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
438,85 Mio. €
Streubesitz
36,38%
KGV
-11,54
neu: Nachhaltigkeits-Score
28 %
Formycon Aktie Chart

Unternehmensbeschreibung

Die börsennotierte Formycon AG mit Sitz in Martinsried bei München ist ein auf biopharmazeutische Entwicklung fokussiertes Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von Biosimilars für hochkomplexe, patentabgelaufene Biologika spezialisiert hat. Der strategische Schwerpunkt liegt auf ophthalmologischen und immunologischen Wirkstoffen, die in globalen Therapieleitlinien verankert sind. Formycon agiert als forschungs- und entwicklungsgetriebenes Unternehmen ohne eigene großskalige Produktion und positioniert sich in der Wertschöpfungskette vor allem in den kapitalintensiven Phasen präklinischer und klinischer Entwicklung bis zur regulatorischen Zulassung. Ziel ist es, gemeinsam mit Partnern kostenintensive Biologika-Therapien durch qualitativ hochwertige Biosimilars zu substituieren und dadurch Zugang, Wettbewerb und Kosteneffizienz im Gesundheitssystem zu erhöhen.

Geschäftsmodell und Wertschöpfung

Das Geschäftsmodell von Formycon basiert auf der Identifikation, Entwicklung und Wertsteigerung von Biosimilar-Projekten zu Referenzarzneimitteln mit hohen globalen Umsätzen und komplexer Molekülstruktur. Das Unternehmen konzentriert sich auf Wirkstoffe, deren Originator-Produkte einen hohen medizinischen Standard darstellen und in den wichtigsten Märkten – Europa, USA und ausgewählte internationale Regionen – regulatorisch etabliert sind. Einnahmen erzielt Formycon typischerweise über Lizenzvereinbarungen, Entwicklungs- und Meilensteinzahlungen sowie potenzielle Umsatzbeteiligungen nach Markteinführung durch Partner. Die Gesellschaft verfolgt ein Asset-zentriertes Modell: Entwicklungsprogramme werden bis zu klar definierten Wertschwellen geführt, anschließend werden für späte klinische Phasen, Zulassung und Vermarktung in der Regel strategische Allianzen geschlossen. Dieses kooperationsbasierte Modell begrenzt das eigene Kommerzialisierungsrisiko, erhält aber gleichzeitig signifikante Partizipation am potenziellen wirtschaftlichen Erfolg der Produkte. Forschung, Entwicklung, klinische Studiensteuerung, regulatorische Strategie und Projektmanagement bilden den operativen Kern der Wertschöpfungskette.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Formycon besteht darin, durch wissenschaftlich anspruchsvolle Biosimilars eine nachhaltige Entlastung der Gesundheitssysteme zu ermöglichen und gleichzeitig eine hohe Therapiequalität zu gewährleisten. Das Unternehmen versteht sich als Spezialanbieter für komplexe Biologika-Nachfolgeprodukte mit hohen regulatorischen Anforderungen. Strategisch verfolgt Formycon mehrere Leitlinien: Erstens die Fokussierung auf ausgewählte, medizinisch und ökonomisch besonders relevante Referenzarzneimittel, zweitens den Aufbau einer belastbaren klinischen und regulatorischen Erfolgsbilanz, drittens den Ausbau eines nachhaltigen Partnernetzwerks mit globalen Pharma- und Generikakonzernen. Gleichzeitig soll die interne wissenschaftliche Kompetenz entlang der gesamten Biosimilar-Entwicklungskette weiter vertieft werden, um langfristig eine Pipeline mehrerer Programme in unterschiedlichen Entwicklungsstadien zu sichern. Formycon positioniert sich damit als innovationsnahe, aber klar risikobewusste Entwicklungsplattform im Biopharma-Sektor.

Produkte, Pipeline und Dienstleistungen

Formycon entwickelt Biosimilars zu ausgewählten Blockbuster-Biologika, insbesondere im Bereich Augenheilkunde und Immunologie. Die bekannten Entwicklungsprogramme umfassen sowohl bereits zugelassene als auch sich in verschiedenen klinischen Stadien befindliche Biosimilars zu Referenzpräparaten aus der Anti-VEGF-Therapie und entzündungshemmenden Biologika. Die Pipeline ist so strukturiert, dass unterschiedliche Projekte zeitlich gestaffelt in präklinische, klinische und regulatorische Phasen eintreten, um Entwicklungsrisiken zu diversifizieren. Neben der eigenen Produktentwicklung verfügt Formycon über ausgeprägte Expertise in analytischer Charakterisierung, Vergleichsstudien, klinischer Studienplanung und regulatorischer Dossier-Erstellung. Als Dienstleistung werden diese Kompetenzen zum Teil auch in Kooperationsstrukturen eingebracht, etwa bei gemeinsamen Entwicklungsprogrammen, Co-Development-Modellen oder technischen Unterstützungsleistungen für Vermarktungspartner. Formycon betreibt keine breite Lohnentwicklung für Dritte, sondern setzt Dienstleistungen primär zur Stabilisierung und Optimierung der eigenen und der gemeinsam geführten Projekte ein.

Organisation und Business Units

Die Unternehmensstruktur von Formycon ist funktional ausgerichtet und folgt der Wertschöpfungskette der Biosimilar-Entwicklung. Typischerweise lassen sich die Aktivitäten in mehrere Kernbereiche gliedern: Forschung und frühe Entwicklung, analytische Entwicklung und Qualitätskontrolle, klinische Entwicklung, Regulatory Affairs, Projektmanagement sowie Business Development und Partnerschaften. Zusätzlich bestehen unterstützende Funktionen, etwa in Finanzen, Recht, IP-Management und Qualitätssicherung. Die Gruppe arbeitet standortzentriert im Biotech-Cluster Martinsried, kooperiert jedoch eng mit externen Auftragsforschungsinstituten, Produktionsdienstleistern und klinischen Zentren weltweit. Eigenständige, klar abgegrenzte Business Units im Sinne separater Geschäftssegmente mit eigenen Umsatzstrukturen sind nur begrenzt ausgeprägt, da der Schwerpunkt auf integrierter Projektentwicklung und dem Management der Biosimilar-Pipeline liegt.

Alleinstellungsmerkmale

Das zentrale Alleinstellungsmerkmal von Formycon ist die klare Spezialisierung auf komplexe Biosimilars im Hochkompetenz-Bereich. Während viele Generika- und Biosimilar-Hersteller breit diversifizierte Portfolios verfolgen, konzentriert sich Formycon auf wenige, aber besonders anspruchsvolle Referenzwirkstoffe. Daraus ergibt sich eine tiefe Expertise in der strukturellen Analytik, der Vergleichbarkeit von Wirksamkeit und Sicherheit sowie in der klinischen Studienarchitektur für Biologika. Ein weiteres Differenzierungsmerkmal ist die wissenschaftliche und regulatorische Fokussierung auf Märkte mit besonders hohen Zulassungsstandards, vor allem die Europäische Union und die USA. Die Fähigkeit, strenge Vergleichsstudien und komplexe Zulassungsdossiers zu managen, verschafft Formycon eine Positionierung im oberen Qualitätssegment des Biosimilar-Marktes. Hinzu kommt die Verankerung im deutschen Biotech-Ökosystem mit Zugang zu akademischer Grundlagenforschung, spezialisierten Auftragsentwicklern und einem etablierten regulatorischen Umfeld für Biopharmazeutika.

Burggräben und Wettbewerbsvorteile

Im Biosimilar-Segment entstehen Burggräben weniger über klassische Markenstärke als über technologische, regulatorische und partnerschaftliche Eintrittsbarrieren. Formycon verfügt über einen kumulativen Know-how-Vorsprung in der Entwicklung komplexer Biologika-Nachfolgeprodukte, inklusive etablierter Plattformprozesse, analytischer Methoden und regulatorischer Interaktionserfahrung mit den großen Behörden. Diese Wissensbasis ist schwer replizierbar und wird durch ein Portfolio an Schutzrechten, Vertraulichkeitsvereinbarungen und Datenexklusivität flankiert. Stabile Kooperationen mit größeren Pharma- und Generikapartnern fungieren als weiterer Moat, da sie Vertriebskraft, Marktzugang und finanzielle Ressourcen in die Projekte einbinden. Gleichzeitig ist die frühe Projektselektion auf Referenzarzneimittel mit hohem, langfristigem Marktpotenzial ein struktureller Wettbewerbsvorteil, da sie die Wahrscheinlichkeit wirtschaftlich tragfähiger Biosimilar-Launches erhöht. Der Burggraben bleibt jedoch relativ schmal im Vergleich zu vollständig integrierten Big-Pharma-Unternehmen, da Formycon stark von Partnerschaften und regulatorischer Planbarkeit abhängig ist.

Wettbewerbsumfeld

Formycon agiert in einem global intensiv umkämpften Markt für Biosimilars. Zu den relevanten Wettbewerbern zählen große Generika- und Spezialpharmaunternehmen, darunter internationale Gruppen mit breitem Portfolio im Bereich Biologika-Nachfolgeprodukte. Daneben treten forschungsorientierte Biotech-Spezialisten auf, die sich – ähnlich wie Formycon – auf ausgewählte Referenzarzneimittel und Nischenindikationen konzentrieren. Wettbewerber unterscheiden sich hinsichtlich Kapitalausstattung, vertikaler Integration und geografischer Reichweite. In einigen Indikationen existiert ein Oligopol weniger großer Anbieter, in anderen Märkten drängen auch kostensensitive Anbieter aus aufstrebenden Pharmastandorten hinzu. Der Wettbewerb findet nicht nur über den Preis statt, sondern zunehmend über Nachweisqualität, Interchangeability-Status, Verfügbarkeit, Lieferzuverlässigkeit und Support für Ärzte und Kostenträger. Für Formycon bedeutet dies, dass wissenschaftliche Exzellenz und robuste Studiendaten zentrale Wettbewerbsparameter sind, während die kommerzielle Durchsetzungskraft maßgeblich über Partner abgebildet wird.

Management, Governance und Strategieumsetzung

Das Management von Formycon kombiniert wissenschaftlich-technische und betriebswirtschaftliche Kompetenz mit Erfahrung im regulierten Biopharma-Umfeld. Vorstand und Führungsstab verfügen über Hintergründe in Biotechnologie, klinischer Entwicklung, Arzneimittelzulassung und Unternehmensführung. Der Aufsichtsrat spiegelt typischerweise eine Mischung aus Industrieerfahrung, Kapitalmarktkenntnis und regulatorischem Verständnis wider. Strategisch setzt das Management auf fokussiertes Wachstum über die gezielte Erweiterung der Biosimilar-Pipeline, die Sicherung von Entwicklungskapazitäten und die selektive Eingehung von Partnerschaften. Risikosteuerung erfolgt insbesondere über Portfolio-Diversifikation innerhalb des Biosimilar-Segments, striktes Projekt-Controlling und Anpassung an regulatorische Entwicklungen in den Kernmärkten. Für konservative Anleger ist relevant, dass Formycon eine klar definierte Nischenstrategie verfolgt und nicht die kostspielige vollständige Integration von Entwicklung, Produktion und Vertrieb anstrebt, sondern auf kapitaleffiziente Kooperationen setzt.

Branchen- und Regionalanalyse

Die Formycon AG ist in der globalen Biopharma- und speziell in der Biosimilar-Industrie tätig, einem Sektor mit langfristig strukturellem Wachstum. Treiber sind der demografische Wandel, der steigende Einsatz biologischer Arzneimittel, Kostendruck in Gesundheitssystemen und der sukzessive Patentablauf zahlreicher Blockbuster-Biologika. Biosimilars gewinnen in Europa und zunehmend in den USA an Bedeutung, da Kostenträger und Regulierer eine breitere Substitution fördern, sofern strenge Anforderungen an Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit erfüllt werden. Regional agiert Formycon aus Deutschland heraus, einem wichtigen Standort für Biotechnologie mit Zugang zu Fachkräften, Forschungsinstituten und Investoren. Operativ sind die relevanten Absatzmärkte jedoch global: Europa mit einem etablierten Biosimilar-Rahmenwerk, die USA mit wachsender Akzeptanz, sowie weitere internationale Märkte mit heterogener, teils noch im Aufbau befindlicher Regulierung. Regulierung, Preisbildung und Erstattungssysteme unterscheiden sich stark, was zu regional divergierenden Margenprofilen und Markteintrittsbarrieren führt. Für ein auf Entwicklung spezialisierte Unternehmen wie Formycon stehen daher frühzeitige Partnerschaften mit lokal starken Vermarktungspartnern im Vordergrund, um die Komplexität der regionalen Marktstrukturen zu adressieren.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Formycon wurde als Biotechnologieunternehmen im Münchner Raum gegründet und hat sich im Laufe der Zeit strategisch von generischer Entwicklungsarbeit hin zu einer klaren Spezialisierung auf Biosimilars für komplexe Biologika entwickelt. Mit dem Ausbau der Pipeline und ersten fortgeschrittenen Entwicklungsprogrammen erfolgte der Schritt an den Kapitalmarkt, um die finanziellen Anforderungen klinischer Entwicklung und regulatorischer Zulassung zu bewältigen. Im Zuge dieser Entwicklung wurden Partnerschaften mit internationalen Pharma- und Generikakonzernen geschlossen, um die Vermarktung in Schlüsselmärkten zu sichern. Die Unternehmensgeschichte ist geprägt von der schrittweisen Professionalisierung der Strukturen, der Erweiterung der wissenschaftlichen Plattform, dem Ausbau der Qualitäts- und Regulatory-Funktionen sowie der zunehmenden internationalen Vernetzung. Formycon hat damit den Übergang von einem frühen Biotech-Start-up zu einem spezialisierten Entwicklungsunternehmen mit klar definierter Position im Biosimilar-Segment vollzogen.

Sonstige Besonderheiten

Eine Besonderheit von Formycon liegt in der konsequenten Ausrichtung auf regulatorische Höchststandards und evidenzbasierte klinische Programme. Die Projekte sind in der Regel so konzipiert, dass sie nicht nur formale Mindestanforderungen erfüllen, sondern über robuste Vergleichsdaten gegenüber den Referenzpräparaten verfügen. Zudem bewegt sich das Unternehmen in einem sensiblen Segment, in dem Pharmakovigilanz, Risikomanagementpläne und langfristige Sicherheitsbeobachtung zentrale Rollen spielen. Die Kapitalmarktpräsenz als börsennotierte Gesellschaft bedeutet erhöhte Transparenzanforderungen, etwa hinsichtlich Pipelinefortschritt, regulatorischer Meilensteine und Partnerschaftsstrukturen. Für Investoren ist wichtig, dass Formycon typischerweise in projektbezogenen, diskontinuierlichen Sprüngen Wert generiert – beispielsweise bei klinischen Ergebnissen, Zulassungsentscheidungen oder dem Abschluss von Lizenzabkommen. Die Abhängigkeit von externen Vertragsherstellern und Dienstleistern ist charakteristisch für das Asset-light-Modell der Gesellschaft und erfordert ein professionelles Lieferanten- und Qualitätsmanagement.

Chancen und Risiken aus konservativer Anlegerperspektive

Für konservative Anleger ergeben sich bei Formycon differenzierte Chancen- und Risikoprofile. Auf der Chancenseite steht ein strukturell wachsender Biosimilar-Markt, der durch politischen und regulatorischen Willen zur Kostendämpfung unterstützt wird. Die Fokussierung auf komplexe Biologika mit hohem medizinischem Bedarf und die Spezialisierung auf hochwertige Entwicklungsarbeit verschaffen Formycon eine klar erkennbare Positionierung. Gelingt es, weitere Projekte erfolgreich durch klinische Studien und Zulassungsverfahren zu führen und attraktive Lizenzpartnerschaften zu schließen, kann dies zu nachhaltiger Wertschöpfung führen. Die Asset-light-Struktur reduziert zudem Kapitalkosten für eigene Produktions- und Vertriebskapazitäten. Auf der Risikoseite steht ein hohes technologie- und zulassungsbezogenes Risiko: Klinische Rückschläge, Verzögerungen in der Entwicklung oder regulatorische Hürden können Projekte substanziell beeinträchtigen. Der Wettbewerbsdruck im Biosimilar-Segment, insbesondere durch finanzstarke, vertikal integrierte Konzerne, kann Margen und Marktanteile begrenzen. Abhängigkeiten von Partnern und Auftragsfertigern bergen operative und vertragliche Risiken, etwa bei Lieferketten, Preisverhandlungen oder strategischen Neuausrichtungen der Partner. Hinzu kommen regulatorische Unsicherheiten in einzelnen Regionen und potenziell schwankende Erstattungspolitiken. Konservative Anleger sollten diese Faktoren sorgfältig abwägen, die Pipeline-Struktur und den Stand der wichtigsten Projekte im Zeitverlauf eng verfolgen und sich bewusst sein, dass der Unternehmenswert stark von wenigen zentralen Biosimilar-Programmen und ihrer Marktdurchdringung abhängt, ohne daraus eine Anlageempfehlung abzuleiten.

Kursdaten

Geld/Brief -   / -  
Spread -
Schluss Vortag 24,20 €
Gehandelte Stücke 17.830
Tagesvolumen Vortag 385.088,1 €
Tagestief 24,05 €
Tageshoch 24,55 €
52W-Tief 19,02 €
52W-Hoch 58,00 €
Jahrestief 23,75 €
Jahreshoch 26,95 €

News

NEU
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18.02.25
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Formycon: Böse Überraschung
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Nachrichtenlage zusammengefasst

  • Formycon AG hat die Daten aus einer klinischen Phase-III-Studie zu ihrem Biosimilar FYB201 veröffentlicht, die positive Ergebnisse hinsichtlich der Wirksamkeit und Sicherheit zeigen.
  • Die Aktie von Formycon AG erlebte einen Kursanstieg von über 5 % im Zuge der positiven Nachrichten über das Biosimilar, was das Interesse der Investoren an der Aktie erhöht hat.
  • Analysten zeigen sich optimistisch hinsichtlich der künftigen Geschäftsentwicklung der Formycon AG, insbesondere im Hinblick auf die Markteinführung des Biosimilars in den nächsten Monaten.
Hinweis

Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 69,67 €
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. -23,54 €
Jahresüberschuss in Mio. -125,67 €
Umsatz je Aktie 3,94 €
Gewinn je Aktie -7,11 €
Gewinnrendite -27,21%
Umsatzrendite -
Return on Investment -16,28%
Marktkapitalisierung in Mio. 927,38 €
KGV (Kurs/Gewinn) -7,38
KBV (Kurs/Buchwert) 2,01
KUV (Kurs/Umsatz) 13,32
Eigenkapitalrendite -
Eigenkapitalquote +59,85%

Derivate

Hebelprodukte (83)
Knock-Outs 76
Faktor-Zertifikate 7
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Termine

26.03.2026 Veröffentlichung Jahresfinanzbericht
31.03.2026 Quartalsmitteilung
07.05.2026 Pressemeldung zur Quartalsmitteilung (Stichtag Q1)
10.06.2026 Hauptversammlung
Quelle: EQS

Prognose & Kursziel

Die Formycon Aktie wird von Analysten als unterbewertet eingestuft.
Ø Kursziel Akt. Kurs Abstand
40,33 € 23,70 € +70,18%

Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 23,70 € -2,27%
24,25 € 16.01.26
Frankfurt 23,65 € -3,47%
24,50 € 16.01.26
Hamburg 24,30 € -3,38%
25,15 € 16.01.26
Hannover 24,30 € -3,38%
25,15 € 16.01.26
München 24,40 € -4,13%
25,45 € 16.01.26
Stuttgart 23,75 € -2,66%
24,40 € 16.01.26
Xetra 23,75 € -1,86%
24,20 € 16.01.26
L&S RT 23,65 € -0,63%
23,80 € 19:02
Tradegate 23,95 € -2,44%
24,55 € 16.01.26
Quotrix 24,25 € -0,41%
24,35 € 16.01.26
Gettex 23,85 € -1,65%
24,25 € 16.01.26
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
16.01.26 24,05 429 T
15.01.26 24,20 385 T
14.01.26 25,30 351 T
13.01.26 25,85 0,74 M
12.01.26 25,40 426 T
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 25,80 € -7,95%
1 Monat 23,30 € +1,93%
6 Monate 29,25 € -18,80%
1 Jahr 57,30 € -58,55%
5 Jahre 61,20 € -61,19%

Unternehmensprofil Formycon AG

Die börsennotierte Formycon AG mit Sitz in Martinsried bei München ist ein auf biopharmazeutische Entwicklung fokussiertes Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von Biosimilars für hochkomplexe, patentabgelaufene Biologika spezialisiert hat. Der strategische Schwerpunkt liegt auf ophthalmologischen und immunologischen Wirkstoffen, die in globalen Therapieleitlinien verankert sind. Formycon agiert als forschungs- und entwicklungsgetriebenes Unternehmen ohne eigene großskalige Produktion und positioniert sich in der Wertschöpfungskette vor allem in den kapitalintensiven Phasen präklinischer und klinischer Entwicklung bis zur regulatorischen Zulassung. Ziel ist es, gemeinsam mit Partnern kostenintensive Biologika-Therapien durch qualitativ hochwertige Biosimilars zu substituieren und dadurch Zugang, Wettbewerb und Kosteneffizienz im Gesundheitssystem zu erhöhen.

Geschäftsmodell und Wertschöpfung

Das Geschäftsmodell von Formycon basiert auf der Identifikation, Entwicklung und Wertsteigerung von Biosimilar-Projekten zu Referenzarzneimitteln mit hohen globalen Umsätzen und komplexer Molekülstruktur. Das Unternehmen konzentriert sich auf Wirkstoffe, deren Originator-Produkte einen hohen medizinischen Standard darstellen und in den wichtigsten Märkten – Europa, USA und ausgewählte internationale Regionen – regulatorisch etabliert sind. Einnahmen erzielt Formycon typischerweise über Lizenzvereinbarungen, Entwicklungs- und Meilensteinzahlungen sowie potenzielle Umsatzbeteiligungen nach Markteinführung durch Partner. Die Gesellschaft verfolgt ein Asset-zentriertes Modell: Entwicklungsprogramme werden bis zu klar definierten Wertschwellen geführt, anschließend werden für späte klinische Phasen, Zulassung und Vermarktung in der Regel strategische Allianzen geschlossen. Dieses kooperationsbasierte Modell begrenzt das eigene Kommerzialisierungsrisiko, erhält aber gleichzeitig signifikante Partizipation am potenziellen wirtschaftlichen Erfolg der Produkte. Forschung, Entwicklung, klinische Studiensteuerung, regulatorische Strategie und Projektmanagement bilden den operativen Kern der Wertschöpfungskette.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Formycon besteht darin, durch wissenschaftlich anspruchsvolle Biosimilars eine nachhaltige Entlastung der Gesundheitssysteme zu ermöglichen und gleichzeitig eine hohe Therapiequalität zu gewährleisten. Das Unternehmen versteht sich als Spezialanbieter für komplexe Biologika-Nachfolgeprodukte mit hohen regulatorischen Anforderungen. Strategisch verfolgt Formycon mehrere Leitlinien: Erstens die Fokussierung auf ausgewählte, medizinisch und ökonomisch besonders relevante Referenzarzneimittel, zweitens den Aufbau einer belastbaren klinischen und regulatorischen Erfolgsbilanz, drittens den Ausbau eines nachhaltigen Partnernetzwerks mit globalen Pharma- und Generikakonzernen. Gleichzeitig soll die interne wissenschaftliche Kompetenz entlang der gesamten Biosimilar-Entwicklungskette weiter vertieft werden, um langfristig eine Pipeline mehrerer Programme in unterschiedlichen Entwicklungsstadien zu sichern. Formycon positioniert sich damit als innovationsnahe, aber klar risikobewusste Entwicklungsplattform im Biopharma-Sektor.

Produkte, Pipeline und Dienstleistungen

Formycon entwickelt Biosimilars zu ausgewählten Blockbuster-Biologika, insbesondere im Bereich Augenheilkunde und Immunologie. Die bekannten Entwicklungsprogramme umfassen sowohl bereits zugelassene als auch sich in verschiedenen klinischen Stadien befindliche Biosimilars zu Referenzpräparaten aus der Anti-VEGF-Therapie und entzündungshemmenden Biologika. Die Pipeline ist so strukturiert, dass unterschiedliche Projekte zeitlich gestaffelt in präklinische, klinische und regulatorische Phasen eintreten, um Entwicklungsrisiken zu diversifizieren. Neben der eigenen Produktentwicklung verfügt Formycon über ausgeprägte Expertise in analytischer Charakterisierung, Vergleichsstudien, klinischer Studienplanung und regulatorischer Dossier-Erstellung. Als Dienstleistung werden diese Kompetenzen zum Teil auch in Kooperationsstrukturen eingebracht, etwa bei gemeinsamen Entwicklungsprogrammen, Co-Development-Modellen oder technischen Unterstützungsleistungen für Vermarktungspartner. Formycon betreibt keine breite Lohnentwicklung für Dritte, sondern setzt Dienstleistungen primär zur Stabilisierung und Optimierung der eigenen und der gemeinsam geführten Projekte ein.

Organisation und Business Units

Die Unternehmensstruktur von Formycon ist funktional ausgerichtet und folgt der Wertschöpfungskette der Biosimilar-Entwicklung. Typischerweise lassen sich die Aktivitäten in mehrere Kernbereiche gliedern: Forschung und frühe Entwicklung, analytische Entwicklung und Qualitätskontrolle, klinische Entwicklung, Regulatory Affairs, Projektmanagement sowie Business Development und Partnerschaften. Zusätzlich bestehen unterstützende Funktionen, etwa in Finanzen, Recht, IP-Management und Qualitätssicherung. Die Gruppe arbeitet standortzentriert im Biotech-Cluster Martinsried, kooperiert jedoch eng mit externen Auftragsforschungsinstituten, Produktionsdienstleistern und klinischen Zentren weltweit. Eigenständige, klar abgegrenzte Business Units im Sinne separater Geschäftssegmente mit eigenen Umsatzstrukturen sind nur begrenzt ausgeprägt, da der Schwerpunkt auf integrierter Projektentwicklung und dem Management der Biosimilar-Pipeline liegt.

Alleinstellungsmerkmale

Das zentrale Alleinstellungsmerkmal von Formycon ist die klare Spezialisierung auf komplexe Biosimilars im Hochkompetenz-Bereich. Während viele Generika- und Biosimilar-Hersteller breit diversifizierte Portfolios verfolgen, konzentriert sich Formycon auf wenige, aber besonders anspruchsvolle Referenzwirkstoffe. Daraus ergibt sich eine tiefe Expertise in der strukturellen Analytik, der Vergleichbarkeit von Wirksamkeit und Sicherheit sowie in der klinischen Studienarchitektur für Biologika. Ein weiteres Differenzierungsmerkmal ist die wissenschaftliche und regulatorische Fokussierung auf Märkte mit besonders hohen Zulassungsstandards, vor allem die Europäische Union und die USA. Die Fähigkeit, strenge Vergleichsstudien und komplexe Zulassungsdossiers zu managen, verschafft Formycon eine Positionierung im oberen Qualitätssegment des Biosimilar-Marktes. Hinzu kommt die Verankerung im deutschen Biotech-Ökosystem mit Zugang zu akademischer Grundlagenforschung, spezialisierten Auftragsentwicklern und einem etablierten regulatorischen Umfeld für Biopharmazeutika.

Burggräben und Wettbewerbsvorteile

Im Biosimilar-Segment entstehen Burggräben weniger über klassische Markenstärke als über technologische, regulatorische und partnerschaftliche Eintrittsbarrieren. Formycon verfügt über einen kumulativen Know-how-Vorsprung in der Entwicklung komplexer Biologika-Nachfolgeprodukte, inklusive etablierter Plattformprozesse, analytischer Methoden und regulatorischer Interaktionserfahrung mit den großen Behörden. Diese Wissensbasis ist schwer replizierbar und wird durch ein Portfolio an Schutzrechten, Vertraulichkeitsvereinbarungen und Datenexklusivität flankiert. Stabile Kooperationen mit größeren Pharma- und Generikapartnern fungieren als weiterer Moat, da sie Vertriebskraft, Marktzugang und finanzielle Ressourcen in die Projekte einbinden. Gleichzeitig ist die frühe Projektselektion auf Referenzarzneimittel mit hohem, langfristigem Marktpotenzial ein struktureller Wettbewerbsvorteil, da sie die Wahrscheinlichkeit wirtschaftlich tragfähiger Biosimilar-Launches erhöht. Der Burggraben bleibt jedoch relativ schmal im Vergleich zu vollständig integrierten Big-Pharma-Unternehmen, da Formycon stark von Partnerschaften und regulatorischer Planbarkeit abhängig ist.

Wettbewerbsumfeld

Formycon agiert in einem global intensiv umkämpften Markt für Biosimilars. Zu den relevanten Wettbewerbern zählen große Generika- und Spezialpharmaunternehmen, darunter internationale Gruppen mit breitem Portfolio im Bereich Biologika-Nachfolgeprodukte. Daneben treten forschungsorientierte Biotech-Spezialisten auf, die sich – ähnlich wie Formycon – auf ausgewählte Referenzarzneimittel und Nischenindikationen konzentrieren. Wettbewerber unterscheiden sich hinsichtlich Kapitalausstattung, vertikaler Integration und geografischer Reichweite. In einigen Indikationen existiert ein Oligopol weniger großer Anbieter, in anderen Märkten drängen auch kostensensitive Anbieter aus aufstrebenden Pharmastandorten hinzu. Der Wettbewerb findet nicht nur über den Preis statt, sondern zunehmend über Nachweisqualität, Interchangeability-Status, Verfügbarkeit, Lieferzuverlässigkeit und Support für Ärzte und Kostenträger. Für Formycon bedeutet dies, dass wissenschaftliche Exzellenz und robuste Studiendaten zentrale Wettbewerbsparameter sind, während die kommerzielle Durchsetzungskraft maßgeblich über Partner abgebildet wird.

Management, Governance und Strategieumsetzung

Das Management von Formycon kombiniert wissenschaftlich-technische und betriebswirtschaftliche Kompetenz mit Erfahrung im regulierten Biopharma-Umfeld. Vorstand und Führungsstab verfügen über Hintergründe in Biotechnologie, klinischer Entwicklung, Arzneimittelzulassung und Unternehmensführung. Der Aufsichtsrat spiegelt typischerweise eine Mischung aus Industrieerfahrung, Kapitalmarktkenntnis und regulatorischem Verständnis wider. Strategisch setzt das Management auf fokussiertes Wachstum über die gezielte Erweiterung der Biosimilar-Pipeline, die Sicherung von Entwicklungskapazitäten und die selektive Eingehung von Partnerschaften. Risikosteuerung erfolgt insbesondere über Portfolio-Diversifikation innerhalb des Biosimilar-Segments, striktes Projekt-Controlling und Anpassung an regulatorische Entwicklungen in den Kernmärkten. Für konservative Anleger ist relevant, dass Formycon eine klar definierte Nischenstrategie verfolgt und nicht die kostspielige vollständige Integration von Entwicklung, Produktion und Vertrieb anstrebt, sondern auf kapitaleffiziente Kooperationen setzt.

Branchen- und Regionalanalyse

Die Formycon AG ist in der globalen Biopharma- und speziell in der Biosimilar-Industrie tätig, einem Sektor mit langfristig strukturellem Wachstum. Treiber sind der demografische Wandel, der steigende Einsatz biologischer Arzneimittel, Kostendruck in Gesundheitssystemen und der sukzessive Patentablauf zahlreicher Blockbuster-Biologika. Biosimilars gewinnen in Europa und zunehmend in den USA an Bedeutung, da Kostenträger und Regulierer eine breitere Substitution fördern, sofern strenge Anforderungen an Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit erfüllt werden. Regional agiert Formycon aus Deutschland heraus, einem wichtigen Standort für Biotechnologie mit Zugang zu Fachkräften, Forschungsinstituten und Investoren. Operativ sind die relevanten Absatzmärkte jedoch global: Europa mit einem etablierten Biosimilar-Rahmenwerk, die USA mit wachsender Akzeptanz, sowie weitere internationale Märkte mit heterogener, teils noch im Aufbau befindlicher Regulierung. Regulierung, Preisbildung und Erstattungssysteme unterscheiden sich stark, was zu regional divergierenden Margenprofilen und Markteintrittsbarrieren führt. Für ein auf Entwicklung spezialisierte Unternehmen wie Formycon stehen daher frühzeitige Partnerschaften mit lokal starken Vermarktungspartnern im Vordergrund, um die Komplexität der regionalen Marktstrukturen zu adressieren.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Formycon wurde als Biotechnologieunternehmen im Münchner Raum gegründet und hat sich im Laufe der Zeit strategisch von generischer Entwicklungsarbeit hin zu einer klaren Spezialisierung auf Biosimilars für komplexe Biologika entwickelt. Mit dem Ausbau der Pipeline und ersten fortgeschrittenen Entwicklungsprogrammen erfolgte der Schritt an den Kapitalmarkt, um die finanziellen Anforderungen klinischer Entwicklung und regulatorischer Zulassung zu bewältigen. Im Zuge dieser Entwicklung wurden Partnerschaften mit internationalen Pharma- und Generikakonzernen geschlossen, um die Vermarktung in Schlüsselmärkten zu sichern. Die Unternehmensgeschichte ist geprägt von der schrittweisen Professionalisierung der Strukturen, der Erweiterung der wissenschaftlichen Plattform, dem Ausbau der Qualitäts- und Regulatory-Funktionen sowie der zunehmenden internationalen Vernetzung. Formycon hat damit den Übergang von einem frühen Biotech-Start-up zu einem spezialisierten Entwicklungsunternehmen mit klar definierter Position im Biosimilar-Segment vollzogen.

Sonstige Besonderheiten

Eine Besonderheit von Formycon liegt in der konsequenten Ausrichtung auf regulatorische Höchststandards und evidenzbasierte klinische Programme. Die Projekte sind in der Regel so konzipiert, dass sie nicht nur formale Mindestanforderungen erfüllen, sondern über robuste Vergleichsdaten gegenüber den Referenzpräparaten verfügen. Zudem bewegt sich das Unternehmen in einem sensiblen Segment, in dem Pharmakovigilanz, Risikomanagementpläne und langfristige Sicherheitsbeobachtung zentrale Rollen spielen. Die Kapitalmarktpräsenz als börsennotierte Gesellschaft bedeutet erhöhte Transparenzanforderungen, etwa hinsichtlich Pipelinefortschritt, regulatorischer Meilensteine und Partnerschaftsstrukturen. Für Investoren ist wichtig, dass Formycon typischerweise in projektbezogenen, diskontinuierlichen Sprüngen Wert generiert – beispielsweise bei klinischen Ergebnissen, Zulassungsentscheidungen oder dem Abschluss von Lizenzabkommen. Die Abhängigkeit von externen Vertragsherstellern und Dienstleistern ist charakteristisch für das Asset-light-Modell der Gesellschaft und erfordert ein professionelles Lieferanten- und Qualitätsmanagement.

Chancen und Risiken aus konservativer Anlegerperspektive

Für konservative Anleger ergeben sich bei Formycon differenzierte Chancen- und Risikoprofile. Auf der Chancenseite steht ein strukturell wachsender Biosimilar-Markt, der durch politischen und regulatorischen Willen zur Kostendämpfung unterstützt wird. Die Fokussierung auf komplexe Biologika mit hohem medizinischem Bedarf und die Spezialisierung auf hochwertige Entwicklungsarbeit verschaffen Formycon eine klar erkennbare Positionierung. Gelingt es, weitere Projekte erfolgreich durch klinische Studien und Zulassungsverfahren zu führen und attraktive Lizenzpartnerschaften zu schließen, kann dies zu nachhaltiger Wertschöpfung führen. Die Asset-light-Struktur reduziert zudem Kapitalkosten für eigene Produktions- und Vertriebskapazitäten. Auf der Risikoseite steht ein hohes technologie- und zulassungsbezogenes Risiko: Klinische Rückschläge, Verzögerungen in der Entwicklung oder regulatorische Hürden können Projekte substanziell beeinträchtigen. Der Wettbewerbsdruck im Biosimilar-Segment, insbesondere durch finanzstarke, vertikal integrierte Konzerne, kann Margen und Marktanteile begrenzen. Abhängigkeiten von Partnern und Auftragsfertigern bergen operative und vertragliche Risiken, etwa bei Lieferketten, Preisverhandlungen oder strategischen Neuausrichtungen der Partner. Hinzu kommen regulatorische Unsicherheiten in einzelnen Regionen und potenziell schwankende Erstattungspolitiken. Konservative Anleger sollten diese Faktoren sorgfältig abwägen, die Pipeline-Struktur und den Stand der wichtigsten Projekte im Zeitverlauf eng verfolgen und sich bewusst sein, dass der Unternehmenswert stark von wenigen zentralen Biosimilar-Programmen und ihrer Marktdurchdringung abhängt, ohne daraus eine Anlageempfehlung abzuleiten.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 438,85 Mio. €
Aktienanzahl 17,66 Mio.
Streubesitz 36,38%
Währung EUR
Land Deutschland
Sektor Gesundheit
Branche Biotechnologie
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+63,62% Weitere
+36,38% Streubesitz

Community-Beiträge zu Formycon AG

  • Community-Beiträge
  • Aktuellste Threads

Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community

  • Formycon verzeichnete zuletzt mehrere operative Fortschritte und Partnerschaften: US‑Zulassung für das Ranibizumab‑Biosimilar Nufymco® mit Zydus als Vermarkter, eine exklusive MENA‑Lizenz für den Keytruda‑Biosimilar FYB206 mit MS Pharma sowie den Abschluss der Patientenrekrutierung für FYB206 und Produktfortschritte wie FYB201 (Ranivisio) in Fertigspritzen.
  • Finanz‑ und marktseitig bestätigte das Unternehmen seine Jahresprognose, platzierte nach Überzeichnung eine Anleihe zur Stärkung des Working Capitals, woraufhin Analysten (u. a. RBC) Kursziele nannten und die Aktie trotz kurzfristiger Erholungen, Rallys und Ausbruchsversuche weiter hohe Volatilität und Gewinnmitnahmen zeigte.
  • In der Anlegerdiskussion dominiert eine gemischte Stimmung: Einige sehen wegen der Pipeline und Partnerschaften erhebliches Kurspotenzial, andere kritisieren das Ausbleiben nachhaltiger Umsätze und Gewinne und fordern, dass Kooperationen erst in reale Erlöse und Profitabilität umgesetzt werden müssen, damit die positiven Nachrichten wirkliche Kursgewinne tragen.
Hinweis
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xoxos
Formycon berichtet
...von einem "guten Jahr 2024" . Frage mich was daran gut ist. Verlust in 3 stelliger Millionenhöhe, verursacht durch hohe Abschreibungen. Umsatzrückgang um 10%. Gleichzeitig kündigt Partner Sandoz an, die Vermarktung des Lucentis-Biosimilars für 1 Jahr zu pausieren. Die Guidance ist m.E, ebenfalls enttäuschend . Man erwartet einen weiteren Umsatzrückgang sowie einen Verlust zwischen 10 und 20 Mio. Nach Vermarktungsstart der ersten 2 Medikamente hätte man erwartet, dass Umsätze nachhaltig steigen und die Gewinne steigen. Zudem droht Trump jetzt auch noch mit Zöllen auf Pharmaprodukte. Ich sehe absolut keinen Grund hier zu kaufen. Die Konkurrenzsituation ist einfach zu stark um ordentliche Margen zu erzielen. Man hätte es sich anders gewünscht. Bin hier bei ca. 60 raus; nehme die Aktie jetzt endgültig von meiner Watchlist runter.
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captur
Nachteile
Die Firma Formycon hat als innovatives Unternehmen im Bereich der Biosimilars viele Stärken, aber es gibt auch Herausforderungen und potenzielle Nachteile, die beachtet werden sollten: 1. Abhängigkeit von Biosimilars: Formycon konzentriert sich fast ausschließlich auf die Entwicklung von Biosimilars. Wenn sich die Marktdynamik oder regulatorische Anforderungen ändern, könnte dies das Geschäft erheblich beeinträchtigen. 2. Regulatorisches Risiko: Die Zulassung von Biosimilars ist komplex und langwierig. Strenge Anforderungen von Behörden wie der EMA oder der FDA können Verzögerungen oder sogar Ablehnungen verursachen. 3. Konkurrenzdruck: Der Biosimilar-Markt wird immer wettbewerbsintensiver. Große Pharmaunternehmen und andere Biotech-Firmen kämpfen um Marktanteile, was Preisdruck und Margenbelastungen mit sich bringt. 4. Abhängigkeit von Partnern: Formycon arbeitet oft mit Lizenz- und Vertriebspartnern zusammen. Probleme oder Verzögerungen bei diesen Partnern könnten den Markterfolg der Produkte beeinträchtigen. 5. Hohe Entwicklungs- und Produktionskosten: Im Vergleich zu klassischen Generika erfordern Biosimilars erheblich höhere Investitionen in Forschung, klinische Studien und Produktion. Diese Kosten müssen durch erfolgreiche Markteinführungen gedeckt werden. 6. Unsicherheit bei Patenten: Obwohl Biosimilars nach Patentablauf der Originalprodukte entwickelt werden, kann es immer wieder zu rechtlichen Auseinandersetzungen mit Originalherstellern kommen, was zusätzliche Kosten und Verzögerungen bedeutet. 7. Markt- und Preisdruck: Selbst nach erfolgreicher Zulassung kann der Wettbewerb stark sein, was zu Preiskämpfen führt und den erwarteten Umsatz schmälern kann.
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Fastpanzer
FYB203 - ich hab schon bock
Ich hab schon bock mit FYB203 Bayer das Wasser abzugraben :D Wäre ja nicht das erste Mal, dass bei Zulassung eines Medis die Forschungsfirma absäuft. Also eher nachträglicher Gruß von FYB203 weil nicht sofort und auf Knopfdruck Umsätze und Gewinne dafür da sind. Wenn ich mir so die Partner von Formycon angucke. Die haben doch schon bewiesen das sie was können. Wird schon werden! Werd mich bald ärgern nicht richtig zugepackt zu haben, als der Kurs noch tiefer stand. Für heute kann man ja mit SL arbeiten, sollte die Furcht noch nicht verfolgen sein. Das sagt die KI dazu :D Sry, für den Spam, ich bin neu bei diesem Unternehmen. Formycon gilt als eine angesehene Firma im Bereich der Biotechnologie, insbesondere im Bereich der Biosimilars. Es gibt mehrere Aspekte, die dafür sprechen, dass Formycon eine gute Firma ist: Erfahrung und Fachkompetenz: Formycon hat umfangreiche Erfahrung in der Entwicklung von Biosimilars. Das Unternehmen hat mehrere Biosimilar-Projekte erfolgreich vorangetrieben, was seine Kompetenz und das Vertrauen in seine Fähigkeiten unterstreicht. Partnerschaften: Formycon arbeitet mit großen Pharmaunternehmen zusammen, um seine Produkte zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Diese Partnerschaften zeigen, dass Formycon von anderen Akteuren der Branche als vertrauenswürdig und kompetent angesehen wird. Forschung und Entwicklung: Das Unternehmen investiert kontinuierlich in Forschung und Entwicklung, um innovative Therapien anzubieten, die Patienten weltweit zugutekommen. Dies trägt dazu bei, die Kosten im Gesundheitswesen zu senken und gleichzeitig die Qualität der Versorgung zu verbessern. Nachhaltigkeit und Wachstum: Formycon hat sich in den letzten Jahren gut entwickelt, was auf ein solides Geschäftsmodell und kontinuierliches Wachstum hinweist. Die Erweiterung seines Portfolios und die Entwicklung neuer Produkte zeugen von einer langfristigen Vision. Natürlich gibt es auch Risiken, wie bei jedem Unternehmen. Die Entwicklung und Zulassung von Biosimilars ist mit Herausforderungen verbunden, insbesondere in einem wettbewerbsintensiven Markt. Doch insgesamt betrachtet ist Formycon eine angesehene Firma mit einem starken Fokus auf Innovation und Qualität.
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Chaecka
Ohne Häme
Ich verfolge den Wert seit dessen Nennung im Jahresdepotspiel, in dem letztes Jahr die Halter von (bestimmten) Bio-Tech-Werten die besten Ergebnisse erzielen konnten. Ich hatte bisher kein Glück mit Biotech. Letztlich kommt doch nur einer von 20 Werten durch. Und klar, von deren Besitzern hört man dann auch viel, was die Wahrnehmung verfälscht. Die anderen schreiben still und leise ihre Verluste ab und lecken sich die Wunden. So wie hier.
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Profitgier
Formycom gibt Bekannt
https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/eqs-adhoc-formycon-gibt-entscheidung-zu-phase-iii-studie-von-fyb206-bekannt-und-informiert-252-ber-potenziellen-anpassungsbedarf-bei-der-bewertung-von-fyb202-und-fyb201-14246203 Kommt nicht gut an!
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erfg
Pivotale klinische Phase III gestartet:
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BigBen2013
bis zur markteinführung des 1ten produktes ab 2020
heute mit einem gap down eröffnet.....ab morgen oder montag bzw die tage, mit und in panik modus....richtung 17...bis zur markteinführung des 1ten produktes ab 2020 voll durchfinanziert, na super....bis dahin haben die produkte von chrs und pfnx und co. schon längst ihre marktpräsenz.... wer glaubt das man für ein medikamentprodukt 10 verschiede biosimilinars braucht sollte sich mit dem weihnachtsamann verabreden um die produktivität/marge aus zu kniffeln;).... die letzet beissen die schwei.. auch hier bei der gewinnsicherung...mfg
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erfg
Research Update:
Aktien Analyse - Fondsanalyse
Aktien Analyse und Fondsanalyse - aktuelle Artikel und Expertenempfehlungen. Maximaler Gewinn und minimales Risiko durch Analysen von Fonds und Aktien.

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BigBen2013
kurs fällt unter 200g linie....
momentan sind bios out....der dax berappelt sich und die nebenwerte werden abverkauft....denke hier kommen kurse zwischen 13 und 17€ auf uns zu.... alle bios sind fast 50% und mehr unter ihrer fibonacci retracement.... also augen auf die scheine von L&S werden noch abgeholt.....die bank gewinnt immer...schon merkwürdig das es keine short`s gibt...mfg LS0W1W Lang & Schwar. 16.06.2016 21,00 21,00 5,91 0,39 0,46 Call LS0V5W Lang & Schwar. 16.06.2016 20,00 20,00 4,65 0,49 0,56 Call LS0V2B Lang & Schwar. 16.06.2016 19,00 19,00 3,83 0,59 0,66 Call LS0M7D Lang & Schwar. 15.12.2015 18,00 18,00 3,36 0,67 0,74 Call LS0V2A Lang & Schwar. 16.06.2016 17,00 17,00 2,80 0,77 0,84 Call LS0M7C Lang & Schwar. 15.12.2015 16,00 16,00 2,57 0,87 0,94 Call LS0V19 Lang & Schwar. 16.06.2016 15,00 15,00 2,23 0,97 1,04 Call
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Häufig gestellte Fragen zur Formycon Aktie und zum Formycon Kurs

Der aktuelle Kurs der Formycon Aktie liegt bei 23,75 €.

Für 1.000€ kann man sich 42,11 Formycon Aktien kaufen.

Die 1 Monats-Performance der Formycon Aktie beträgt aktuell 1,93%.

Die 1 Jahres-Performance der Formycon Aktie beträgt aktuell -58,55%.

Der Aktienkurs der Formycon Aktie liegt aktuell bei 23,75 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von 1,93% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Formycon eine Wertentwicklung von -1,45% aus und über 6 Monate sind es -18,80%.

Das 52-Wochen-Hoch der Formycon Aktie liegt bei 58,00 €.

Das 52-Wochen-Tief der Formycon Aktie liegt bei 19,02 €.

Das Allzeithoch von Formycon liegt bei 94,10 €.

Das Allzeittief von Formycon liegt bei 1,81 €.

Die Volatilität der Formycon Aktie liegt derzeit bei 50,96%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Formycon in letzter Zeit schwankte.

Das aktuelle durchschnittliche Kursziel liegt bei 40,33 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies einen Unterschied von +70,18%.

Die aktuelle durchschnittliche Prognose von Analysten liegt bei 40,33 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies einen Unterschied von +70,18%.

Analysten haben ein Kursziel für 2027 abgegeben. Das durchschnittliche Formycon Kursziel beträgt 40,33 €. Das ist +70,18% höher als der aktuelle Aktienkurs. Die Analysten empfehlen Formycon 3 x zum Kauf, 0 x zum Halten und 0 x zum Verkauf.

Analysten haben ein Kursziel 2027 abgegeben. Das durchschnittliche Formycon Kursziel beträgt 40,33 €. Das ist +70,18% höher als der aktuelle Aktienkurs. Die Analysten empfehlen Formycon 3 x zum Kauf, 0 x zum Halten und 0 x zum Verkauf.

Analysten haben ein Kursziel für 2027 abgegeben. Laut Analysten liegt das durchschnittliche Kursziel bei 40,33 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies ein Kurspotenzial von +70,18%.

Laut aktuellen Analystenschätzungen liegt das durchschnittliche Kursziel für die Formycon Aktie bei 40,33 €. Viele Analysten sehen damit Potenzial nach oben bei der Formycon Aktie.

Die Marktkapitalisierung beträgt 438,85 Mio. €

Insgesamt sind 17,7 Mio Formycon Aktien im Umlauf.

Laut money:care Nachhaltigkeitsscore liegt die Nachhaltigkeit von Formycon bei 28%. Erfahre hier mehr

Formycon hat seinen Hauptsitz in Deutschland.

Formycon gehört zum Sektor Biotechnologie.

Das KGV der Formycon Aktie beträgt -11,54.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Formycon betrug 69.674.000 €.

Die nächsten Termine von Formycon sind:
  • 26.03.2026 - Veröffentlichung Jahresfinanzbericht
  • 31.03.2026 - Quartalsmitteilung
  • 07.05.2026 - Pressemeldung zur Quartalsmitteilung (Stichtag Q1)
  • 10.06.2026 - Hauptversammlung
  • 12.08.2026 - Veröffentlichung Halbjahresfinanzbericht
  • 12.11.2026 - Pressemeldung zur Quartalsmitteilung (Stichtag Q3)

Laut Daten gab es im letzten Monat eine Insidertransaktion, die Hinweise auf die Stimmung innerhalb von Formycon gibt. Es handelte sich dabei um einen Kauf der Formycon Aktie

Nein, Formycon zahlt keine Dividenden.