Nahaufnahme des Ford-Markenlogos vor blauem Himmelshintergrund
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Ford-Zahlen enttäuschen: Milliardenabschreibungen drücken die Bilanz

Ford hat enttäuschende Zahlen veröffentlicht und meldet wegen E-Auto-Abschreibungen, Brand und Zöllen hohe Verluste, doch CEO Jim Farley bleibt optimistisch.
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Der Autobauer Ford hat im vierten Quartal die Erwartungen der Wall Street verfehlt und einen massiven Nettoverlust ausgewiesen. Belastet wurde das Ergebnis von milliardenschweren Abschreibungen auf das Elektrogeschäft, höheren Kosten infolge eines Brandes bei einem Aluminiumzulieferer sowie zusätzlichen Zollaufwendungen.

Vorstandschef Jim Farley zeigt sich dennoch zuversichtlich und stellt für 2026 eine deutliche Ergebnisverbesserung in Aussicht.

Milliardenverlust nach Abschreibungen

Im Schlussquartal meldete Ford einen Nettoverlust von 11,1 Milliarden US-Dollar. Hauptursache waren bereits zuvor angekündigte Wertberichtigungen auf Elektrofahrzeugprogramme in Höhe von insgesamt 19,5 Milliarden US-Dollar, die über mehrere Quartale verteilt verbucht werden.

Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 13 Cent und damit deutlich unter den Analystenschätzungen von 19 Cent. Das operative Kernergebnis halbierte sich nahezu auf rund 1 Milliarde US-Dollar.

Der Umsatz erreichte im vierten Quartal 45,9 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen. Für das Gesamtjahr 2025 summierten sich die Erlöse auf 187,3 Milliarden US-Dollar – das fünfte Jahr in Folge mit Umsatzwachstum.

Die Aktie notiert Mittwochmittag im europäischen Handel bei 11,43 Euro, ein Minus von 0,78 Prozent.

Aluminium-Brand und neue Zölle belasten stärker als erwartet

Ein wesentlicher Belastungsfaktor war ein schwerwiegender Brand in einem Aluminiumwerk im Bundesstaat New York. Die Anlage, die im vergangenen Jahr zwei größere Feuer erlitt, wird voraussichtlich erst zwischen Mai und September wieder vollständig produzieren. Das traf Ford härter als erwartet, insbesondere bei der Fertigung des margenstarken Pickups F-150.

Zusätzlich wirkten sich neue Zölle unter US-Präsident Donald Trump negativ aus. Ford rechnet für das laufende Jahr mit Mehrkosten von rund 2 Milliarden US-Dollar infolge der Handelspolitik – ein Großteil entfällt auf Aluminiumimporte.

2026: EBIT von bis zu 10 Milliarden US-Dollar geplant

Für das Gesamtjahr 2026 prognostiziert Ford ein bereinigtes EBIT zwischen 8 und 10 Milliarden US-Dollar. Damit liegt der Konzern im Rahmen der durchschnittlichen Analystenerwartung von 8,78 Milliarden US-Dollar.

Zusätzlich stellt das Management einen bereinigten freien Cashflow von 5 bis 6 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Die Investitionen sollen zwischen 9,5 und 10,5 Milliarden US-Dollar liegen, darunter etwa 1,5 Milliarden US-Dollar für den Hochlauf der Energiesparte Ford Energy.

Autor: Ariva-Radktion/pg


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