- Frankreich importiert weiterhin Uran aus Russland.
- Rosatom spielt eine Schlüsselrolle bei den Lieferungen.
- Der Anteil russischer Uran-Importe sinkt bis 2024.
- Rohstoffrallye 2.0 - Diese 3 Werte könnten jetzt explodieren! (hier klicken)
Eine Schlüsselrolle bei den Lieferungen von angereichertem Uran spiele der russische Nuklearkonzern Rosatom, teilte Greenpeace mit. Von den vielfältigen Sanktionen gegen Russland ist der Kernkraftsektor bislang aber ausgenommen.
Frankreichs Handel mit Russlands Atomindustrie läuft weiter
Der Handel zwischen der französischen und der russischen Atomindustrie laufe weiter, als hätte Russland keinen Krieg gegen die Ukraine begonnen, sagte Greenpeace-Atomexpertin Pauline Boyer. "Wir sehen heute, dass Frankreich aufgrund seiner energiepolitischen Entscheidungen von der russischen Atomindustrie abhängig ist, die mittlerweile zu einem kriminellen Kriegsunternehmen geworden ist." Diese Abhängigkeit widerlege die angebliche "Energiesouveränität" Frankreichs dank der Kernenergie.
Das Wirtschaftsministerium in Paris erklärte, dass die Regierung "entschlossen ist, die Abhängigkeit von Russland in allen Bereichen, einschließlich der Kernenergie, zu verringern" und dass sie "aktiv über Möglichkeiten zur Steigerung der souveränen industriellen Kapazitäten" im Bereich der Umwandlung und Anreicherung von Uran diskutiert, berichtete die Zeitung "Le Monde". Auf weitere Anfragen reagierte das Ministerium nicht.
Importanteil aus Russland sinkt
Wie Greenpeace unter Verweis auf Daten des Zolls aufführt, ist der Anteil der Importe von angereichertem Uran aus Russland an den Gesamtimporten Frankreichs von 67 Prozent 2022 auf 24 Prozent 2024 gesunken. 2025 habe es nur eine einzige Einfuhr gegeben. Rund die Hälfte der französischen Uran-Importe kämen aus Kasachstan und Usbekistan und würden weiterhin über russisches Gebiet unter der Kontrolle von Rosatom transportiert und dann über die Häfen Dunkerque und Rotterdam angeliefert./evs/DP/zb
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.