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Netzagentur leitet Verfahren gegen 77 Stromnetzbetreiber ein

BONN (dpa-AFX) - Die Bundesnetzagentur hat wegen Versäumnissen bei der Installation intelligenter Stromzähler 77 Verfahren gegen Stromnetzbetreiber eingeleitet. Sie hätten die gesetzlich festgelegte 20-Prozent-Quote für den sogenannten Smart-Meter-Rollout nicht eingehalten, teilte die Behörde in Bonn mit.

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Der Einbau von Smart Metern spiele eine zentrale Rolle für die Digitalisierung des Stromsystems, erklärte Behördenpräsident Klaus Müller. "Wir stellen fest, dass viele Unternehmen die gesetzlichen Ausbauziele nicht erfüllen." In einem ersten Schritt würden nun Verfahren gegen die Unternehmen eingeleitet, die mit dem Rollout noch nicht begonnen haben.

Netzagentur plant Zwangsgelder

Die betroffenen Unternehmen können jetzt Stellung nehmen. Die Stellungnahmen werden dann geprüft und in weitere Entscheidungen einbezogen, wie die Behörde weiter mitteilte.

Ziel der Verfahren sei es, die Einhaltung der Ausbauziele über Zwangsgelder sicherzustellen. Diese Zwangsgelder würden sich unter anderem an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit bemessen. Sie müssten verhältnismäßig sein.

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Die Netzagentur kündigte weitere Aufsichtsverfahren an. "Betroffen hiervon sind vor allem kleinere und mittelgroße Unternehmen", erklärte ein Sprecher. "Diese Unternehmen haben in der Regel die zu erreichende Quote von 20 Prozent der Pflichteinbaufälle noch nicht mit intelligenten Messsystemen ausgestattet."

Intelligente Stromzähler messen ganz genau

Smart Meter messen alle 15 Minuten den Stromverbrauch eines Haushalts und übermitteln die Daten an die Netzbetreiber und Energielieferanten. Mit solchen intelligenten Messsystemen können Haushalte genau sehen, zu welcher Tageszeit sie wie viel Strom verbraucht haben. Haben Verbraucher einen speziellen Stromtarif abgeschlossen, können sie etwa den Betrieb einer Waschmaschine oder das Laden eines E-Autos in Zeiten mit viel Sonnen- und Windenergie legen, in denen Strom günstiger ist. Zugleich können Netzbetreiber mit den Daten ihr Netz besser steuern./tob/DP/zb

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