- Neues Gesetz erlaubt Freileitungen für Stromnetze.
- Der Erdkabelvorrang wurde aufgehoben.
- 45 Netzausbauvorhaben werden in den Bundesbedarfsplan aufgenommen.
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Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sagte, es werde der Grundstein für einen kosteneffizienten Ausbau der Stromnetze gelegt, indem neue "Stromautobahnen" wieder als Freileitung realisiert werden. Das bedeute Entlastungen für Verbraucherinnen und Verbraucher, denn langfristig würden damit die Netzentgelte gesenkt.
Mit den Netzentgelten wird unter anderem der Stromnetzausbau finanziert. Im Zuge der Energiewende mit einem Ausbau der erneuerbaren Energien sollen Tausende neue Kilometer Stromleitungen verlegt werden, um den vor allem im Norden produzierten Windstrom in große Verbrauchszentren im Süden zu transportieren.
Seit 2016 gilt ein Erdkabelvorrang für große "Stromautobahnen". Er war von der damaligen Koalition aus Union und SPD eingeführt worden, um die Akzeptanz in der Bevölkerung für den Netzausbau zu erhöhen. Hintergrund waren Sorgen vor "Monstertrassen".
Gegen Freileitungen gibt es auch unter Ländern Vorbehalte
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
|
5
|
10
|
20
|
| Fallender Kurs |
Put
|
5
|
10
|
20
|
Reiche will mit der Änderung den Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD umsetzen. Darin heißt es, neu zu planende Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsnetze sollten, "wo möglich", als Freileitungen umgesetzt werden.
Laut Wirtschaftsministerium sollen 45 weitere Netzausbauvorhaben in den Bundesbedarfsplan aufgenommen werden. "Eine Kostensenkung kann insbesondere durch die Realisierung von neuen Gleichstromvorhaben als Freileitung erreicht werden, da diese im Vergleich zu Erdkabeln günstiger sind." Im Gesetzentwurf ist von Milliardensummen an Einsparungen die Rede.
Gegen Freileitungen gibt es auch unter Ländern Vorbehalte, zum Beispiel aus Niedersachsen. Der Gesetzentwurf muss auch den Bundesrat passieren./hoe/DP/jha
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