
Deutsche Telekom: Stark angefangen, stark nachgelassen
Nach einem sehr starken Jahresauftakt hatten Anlegerinnen und Anleger der Deutschen Telekom in den vergangenen Monaten nichts zu lachen. Die Aktie handelte in einem hartnäckigen Abwärtstrend. Die anhaltenden Verkäufe bei der US-Mobilfunktochter T-Mobile US verstärkten diesen Trend noch.
Nach einer weiteren Verkaufslawine in den vergangenen Wochen fanden die Anteile im Bereich von 26 Euro schließlich einen Boden und konnten sich in den zurückliegenden Tagen erholen. Diese Erholung könnte jetzt mächtig an Fahrt aufnehmen, denn am Donnerstagmorgen hatten die Bonner gute Nachrichten im Gepäck!

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Steigender Kurs
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Call
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5
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10
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15
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Fallender Kurs
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Put
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5
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Umsatz und EBITDA klettern weiter, übertreffen Erwartungen
Gegenüber dem Vorjahresquartal kletterten die Erlöse um 1,5 Prozent auf 28,935 Milliarden Euro. Dabei profitierte das Unternehmen auch vom Glasfaserausbau, wo die Kundenzahl im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent auf 420.000 gesteigert werden konnte. Ein Rückgang beim Wachstum im Breitbandgeschäft konnte durch höhere Neukundenzahlen im US-Mobilfunkgeschäft ausgeglichen werden.
Das bereinigte EBITDA legte um 0,2 Prozent auf 11,12 Milliarden Euro zu. Ein besseres Ergebnis wurde durch den schwachen US-Dollar verhindert: Wird das EBITDA exklusive des US-Geschäftes betrachtet, zeigt sich eine überproportionale Steigerung um 1,8 Prozent auf 3,92 Milliarden Euro.
Der Nettogewinn kletterte auf bereinigter Basis um 14,3 Prozent auf 2,67 Milliarden Euro. Ohne Bereinigungen fiel er aufgrund von Einmaleffekten, wie Kosten aus Übernahmetätigkeiten, um 17,9 Prozent geringer aus und verzeichnete einen Rückgang auf 2,43 Milliarden Euro. Auch der freie Cashflow fiel mit 5,62 Milliarden Euro um 9,2 Prozent geringer aus als noch im Vorjahr.
Prognose geringfügig angehoben, mehr Geld für Anlegerinnen und Anleger
Insgesamt ist die Deutsche Telekom (Deutsche Telekom Aktie) aber weiterhin auf einem guten Weg. Unterstrichen wird das durch die geringfügig angehobene Jahresprognose. Nach bislang 45,0 Milliarden Euro wird das EBITDA nun auf 45,3 Milliarden Euro geschätzt. Der freie Cashflow soll um 100 Millionen Euro höher ausfallen als bislang prognostiziert (20,0 Milliarden Euro).
Die höheren Erträge und Cashflows sollen dabei auch den Anlegerinnen und Anlegern zugutekommen. Die Dividende soll von 0,90 Euro auf 1,00 Euro steigen. Das bedeutet für einen Kurs von etwa 28 Euro eine Dividendenrendite von knapp 3,6 Prozent. Außerdem sollen eigene Anteile im Wert von 2 Milliarden Euro zurückgekauft werden.

Investoren reagieren erfreut, Aktie setzt Erholung fort
Mit seinen Zahlen über den Schätzungen der Expertinnen und Experten hat die Deutsche Telekom am Donnerstag den Geschmack des Marktes getroffen. Schon in der Vorbörse legten die Anteile um knapp 2 Prozent in Richtung der Marke von 28 Euro zu. Damit nimmt die Erholung nach dem zwischenzeitlichen Verlassen des Abwärtstrendkanals an Fahrt auf.
Aus dem Schneider ist die Aktie damit allerdings noch nicht. Die anhaltenden Verluste der vergangenen Monate wurden von fallenden technischen Indikatoren begleitet und bestätigt. Auch bullishe Divergenzen liegen bislang keine vor. Daher muss mit erneuten Rücksetzern gerechnet werden, solange nicht auch RSI und MACD dauerhaft wieder nach oben zeigen. Mit seinem Sprung über die Signallinie hat der MACD hierzu aber einen ersten Schritt gemacht.
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Fazit: Für diesen Preis kann man weiter zugreifen!
Mit Blick auf die Unternehmensbewertung liegt ein faires Preisniveau vor. Für das laufende Geschäftsjahr sind die Bonner mit dem 14,5-Fachen ihrer erwarteten Gewinne bewertet, für 2026 steht ein KGV von 13,1 zu Buche. Dabei soll sich die Cashflow-Rendite auf 7,3 beziehungsweise 7,8 Prozent und die Dividendenrendite auf 3,7 und 4,2 Prozent belaufen.
Damit ist die Deutsche Telekom zwar deutlich höher bewertet, wie die US-Mitbewerber AT&T und Verizon, allerdings hat der Konzern mit seiner Tochter T-Mobile US einen der aktuell wachstumsstärksten Anbieter im Portfolio. Das rechtfertigt Bewertungsaufschläge. Damit bleibt die Aktie für Value- und ausschüttungsorientierte Anlegerinnen und Anleger ein Basisinvestment und eine sinnvolle, defensive Depotbeimischung.
Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross