- Die Aktie der Deutschen Bank hat 18 Prozent verloren.
- Die Analysten sehen kein strukturelles Problem.
- BofA bestätigt das Kursziel bei 38 Euro.
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Die Aktie der Deutschen Bank hat seit Jahresbeginn rund 18 Prozent verloren und zählt damit zu den schwächsten Werten unter den großen europäischen Geldhäusern. Doch die Analysten von BofA Securities sehen in der Kursschwäche kein strukturelles Problem, sondern eine verzerrte Wahrnehmung: Die eigentlichen Fundamentaldaten hätten sich im ersten Quartal 2026 verbessert – die Marktvolatilität habe diesen Trend lediglich überlagert.
Konkret verweisen die Analysten auf ein beschleunigtes Kreditwachstum im Firmenkundengeschäft von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr sowie auf einen deutlichen Rückgang der Risikovorsorge auf den niedrigsten Stand seit mehreren Quartalen. Auch das Kapitalmarktgeschäft im Bereich Anleihen und Währungen habe seinen Marktanteil – bereinigt um Wechselkurseffekte – wahrscheinlich ausgebaut.
BofA bestätigt das Kursziel bei 38 Euro, was gegenüber dem aktuellen Kurs von rund 27 Euro einem Aufwärtspotenzial von knapp 40 Prozent entspricht. Der Gewinn je Aktie wird für das laufende Jahr bei 3,61 Euro erwartet, für 2027 bei 4,60 Euro und für 2028 bei 5,49 Euro – jeweils leicht unter den Vorgängerannahmen, nachdem die Schätzungen aufgrund höherer Risikovorsorge moderat zurückgenommen wurden.
Als zentrales Argument für die Kaufempfehlung gilt die Bewertung: Die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) handle mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von rund 0,9 und einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa sechs – Niveaus, die die Analysten für „eine der günstigsten Turnaround-Storys Europas" halten. Für 2027 peilen die Experten eine Eigenkapitalrendite von 13 Prozent an, begleitet von einem jährlichen Gewinnwachstum je Aktie von 19 Prozent über drei Jahre.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
|
5
|
10
|
20
|
| Fallender Kurs |
Put
|
5
|
10
|
20
|
Als Kurstreiber nennt BofA mehrere Faktoren: den deutschen Fiskalstimulusplan, die laufende Reform der betrieblichen Altersversorgung über die Fondstochter DWS, eine erwartete Belebung des Kapitalmarktgeschäfts in Europa sowie ein straff geführtes Kostenprogramm. Die Bank strebe an, die interne Kostenzielmarke von rund 21 Milliarden Euro im Jahr 2026 sogar zu unterschreiten.
Risiken sehen die Analysten vor allem in einer weiteren Eintrübung des globalen Makroumfelds, möglichen Belastungen aus dem US-Gewerbeimmobilienportfolio sowie potenziellen Rechtsstreitigkeiten.
Autor: Ariva-Redaktion/ js
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