Dell unter Druck: Steigende Speicherpreise fressen Margen – doch die KI-Story bleibt intakt
Nach den Blockbuster-Earnings von Nvidia in dieser Woche richtet sich der Blick in der kommenden Woche wieder auf Tech-Titel aus der zweiten Reihe. Auch hier lauern spannende Chancen, wie beispielsweise beim PC-Pionier Dell.
Dell Technologies steht vor einem heiklen Winter: Laut einer neuen Analyse von Bank of America (Bank of America Aktie) (Bank of America Aktie) könnten stark steigende DRAM- und NAND-Preise die Profitabilität spürbar belasten. Die Analysten haben eine detaillierte Kostenrechnung vorgelegt – und senken ihr Kursziel von 170 auf 160 US-Dollar. Die Kaufempfehlung bleibt dennoch bestehen.
Demnach könnten die höheren Speicherpreise Dell im kommenden Geschäftsjahr (F27) rund 129 Basispunkte bei der Bruttomarge und 76 Basispunkte bei der operativen Marge kosten. Beim Gewinn je Aktie rechnen die Analysten mit einem Rückgang um 0,65 US-Dollar gegenüber früheren Schätzungen. Besonders hart trifft es die Client Solutions Group: Bei PCs machen DRAM und NAND jeweils rund 10 Prozent der Materialkosten aus – Gegensteuern über höhere Preise ist hier laut Analyse nur begrenzt möglich.
Im Servergeschäft (ISG) bleibt der Druck dagegen moderat. Obwohl der Wettbewerb im AI-Server-Segment hoch ist, dürfte Dell viele Kosten weiterreichen können. Für das laufende Quartal (F3Q), das am 25. November ansteht, erwartet Bank of America Ergebnisse im Rahmen der Prognosen. Der Effekt der teureren Speicherbausteine treffe Dell erst später, weil die vorhandenen Lagerbestände noch zu alten Konditionen bewertet seien.
Positiv: Dell dürfte trotz Kostenanstieg seine Prognose für F26 halten – das Unternehmen sei traditionell vorsichtig im Ausblick. Zudem sprechen der beginnende KI-Upgrade-Zyklus, der PC-Refresh und margenstärkere Premium-Konfigurationen weiter für strukturelles Wachstum.
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