- EU-Staaten können Düngemittel-Preise abfedern.
- Agrarminister gaben grünes Licht für Vorschlag der EU-Kommission.
- EU plant 540 Millionen Euro für Krisenbewältigung.
- Energiekrise als Kurstreiber:
Diese 5 Aktien könnten durchstarten (hier klicken)
Die EU-Staaten können demnach die Vorauszahlungen auf Direktzahlungen an aktive Landwirte erhöhen und in diesem Jahr schon früher zahlen. Sie können zudem flexibler bestimmen, wie sie ihre Budgets für Direktzahlungen im kommenden Jahr gestalten. Die Mitgliedstaaten können betroffene Landwirte außerdem besonders unterstützen, um einen Teil der zusätzlichen Kosten für Düngemittel abzufedern. Zuschüsse von bis zu 80 Prozent der zusätzlichen Kosten sind möglich.
Agrarsektor unter Druck
Die EU will damit sicherstellen, dass Landwirte Düngemittel für die nächste Anbausaison kaufen können. "Die jüngsten Störungen der globalen Lieferketten und die stark gestiegenen Düngemittelpreise haben unseren Agrarsektor erheblich unter Druck gesetzt", teilte Irlands Agrarminister Martin Heydon mit. Irland hat derzeit die Präsidentschaft des Rats der EU inne.
Insbesondere der Preis für Stickstoffdünger ist stark von Erdgas abhängig und angesichts des Kriegs im Nahen Osten und der Sperrung der Straße von Hormus gestiegen. 30 Prozent der Stickstoff- und 70 Prozent der Phosphatdünger, die in der EU verwendet werden, werden nach Angaben der EU-Kommission importiert. Da Landwirte in der EU höhere Kosten in der Regel nicht weitergeben könnten, setzten viele weniger Dünger ein, so die Behörde. Eine geringere Ernte sei das Ergebnis.
Bestimmte Zölle bereits ausgesetzt
Damit Landwirte günstiger an bestimmte importierte Düngemittel kommen, hat die EU bereits zeitlich begrenzt die Standardzölle auf Einfuhren mehrerer wichtiger Stickstoffdüngemittel und Vorprodukte für deren Herstellung ausgesetzt. Bis Ende Mai 2027 können so nach früheren Angaben der Europäischen Kommission rund 60 Millionen Euro an Einfuhrzöllen gespart werden.
Die EU-Kommission hat im Juni zudem weitere Maßnahmen vorgeschlagen, um den Düngemittelproblemen zu begegnen. Insgesamt sollen 540 Millionen Euro zusätzlich für die Krisenbewältigung zur Verfügung stehen, von denen voraussichtlich rund 60 Millionen Euro in Deutschland ankommen./wea/DP/stk
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
|
5
|
10
|
20
|
| Fallender Kurs |
Put
|
5
|
10
|
20
|
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.