Agrarminister ringen um die Nutzung von Dünger

dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 916
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen
Eine Landmaschine auf einem Kornfeld (Symbolbild).
- ©unsplash.com

WÜRZBURG (dpa-AFX) - Die Agrarminister von Bund und Ländern suchen bei einer zweitägigen Konferenz in Würzburg nach einer gemeinsamen Linie bei der Finanzausstattung der Landwirte und für die Verwendung von Dünger. Eine Neuregelung der Düngeverordnung ist umstritten. Künftig sollen die sogenannten roten Gebiete wegfallen, in denen wegen starker Nitratbelastung des Grundwassers kein weiterer Mineraldünger mehr aufgebracht werden darf. Stattdessen soll stärker das Verursacherprinzip in den Vordergrund rücken. Ein entsprechender Entwurf der Bundesregierung wird gerade im Bundestag behandelt.

Für dich zusammengefasst:
Hinweis

"Rote Gebiete" sollen abgeschafft werden

Bayern hat als Bundesland mit dem Vorsitz einen Vorschlag eingebracht, der für interessierte Länder die Möglichkeit vorsieht, "rote Gebiete" aufrechtzuerhalten. In Baden-Württemberg etwa ist nur ein kleiner Anteil der Flächen als solches ausgewiesen. Am Ende brauche man eine Lösung, wie die Landwirte entlastet werden können, ohne Grund und Boden und Trinkwasser zu gefährden, sagte die Vorsitzende der Agrarministerkonferenz, Bayerns Ressortchefin Michaela Kaniber (CSU), der Deutschen Presse-Agentur.

"Niemand hat Interesse, unser Lebensmittel Nummer eins zu gefährden - schon gar nicht unsere Bäuerinnen und Bauern", betonte Kaniber. Sie schlug vor, eine Meldepflicht für den Zukauf von Mineraldünger einzuführen. Dann könnten die Agrarbehörden mit den bereits vorhandenen Daten wie etwa die pro Hof genutzten Flächen abgleichen, wie viel Dünger aufgebracht wird.

Kritik: Zu wenig Fokus auf Trinkwasser

Werte aus dem Artikel:
BASF Aktie 49,925 € +1,06%
Bayer Aktie 44,94 € -1,01%

Zuvor war Kritik unter anderem vom Verband kommunaler Unternehmen und vom Bund Naturschutz laut geworden. Die Agrarminister kümmerten sich zu wenig um den Schutz der Böden und damit um die Sicherung des Trinkwassers. Die Folgen des Klimawandels wie etwa die anhaltenden Dürrephasen aufgrund langer Trockenheit spielten auf der Tagesordnung der Agrarpolitiker eine nicht angemessen Rolle.

Die Minister beschäftigen sich auch mit der gemeinsamen Agrarpolitik in der Europäischen Union - und damit mit der Finanzausstattung der Landwirte mit europäischen Fördermitteln. Die von der EU-Kommission angebotenen 300 Milliarden Euro für den Zeitraum 2028 bis 2034 seien angesichts des Aufgabenspektrums nicht ausreichend. Kaniber schloss sich damit den Forderungen der Landwirtschaftsverbände an, die eine Finanzausstattung von 500 Milliarden Euro fordern. Eine Kürzung könnte auch empfindliche Einschnitte für die Bio-Landwirtschaft bedeuten. "Die Agrarminister werden hier versuchen, noch einmal ein Zeichen zu setzen", sagte Kaniber.

Proteste von Bauern

Der bayerische Bauernverband hat für Donnerstag angekündigt, die Zusammenkunft der Ministerinnen und Minister in Würzburg mit Protesten zu begleiten. Die Wirtschaftslage der Höfe sei schwierig aufgrund niedriger Marktpreise und gestiegener Kosten etwa für Diesel sowie einer schlechten Ernte nach der langen Dürre./dm/DP/zb


Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login
Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
20
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB15N34 , DE000NB518B2 , DE000NB66AG4 , DE000NG79TA9 , DE000NG38RN2 , DE000NB7R234 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Warnung
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlage­strategien geeignet.

Ähnliche Artikel

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Themen im Trend

Weitere Vorteile:

  • Kursalarme
  • Watchlists & Musterdepots
  • Börsenspiele & Community-Forum
  • Historische Kurse im CSV-Format
  • News & Themen abonnieren