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Kursziel 1.900 Euro: So viel Potenzial steckt jetzt noch in der ASML-Aktie

ASML ist der Halbleiter-Nachzügler des Jahres, und genau deshalb jetzt der Top-Pick der UBS. Analysten der Bank sehen 52 Prozent Aufwärtspotenzial und drei unterschätzte Treiber.
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ASML Campus in Veldhoven (Niederlande)
Quelle: - ©Bart van Overbeeke Fotografie
ASML Holding NV 1.331,8 € ASML Holding NV Chart +5,83%
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Während der Halbleiterindex SOXX in diesem Jahr bereits um 65 Prozent zugelegt hat, hinkt ASML mit einem Plus von rund 35 Prozent hinterher. Genau das macht die Aktie für UBS jetzt besonders attraktiv. Die Schweizer Großbank hat ihr Kursziel für den niederländischen Lithografiespezialisten von 1.600 auf 1.900 Euro angehoben und stuft den Titel erneut als Top-Pick im europäischen Halbleitersektor ein. Beim aktuellen Kurs von 1.249 Euro entspricht das einem Aufwärtspotenzial von gut 52 Prozent.

Hinter der Neubewertung stehen drei Argumente, die UBS als strukturell unterschätzt betrachtet. Erstens: Die Sorge, ASML könnte zum Flaschenhals in der Chipproduktion werden, hält die Bank für übertrieben. Einer eigenen Analyse zufolge kann ASMLs Fertigungskapazität im Jahr 2027 ein Wachstum der Spitzenwafer-Produktion von mehr als 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr stützen – während die Nachfrage lediglich um 25 bis 30 Prozent wachsen dürfte. Wesentlicher Treiber sei dabei ein vielfach unterschätzter Durchsatzgewinn der neueren Low-NA-Modelle.

Zweitens sieht UBS ASML als den am stärksten auf den Speicherchip-Markt ausgerichteten Ausrüster überhaupt – mit einem Umsatzanteil von rund 30 bis 35 Prozent im laufenden Jahr, gegenüber 25 bis 30 Prozent bei US-Wettbewerbern. Die Analysten erwarten, dass der Speicherzyklus bis 2028 anhält und immer lithografieintensiver wird: Beim Übergang auf neue DRAM-Knoten steige die Zahl der EUV-Belichtungsschritte weiter, was ASML überproportional zugutekäme.

Drittens sei die High-NA-Technologie keineswegs abgeschrieben. Trotz Verzögerungen beim Einstieg von TSMC rechnet UBS mit einer breiten Adaption innerhalb von zwei bis drei Jahren. Der wirtschaftliche Vorteil sei zu groß, um ihn zu ignorieren: Gegenüber aufwändigen Mehrfachbelichtungsverfahren könnten Chipfertiger bei kritischen Lagen Kosten zwischen 20 und 40 Prozent einsparen und gleichzeitig deutlich mehr Wafer pro Stunde produzieren.

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Die revidierten Gewinnschätzungen liegen 15 bis 20 Prozent über dem Marktkonsens. Für 2027 kalkuliert UBS nun mit einem Gewinn je Aktie von rund 48 Euro, für 2028 mit knapp 60 Euro – was einem jährlichen Gewinnwachstum von etwa 20 Prozent bis 2030 entspräche. Trotzdem handelt die Aktie derzeit nur mit einem Aufschlag von etwa sechs Prozent gegenüber großen US-Halbleiterwerten – verglichen mit einem historischen Zehnjahresschnitt von rund 84 Prozent.

Autor: Ariva-Redakteure/ js


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