Der klimaneutrale Umbau der Stahlindustrie sei ein Jahrhundertprojekt. "Es geht um die Zukunft von tausenden Arbeitsplätzen in Bremen und Eisenhüttenstadt." Die Beschäftigten hätten sich darauf eingelassen, die Politik stelle Förderungen in Milliardenhöhe bereit und der Strompreis bewege sich in die richtige Richtung. "Die einzigen, die die Nerven verlieren und wackeln, sind die Manager von ArcelorMittal", kritisierte Kerner. Die Bundesregierung müsse umgehend einen Krisengipfel für die Stahlindustrie einberufen.
Rückschlag für Erreichen der Klimaziele
ArcelorMittal will die Umstellung auf "grüne" Stahlproduktion in Bremen und Eisenhüttenstadt nicht weiter verfolgen. Gemeint ist der Umstieg von Kohle als Energiequelle auf Wasserstoff, der künftig aus erneuerbaren Energien wie Windkraft oder Solarstrom gewonnen wird. Damit verzichtet der Konzern auf 1,3 Milliarden Euro staatlicher Fördergelder. Selbst mit Subventionierung sei das Vorhaben nicht wirtschaftlich, hatte ArcelorMittal erklärt.
Für die Bundesregierung ist die Entscheidung ein Rückschlag beim Umbau der Industrie. Die Stahlbranche ist einer der größten CO?-Emittenten in Deutschland und spielt eine wichtige Rolle bei der Erreichung der Klimaziele.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
|
5
|
10
| |
| Fallender Kurs |
Put
|
5
|
10
|
20
|
IG-Metall-Vize Kerner forderte grundlegende Unterstützung für die Stahlindustrie. "Es ist inakzeptabel, dass Frankreich durch einen politisch subventionierten Industriestrom Fakten schafft, während Deutschland umständlich nach europakonformen Lösungen sucht. Stahl muss auch bei uns zur Chefsache werden."/als/DP/stk
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.