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Alphabet und Amazon profitieren massiv von Anthropic-Investitionen

Alphabet und Amazon feiern Milliardengewinne dank der atemberaubenden KI-Rallye von Anthropic, während Microsoft mit seiner OpenAI-Wette überraschend ins Straucheln gerät.
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Alphabet und Amazon (Amazon Aktie) haben im dritten Quartal deutlich höhere Gewinne ausgewiesen – ein Ergebnis, das weniger auf ihr Kerngeschäft, sondern vielmehr auf die sprunghaft gestiegene Bewertung ihrer Beteiligungen am KI-Unternehmen Anthropic zurückzuführen ist. Das Start-up, bekannt für seinen Chatbot Claude, gilt als einer der wichtigsten Herausforderer von OpenAI und erlebt derzeit einen rasanten Wertzuwachs.

Milliardenprofite durch Neubewertung privater Beteiligungen

Wie Bloomberg News berichtet, verbuchte Alphabet (Alphabet C Aktie) im vergangenen Quartal 10,7 Milliarden US-Dollar Nettogewinn aus Wertpapieren, ein Großteil davon aus der Neubewertung einer nicht börsennotierten Beteiligung – nach Einschätzung von Brancheninsidern handelt es sich dabei um Anthropic.

Auch Amazon profitierte in ähnlicher Größenordnung: Der Konzern meldete einen 38-prozentigen Anstieg des Quartalsgewinns, einschließlich eines Vorsteuergewinns von 9,5 Milliarden US-Dollar, der auf den gestiegenen Wert seiner Anthropic-Beteiligung entfällt. Der Effekt tauchte im Bereich der "nicht-operativen Erträge" auf und spiegelt die höhere unternehmensinterne Bewertung des Investments wider.

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Anthropic verdreifacht Bewertung auf 183 Milliarden US-Dollar

Der Grund für die plötzlichen Gewinne liegt in der jüngsten Finanzierungsrunde des Start-ups: Im September sammelte Anthropic 13 Milliarden US-Dollar ein und steigerte seine Bewertung auf rund 183 Milliarden US-Dollar – fast das Dreifache des vorherigen Werts. Nach geltenden Bilanzierungsregeln müssen Unternehmen den Buchwert solcher Beteiligungen anpassen, sobald eine neue Finanzierungsrunde einen höheren Marktwert impliziert.

Die Neubewertung privater KI-Unternehmen zeigt, wie stark der Hype um generative KI inzwischen die Finanzberichterstattung großer Tech-Konzerne beeinflusst. Was einst als langfristige strategische Wette galt, entwickelt sich zunehmend zu einem messbaren Bilanzfaktor – auch wenn die direkten kommerziellen Effekte der Technologie noch in der Entwicklung stehen.

Strategische Allianzen mit Milliardenpotenzial

Alphabet hat bislang rund 3 Milliarden US-Dollar in Anthropic investiert und sich verpflichtet, ab 2026 eine Million spezialisierte KI-Chips an das Unternehmen zu liefern.

Amazon wiederum hat 8 Milliarden US-Dollar in Anthropic gesteckt und stellt über sein Projekt "Rainier" eine umfangreiche Infrastruktur aus Rechenzentren und maßgeschneiderten KI-Prozessoren bereit.

Microsoft verliert Milliarden durch OpenAI-Beteiligung

Nicht alle großen Tech-Investoren konnten vom KI-Boom profitieren. Microsoft (Microsoft Aktie) meldete in derselben Berichtswoche einen Verlust von 3,1 Milliarden US-Dollar, der direkt mit seiner 27-prozentigen Beteiligung an OpenAI zusammenhängt. Der Softwaregigant hatte insgesamt 13,75 Milliarden US-Dollar in das Unternehmen investiert.

Während Alphabet und Amazon somit von der Bewertungsrallye profitieren, verdeutlicht Microsofts Verlust, dass nicht jede KI-Beteiligung kurzfristig positive Effekte auf die Bilanz hat.

Analysten erwarten weiteren Bewertungsanstieg im KI-Sektor

Marktanalysten rechnen damit, dass der Wert von generativen KI-Unternehmen in den kommenden Quartalen weiter steigen dürfte – getrieben durch neue Produktgenerationen, steigende Nachfrage nach Cloud-Computing-Leistung und milliardenschwere Infrastrukturinvestitionen.

Autor: Ariva-Redaktion/pg


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