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Überall nur noch fallende Kurse: Jetzt stürzt auch die Alibaba-Aktie ab!

Der chinesische Technologie- und Internet-Gigant kann mit seinen am Donnerstagmittag vorgelegten Quartalszahlen nicht überzeugen. Die Aktie fällt deutlich.
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Hinweis
Das Logo von Alibaba mit einem fallenden Candlestick-Chart (Symbolbild).
Quelle: - KI-generiertes Symbolbild (ChatGPT).
Alibaba Group Holding Ltd ADR 131,50 $ Alibaba Group Holding Ltd ADR Chart -0,29%
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Schwacher Markt, noch schwächere Einzelaktien

Die zwischenzeitlich herrschende KI-Euphorie auch gegenüber chinesischen Aktien scheint sich wieder zu legen. Bereits seit einem halben Jahr handeln die Anteile von Alibaba in einem hartnäckigen Abwärtstrend. Der nimmt am Donnerstag in einem schwachen Gesamtmarktumfeld Fahrt auf, nachdem das Unternehmen mit seinen am Mittag vorgelegten Quartalszahlen nicht überzeugen konnte.

Gegenüber dem Vorjahresquartal legten die Erlöse um 6,1 Prozent auf 40,73 Milliarden US-Dollar zu. Damit allerdings wurden die Schätzungen deutlich um 1,42 Milliarden US-Dollar verfehlt. Zwar konnte Alibaba seine Cloud-Erlöse um mehr als ein Drittel steigern, doch das E-Commerce-Geschäft sowie die kleineren Geschäftszweige stagnierten oder hatten sogar mit Umsatzeinbußen zu kämpfen.

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Enttäuschende Ertragsentwicklung, KI kostet (zu viel) Geld

Angesichts des verhaltenen Umsatzwachstums sowie der hohen Kosten für KI-Investitionen verpasste Alibaba auch die Gewinnerwartungen meilenweit. Analystinnen und Analysten hatten beim bereinigten Gewinn pro Hinterlegungsschein (ADS) auf ein Ergebnis von 1,59 US-Dollar getippt. Demgegenüber legte der Konzern lediglich 1,01 US-Dollar vor.

Der auf die Anteilseignerinnen und -eigner entfallende Nettogewinn fiel mit 2,33 Milliarden US-Dollar um 67 Prozent niedriger aus als noch vor einem Jahr. Das zeigt die hohen finanziellen Belastungen, die aus der KI-Expansion hervorgehen. Noch härter traf es den operativen Ertrag, der um 74 Prozent auf 1,52 Milliarden US-Dollar zurückgegangen ist. Damit haben sich die Befürchtungen einer niedrigeren Profitabilität bewahrheitet.

Erst am Mittwoch hatte das Unternehmen, um hier gegenzusteuern, seine Preise auf Cloud- und KI-Dienstleistungen um bis zu 34 Prozent angehoben. Dieser Schritt wird im Licht der operativen Schwäche nun nachvollziehbarer.

Gewinneinbruch wird abgestraft, Alibaba fällt auf neues Tief

Einen Ausblick auf das kommende Quartal ist Alibaba in seiner Pressemitteilung schuldig geblieben. Der dürfte erst am Nachmittag im Conference Call erfolgen. Allerdings ist zu bezweifeln, dass dieser das Ruder für die Bullen noch einmal herumreißen kann, nachdem sich das Problem geringerer Margen nicht allzu bald aus der Welt schaffen lassen dürfte.

Noch ohne Kenntnis der Guidance senkten Anlegerinnen und Anleger in der US-Vorbörse den Daumen und bescherten der Aktie ein Minus von 5 Prozent. Damit ist sie unter ihre jüngsten Verlaufstiefs und auf den niedrigsten Stand seit August letzten Jahres gefallen.

Im weiteren Handelsverlauf dürfte ein Kampf um die Abwärtstrendunterkante entbrennen, wo die Aktie über eine Rebound-Chance verfügt, nachdem der Trendstärkeindikator MACD jüngst mit einem Crossing für ein erstes Entspannungssignal sorgen konnte. Der RSI zeigt jedoch Schwäche an, sodass nicht mit einer grundsätzlichen Trendumkehr zu rechnen ist.

Fazit: Aktie aktuell kein Kauf, Alternativen erwägen

Aus einer Bewertungsperspektive führt der starke Rückgang der Unternehmensgewinne zu einem Problem. Lange war Alibaba deutlich unterbewertet, das hat im vergangenen Jahr zu einer Neubewertung und einem stark gestiegenen Aktienkurs geführt. Jetzt aber sind die Erträge stark rückläufig, was die Neubewertung infrage stellt.

Für das laufende Geschäftsjahr ist das Unternehmen mit dem 21,6-Fachen seiner erwarteten Gewinne bewertet. Damit ist die Bewertungslücke gegenüber den US-Pendants geschlossen und der China-Malus abgearbeitet. Neben technischem Rückenwind kämpft die Aktie daher bei anhaltender Margenschwäche nun auch mit fundamentalem Gegenwind. Ein Einstieg deshalb sich daher nicht auf.

Wer auf Qualität und Wachstum aus China setzen möchte, sollte sich dagegen den Anbieter von Online-Games NetEase anschauen. Hier stimmt neben der Geschäftsentwicklung auch die Bewertung, während sich im Chart langsam eine Trendwende abzeichnet.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


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