- MTU erhöht die Dividende auf 3,60 Euro pro Aktie.
- Umsatz des Unternehmens stieg 2022 um 16 Prozent.
- Auftragsbestand beträgt Ende Dezember 29,5 Milliarden Euro.
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An der Börse wurden die Neuigkeiten mit Kursverlusten quittiert. Die MTU-Aktie verlor im frühen Handel um rund 5,2 Prozent auf 376,90 Euro und gehörte damit zu den stärksten Verlierern im Dax
Im vergangenen Jahr legte MTU in allen Geschäftsbereichen deutlich zu. Rechnet man die Effekte aus dem Triebwerksrückruf heraus, wuchs der Umsatz um 16 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Dienstag in München mitteilte. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebit) wuchs um 29 Prozent auf 1,35 Milliarden Euro, und der Überschuss sprang sogar um 60 Prozent auf gut eine Milliarde Euro nach oben.
Während sich das Tagesgeschäft etwas stärker entwickelte als von Analysten erwartet, soll die Gewinnausschüttung deutlich stärker ausfallen. So will MTU je Aktie 3,60 Euro Dividende zahlen - über 60 Prozent mehr als im Vorjahr und fast einen Euro mehr als von Experten gedacht.
Wie die großen Flugzeughersteller Airbus und Boeing
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
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5
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10
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20
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| Fallender Kurs |
Put
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5
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10
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20
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Den größten Posten machen die Antriebe vom Typ Getriebefan aus, an denen MTU im Bündnis mit der RTX-Tochter Pratt & Whitney und Japanese Aero Engines mitarbeitet. Der Getriebefan ist einer von zwei Antriebstypen, zwischen denen Käufer der Airbus-Jets aus der A320neo-Familie wählen können.
Seit 2023 müssen jedoch fast alle bis dahin gebauten Turbinen des Typs zurück in die Werkstätten, weil Pratt & Whitney ein mangelhaftes Pulvermetall verwendet hatte. Fluggesellschaften in aller Welt mussten seither hunderte Jets über Monate hinweg am Boden lassen, weil die Wartungsarbeiten äußerst aufwendig sind. Die Triebwerksbauer kostete der Rückruf eine Milliardensumme. Auch bei MTU sind die Spuren immer noch im Geldfluss zu spüren. Erst Ende 2026 soll das Kapitel beendet sein.
Weil für die Reparaturen viele Ersatzteile angefertigt werden müssen, bremsen die Arbeiten auch den Bau neuer Triebwerke. So plant Airbus-Chef Faury für 2026 zwar so viele Flugzeugauslieferungen wie nie zuvor. Der Ausbau der A320neo-Produktion verschiebt sich jedoch weiter in die Zukunft: Ende 2027 dürften monatlich erst 70 bis 75 Maschinen pro Monat erreicht werden, erklärte er vergangene Woche. Die seit Jahren angepeilte Marke von 75 Jets dürfte erst danach dauerhaft erreicht werden.
Die Schuld an dieser Verzögerung gab Faury ausdrücklich Pratt & Whitney. Dass der Hersteller aus den USA nicht die bestellte Zahl von Triebwerken liefere, "wirkt sich negativ auf die Prognose für dieses Jahr und den Produktionsanstieg aus", erklärte Faury und beklagte einen "signifikanten Rückstand". MTU betreibt in München eine von insgesamt drei Endmontagelinien für den Getriebefan und ist an dem Modell je nach Variante mit 15 bis 18 Prozent beteiligt.
Somit ist der Turbinentyp der wichtigste Umsatzbringer des Münchner Konzerns, der auch an Triebwerken für andere bedeutende Flugzeugtypen mitarbeitet. Dazu zählen die Turbinen von GE Aerospace
"Die langfristigen Wachstumsaussichten für unsere Branche sind positiv und wir sehen uns hervorragend positioniert, davon zu profitieren", sagte der neue MTU-Chef Johannes Bussmann. Für 2026 stellt er weitere Steigerungen von Umsatz und Gewinn in Aussicht.
So soll der bereinigte Umsatz um eine halbe bis eine Milliarde Euro wachsen und damit 9,2 bis 9,7 Milliarden Euro erreichen. Der bereinigte operative Gewinn soll auf bis zu 1,45 Milliarden Euro zulegen, könnte mit 1,35 Milliarden aber auch stagnieren.
Bussmann sieht den Triebwerkshersteller jedenfalls auf dem Weg zu seinen mittelfristigen Zielen. Für 2030 hat er weiterhin einen Umsatz von 13 bis 14 Milliarden Euro im Blick. Davon sollen dann 14,5 bis 15,5 Prozent als bereinigter operativer Gewinn übrig bleiben. Im vergangenen Jahr lag diese Marge mit 15,5 Prozent bereits am oberen Ende dieser Spanne./stw/mne/stk
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