Community: Diskussion zur VEGANZ GROUP IHS 20/25 Aktie
Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community
Diskutiert wird, dass sowohl Anleihegläubiger als auch Aktionäre faktisch ausgeklammert würden, wobei auf Diskussionsseiten wie Ariva und auf eine SdK‑Veröffentlichung auf mögliche Verschlechterungen der Gläubigersituation hingewiesen wird.
Kritisch hervorgehoben werden der angebliche Verkauf von OrbiFarm an den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden mit in Tranchen bis 2028 gestaffeltem Kaufpreis — wodurch offenbar kaum sofortige Barmittel zufließen — sowie die Erwartung, dass Zinsen und (Teil‑)Tilgungen der Anleihe nicht bedient werden und der Kurs der Anleihe stark gefallen bzw. weiter fallen dürfte (Verlängerung 2025→2030, Notierungen zuvor um rund 30 %).
Als Ursachen und Risiken werden eine angespannte Bilanzsituation mit hohem Verlustvortrag, eine Marktkapitalisierung, die die Anleiheverbindlichkeiten nicht deckt, sowie vergleichsweise hohe Vorstands‑ und Aufsichtsratsvergütungen genannt; daraus resultiert die Einschätzung, dass weitere Restrukturierungen wahrscheinlich sind und Anleger mit erheblichen Verlusten rechnen müssen.
Jetzt mitdiskutieren
neu-bert
Ich empfehle auch die Seite zur Aktie
hier bei Ariva
https://www.ariva.de/forum/veganz-group-appetit-auf-den-boersengang-577190?page=2
Denn nicht nur die Anleihegläubiger werden ausgenommen, auch die Aktionäre.
neu-bert
Selbst SdK vermutet Ungemach
wenn auch in sehr höflicher Formulierung.
Siehe direkt beim SdK https://sdk.org/leistungen/glaeubigervertretung/veganz-group-ag/
neu-bert
Der Kurs der Anleihe wird unter 10 %
Die AG hat ihre Perle OrbiFarm zwar für 30 Mio € angeblich (!!) verkauft.
Aber, der Kaufpreis ist in Tranchen bis 2028 zu zahlen. Käufer ist der bisherige Vorstandsvorsitzende.
Dieser Kauf auf Raten wird keine nennenswerten Barmittel bringen. Es wird nur Forderungen geben. Und die werden nicht bezahlt.
Denn daß bisher keine Barmittel geflossen sind, ist schon aus der Tatsache zu ersehen, daß eine erneute Gläubigerversammlung einberufen wird. Mit dem Ziel, die fälligen Zinsen nicht zu zahlen und die vereinbarte Tilgung ebenfalls nicht auszuzahlen.
Wäre der rechnerische Anteil von 1/4 des Kaufpreises geflossen, lägen 7,5 Mio € bei der AG. Davon könnte die Anleihe vereinbarungsgemäß bedient werden.
Außerdem ist der Verlustvortrag der Veganz AG von ca 45 Mio auf ca. 23 Mio vermindert. Der Schuldenberg ist weiterhin recht groß
neu-bert
Aus der Bilanz 2023
Die Gesellschaft leistet sich immerhin 4 Vorstände und einen diesem Vorstand wohlfälligen Aufsichtsrat
Verdienst 2023
Vorstandsvorsitzender 342 T€
3 weitere Vorstände 335 T€
Aufsichtsrat 118 T€
---------
Gesamt 795 T€ Andere Kenndaten aus der Bilanz
Umsatz 16.418 T€
Wareneinsatz 10.179 T€ -
-------------
Deckungsbeitrag Ia 6.239 T€*
Personalkosten 3.938 T€ -
Vorstand/AR 795 T€ -
-------------
Deckungsbeitrag Ib 1.506 T€*
Da bleibt nicht viel bis nichts für den Rest, insbesondere der Zinsen für die Anleihe und erst recht nicht für die 5%ige Teiltilgung der Anleihe.
Es geht alles aus der Substanz, dem Restgeld der Anleihe. Das ist bis 2030 längst aufgebraucht.
In dem Abschluß der Vereinbarung ist aus Sicht der Anleger (Anleihe und Aktie) viel zu viel Hoffnung. Aus Sicht anderer ein gutes Melken.