Community: Diskussion zur VEGANZ GROUP IHS 20/25 Aktie
Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community
Die Beiträge thematisieren die akute Finanzkrise der Veganz Group, den Antrag auf Eigeninsolvenz und die Einschätzung von SdK, dass ein Insolvenzverfahren trotz negativem operativem Ausblick für Anleihegläubiger unter Umständen das günstigere Szenario sein könnte, zugleich wird mit einer sehr geringen Insolvenzquote gerechnet und zu Verkäufen geraten.
Konkret wird kritisiert, dass der angebliche Verkauf von OrbiFarm an den früheren Vorstandsvorsitzenden in Raten bis 2028 kaum Barmittel bringt, die Anleihe faktisch auf 2030 verlängert wurde, die Marktkapitalisierung deutlich unter der Anleihensumme liegt und die Höhe der Vorstandsvergütung sowie frühere Abgänge von Vorstandsmitgliedern als Indiz für Interessenkonflikte und Missmanagement genannt werden.
Außerdem bemängeln Forenteilnehmer starke Kursvolatilität (kurzfristige Kursverdopplungen durch geringe Umsätze), generelle Skepsis gegenüber positiven Unternehmensmeldungen (z. B. Hybridanleihe‑Platzierung, internationale Verkäufe) und die Meinung, dass nur wer jetzt verkauft noch etwas bekommt, während langfristiges Halten risikoreich bleibt.
Kurs der Anleihe gestern fast verdoppelt (so what)
Der Kurs der Anleihe verdoppelte sich gestern (13.7) von ca. 9% auf 16%. und ist heute wieder so um 10%.
Es reicht eine kleine Anzahl von Anleihen, die hin-und-her-geschoben werden und schon steigt der Kurs. Bei der Aktie sieht es ebenfalls so aus.
Richtige Hintergründe gibt es nicht. Hier einsteigen bedeutet, ein totes Pferd reiten zu wollen.
neu-bert
insolvenz beantragt
Der Vorstand will das in Eigenregie machen. Ich denke, es reicht, wenn die eingebuchten Beträge in Geld umgewandelt werden.
Wer seine Anleihen jetzt verkauft, bekommt noch was.
Wer nicht verkauft kann - wenn er langen Atem hat - warten und sehen, ob die ganzen Positivmeldungen wie voll Plazierung einer Hybridanleihe, Verkauf von Obifarm, USA usw., ob die keine Luftnummern sind. Wenn alles ok, kommt ja Geld rein. Wenn nicht, wird der Staatsanwalt in Richtung Betrug ermitteln müssen.
Es wird schon einen Grund haben, daß 2023 der Finanzvorstand die Brocken hingeworfen hat. Ich denke, um 2023 wurde es kritisch.
neu-bert
"Die Insolvenz könnte für den Anleihegläubiger
das günstigere Szenario sein" sagt nun auch SdK
Zitat:"
Generell ist die Gesellschaft aus unserer Sicht wie ein Start-up Unternehmen
anzusehen, welches aktuell über keine wesentlichen operativen Einnahmen auf der
Holdingebene verfügt und auch in den kommenden Monaten von
Finanzierungszusagen Dritter und der bestehenden Gesellschafter abhängt. Das
Risiko ist unserer Einschätzung nach daher gegeben, dass die Anleihe in Zukunft
erneut nicht bedient werden kann bzw. ein Insolvenzverfahren über das Vermögen
der Gesellschaft eröffnet werden wird. Die Alternative, auf die bereits fällige
Teiltilgung und die Zinszahlung zu bestehen, würde aus unserer Sicht jedoch die
Gesellschaft in die Insolvenz zwingen. In diesem Fall rechnen wir mit einer sehr
niedrigen Insolvenzquote."
Entnommen aus dem Newsletter https://sdk.org/leistungen/glaeubigervertretung/veganz-group-ag/