Die monatlichen Freigaben gehören seit Jahren zum festen Mechanismus des Unternehmens. Ripple nutzt die bereitgestellten XRP nach eigenen Angaben zur Finanzierung des operativen Geschäfts. Dazu zählt insbesondere die Entwicklung von Produkten für grenzüberschreitende Zahlungen auf Basis des XRP Ledger.
Ripple Escrow ist ein zeitgesteuertes System auf der XRP Blockchain. Im Dezember 2017 sperrte Ripple 55 Milliarden XRP in 55 separate Verträge, die monatlich auslaufen. Pro Monat können bis zu eine Milliarde XRP freigegeben werden. Nicht genutzte XRP werden erneut in spätere Escrow-Verträge eingebracht.
Durch die jüngste Freigabe ist der Bestand im XRP-Treuhandkonto auf rund 38 Milliarden XRP gesunken. Der Marktwert dieser Reserve liegt bei mehr als 42 Milliarden US-Dollar.
Welche Auswirkungen die Freigabe auf den XRP-Kurs haben wird, hängt vor allem davon ab, wie Ripple die Token einsetzt. Werden größere Mengen außerbörslich gehandelt, dürfte der direkte Einfluss auf den Markt begrenzt bleiben.
Anders könnte die Situation ausfallen, falls ein bedeutender Teil der XRP auf Krypto-Börsen transferiert wird. In diesem Fall könnte das zusätzliche Angebot den Verkaufsdruck auf den Altcoin erhöhen.
Zum Zeitpunkt des Schreibens handelt XRP bei 1,26 US-Dollar und ist in den letzten 24 Stunden um drei Prozent gefallen.
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