Die Lage: Nahost-Krise weiter im Fokus
Der Nahost-Konflikt bestimmt weiterhin das Geschehen auf dem Parkett. Nach dem erneuten Aufflammen des Militärkonflikts zwischen den USA und dem Iran rund um die Straße von Hormus hat sich die Lage nach den jüngsten Angriffen der Huthi-Milizen auf Saudi-Arabien dramatisch verschärft. Nachdem die vom iranischen Mullah-Regime kontrollierten Huthi-Milizen die strategisch wichtige Hafenstadt Mokha erobert und sich damit gleichzeitig die Kontrolle über die Meerenge Bab al-Mandab gesichert hatten, hat sich vor allem die Lage auf dem Ölmarkt dramatisch zugespitzt. Denn die Huthi-Rebellen haben Frachtschiffe aus Saudi-Arabien mit einem Embargo belegt, was Ölexporte aus Saudi-Arabien durch diese Meerenge und die Straßen von Hormus quasi unmöglich macht, Verschärft wird die Lage durch einen Drohnenangriff auf die rund 1.200 Kilometer lange Ost-West-Pipeline zum Roten Meer, die nach der Attacke stillgelegt werden musste. Angesichts kräftig steigender Ölpreisnotierungen kam zuletzt auch Silber etwas deutlicher unter Druck, da viele Marktbeobachter angesichts rekordhoher Öl- und Erdgaspreise von einer konjunkturell bedingt sinkenden Nachfrage nach dem Industriemetall ausgehen.
Die Perspektive: KI-Boom sollte Silbernachfrage weiter ankurbeln!
Während die Nachfrage bei Silber in klassischen Industriesegmenten wie Automobil oder Elektrotechnik angesichts der erneut hochkochenden Konjunktursorgen und Lieferkettenprobleme im Zuge der Nahost-Krise eher gedämpft ausfallen dürfte, eröffnet sich für das Industriemetall in anderen Segmenten mittelfristig exzellente Perspektiven. Vor allem der weltweit forcierten Solarausbau im Zuge der Energiewende dürfte hier einer der wichtigsten Treiber bleiben, da Silber gerade bei Solarzellen mit hohem Wirkungsgrad unverzichtbar bleibt. Daneben dürfte vor allem der KI-Boom die Nachfrage nach dem Industriemetall mittel- bis langfristig weiter ankurbeln. Trotz der aktuellen Diskussionen über eine stärkere Regulierung der Künstlichen Intelligenz im Zuge wachsender Sicherheitsbedenken wird der Data-Center-Ausbau durch Hyperscaler wie Amazon AWS, Microsoft oder IBM weiter forciert. Da Silber die höchste elektrische und thermische Leitfähigkeit aller bekannten Metalle besitzt, ist Silber für High-End-Chips, die bei modernen KI-Modellen eingesetzt werden, geradezu unersetzlich. In Hochleistungs-Chips wie GPUs und TPUs kann es für Chip-Verbindungen und das Packaging eingesetzt werden, um eine schnelle Signalübertragung zu gewährleisten. In KI-Servern und Rechenzentren kommt Silber in elektrischen Kontakten, Schaltern und Komponenten der Stromversorgung zum Einsatz. Aufgrund seiner sehr hohen Wärmeleitfähigkeit wird es zudem in bestimmten Kühl- und Wärmeableitungssystemen genutzt, um die enorme Abwärme leistungsstarker Prozessoren effizient abzuführen. Entsprechend dürfte die Silbernachfrage aus dem Data-Center-Segment laut einer Studie von Market Research Future bis 2035 jährlich um 5,15% zulegen.
Trading-Taktik: Silber absolvierte in den vergangenen Wochen eine Zwischenkorrektur vom Verlaufshoch bei 70 USD. Nachdem die Notierungen zuletzt im Bereich des unteren Bollinger-Bands erfolgreich stabilisieren konnten, kann man hier mit enger Risikotoleranz im Bereich knapp unterhalb der Marke von 60 USD auf eine Fortsetzung des übergeordneten Aufwärtstrends bei Silber spielen.
Mit Blick auf die aktuelle Entwicklung des Rohstoffs Silber Future Contract (Basiswert) könnte sich als Alternative zu einem Direktinvestment der Mini-Future Long der DZ BANK (WKN: DN3TUS) auf den Silber Future Contract-Rohstoff anbieten. Der Endlos-Turbo Long richtet sich an Anleger, die überproportional (gehebelt) an einer Kursentwicklung des Silber-Future Contract-Rohstoffs oberhalb der Knock-Out-Barriere partizipieren möchten. Die Partizipation wirkt dabei in beide Richtungen, d.h. man partizipiert gehebelt an allen Kursentwicklungen (negativen wie positiven) des Basiswerts. Aufgrund seiner Hebelwirkung reagiert der Endlos-Turbo Long auf kleinste Kursbewegungen. Sollte der Kurs des Silber Future Contract-Rohstoffs an mindestens einem Zeitpunkt während der Laufzeit des Endlos-Turbo Long auf oder unter der Knock-Out-Barriere notieren (Knock-Out-Ereignis), verfällt der Endlos-Turbo wertlos. Die Barriere, die stets dem aktuellen Basispreis entspricht, und der Basispreis selbst werden jeden Tag angepasst. Der Endlos-Turbo Long auf den Rohstoff des Basiswerts Silber Future Contract hat keine feste Laufzeit. Er kann insgesamt zu festgelegten Terminen (ordentliche Kündigungstermine) durch die DZ BANK gekündigt werden. Ein Anleger kann den Mini-Future Long an festgelegten Terminen (Einlösungstermine) einlösen. Nach Einlösung durch den Anleger oder Kündigung durch die DZ BANK und sofern zuvor kein Knock-out-Ereignis eintritt, entspricht der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin dem EUR-Gegenwert der Differenz zwischen Kurs der Aktie des Basiswerts Silber Future Contract am jeweiligen Einlösungstermin bzw. ordentlichen Kündigungstermin und Basispreis multipliziert mit dem Bezugsverhältnis von 1,0.
Einen gänzlichen Verlust des eingesetzten Kapitals erleidet der Anleger, wenn der Kurs des Rohstoffs auf den Basiswert Silber Future Contract zu einem beliebigen Zeitpunkt während der Haltedauer auf oder unter der Knock-Out-Barriere notiert. (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK ihre Verpflichtungen aus dem Produkt aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Gemäß Allgemeinverfügung BaFin nach Art. 42 MiFIR und § 15 Absatz 1 Satz 2 WpHG in Verbindung mit Art. 42 MiFIR betreffend Turbo-Zertifikate vom 15.10.2025
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.
Stand: 15.09.2026, DZ BANK AG / Online-Redaktion / Emittent DZ BANK AG