Pascal Grunow war bereits drei Jahre lang als Werkstudent in der Redaktion von BörsenNEWS tätig und ist heute Teil der Redaktion von Wallstreet-Online. Sein Schwerpunkt liegt vor allem auf Kryptothemen, bei denen er aktuelle Marktbewegungen und Trends rund um digitale Währungen aufbereitet.
Gold steigt auf den höchsten Stand seit Mitte Mai. Ein schwächerer US-Dollar und die Rückkaufpläne des US-Finanzministeriums sorgen für zusätzlichen Rückenwind.
Für dich zusammengefasst:
Der Goldpreis erreicht höchstes Niveau seit drei Monaten.
Spotpreis für Gold steigt auf 4.677,19 US-Dollar je Feinunze.
Silberpreis steigt auf 69,19 US-Dollar je Feinunze.
Der Goldpreis (Goldkurs) hat seine Rallye fortgesetzt und den höchsten Stand seit mehr als drei Monaten erreicht. Unterstützung erhält das Edelmetall gleich von mehreren Seiten: Der US-Dollar verliert an Stärke, während die Renditen amerikanischer Staatsanleihen trotz eines insgesamt erhöhten Zinsniveaus unter Kontrolle bleiben.
Der Spotpreis für Gold kletterte am Montag zeitweise auf 4.677,19 US-Dollar je Feinunze und erreichte damit den höchsten Stand seit Mitte Mai. Allein im laufenden Monat hat Gold mehr als 15 Prozent zugelegt.
Nach Einschätzung der United Overseas Bank (UOB), einer der größten Banken Singapurs, befindet sich das Edelmetall damit auf Kurs für den stärksten monatlichen Anstieg seit September 1999. Gold-Futures stiegen auf 4.720,30 US-Dollar und markierten ebenfalls ein Drei-Monats-Hoch.
Ein entscheidender Treiber der Rallye ist die Entwicklung der US-Währung. Der US-Dollar-Index hat im bisherigen Monatsverlauf rund 0,8 Prozent verloren. Da Gold international überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, verbilligt ein schwächerer Greenback das Edelmetall für Käufer außerhalb des Dollarraums.
Gleichzeitig spielen die Renditen am US-Anleihemarkt den Gold-Bullen in die Karten. Zwar lagen die Treasury-Renditen über weite Teile des August auf erhöhtem Niveau, die geplanten Anleiherückkäufe des US-Finanzministeriums begrenzen jedoch den Aufwärtsdruck. Im Monatsvergleich sind die Renditen um rund drei Basispunkte gesunken.
Die Stärke am Edelmetallmarkt beschränkt sich nicht auf Gold. Auch Silber (Silberpreis) legte zu. Der Spotpreis stieg zwischenzeitlich auf 69,19 US-Dollar je Feinunze.
Jackson Hole könnte über die nächste Gold-Bewegung entscheiden
Für Anleger rückt nun die US-Geldpolitik in den Mittelpunkt. Entscheidend dürfte insbesondere die bevorstehende Rede von Fed-Chef Warsh in Jackson Hole sein. Investoren hoffen auf neue Hinweise zur weiteren Entwicklung der amerikanischen Leitzinsen.
Die Reaktion des Goldpreises könnte entsprechend deutlich ausfallen. Eine überraschend restriktive, also hawkishe Botschaft könnte die laufende Rallye abbremsen. Signale für eine lockerere Geldpolitik hätten dagegen das Potenzial, die Gold-Hausse weiter anzufachen.
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