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Silber erneut unter Druck: Nächster Absturz unmittelbar voraus?

Das Edelmetall steht zum Wochenauftakt unter Druck, nachdem die gescheiterten Friedensverhandlungen den Ölpreis und die Inflationserwartungen höher treiben.
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Silberbarren mit fallendem Candlestick-Chart (Symbolbild).
Quelle: - KI-generiertes Symbolbild (Google Gemini).
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Gold und Silber (Silberpreis) unter Druck, Iran-Krise belastet

Die Preise für Edelmetall sind in der Nacht auf Montag unter Druck geraten. Gold gab im Vergleich zum Freitagabend um rund ein halbes Prozent nach, während Silber Verluste von knapp 2 Prozent verzeichnete.

Der Grund hierfür sind die gescheiterten Friedensgespräche in Islamabad sowie die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Blockade der Straße von Hormus, woraufhin die Ölpreise erneut in die Höhe schossen. Das Barrel Brent verteuerte sich um rund 7 Prozent auf 103 US-Dollar, während WTI sogar einen Aufschlag von 8 Prozent verzeichnete und mit 103,30 US-Dollar je Fass an der Nordseesorte vorbeizog.

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Hohe Energiepreise heizen Inflations- und Zinserwartungen an

Der erneute Energiepreisanstieg sorgt für höhere Inflationserwartungen, daher steht der Anleihenmarkt ebenfalls unter Druck. Am kurzen Ende der Zinskurve kletterten die Rendite für 2-jährige US-Staatsanleihen um 0,8 Prozent auf 3,83 Prozentpunkte. Am langen Ende verzeichneten die 10-jährigen Staatsanleihen einen Anstieg auf 4,34 Prozent.

Zwar gelten Gold (Goldkurs) und Silber in politisch und wirtschaftlich unsicheren Zeiten als sichere Häfen, doch als zinslose Assets reagieren sie sensibel auf höhere Marktzinsen. Leitzinserhöhungen gelten inzwischen als immer wahrscheinlicher. Damit dürfte der Gegenwind vor allem für Silber nach dem Blow-Off-Top im Januar anhalten.

Bärenflagge zeichnet sich ab, Abwärtstrend intakt

Kommt es nicht doch noch zu einer raschen Einigung zwischen den USA und dem Iran, was angesichts der weit auseinanderliegenden Verhandlungspositionen als unwahrscheinlich erscheint, dürften deutlich niedrigere Silberpreise kaum noch zu verhindern sein.

Die zuletzt gestartete Erholung verliert bereits wieder an Tempo und dürfte angesichts der schwachen technischen Indikatoren kaum die Kraft für einen Anstieg über die 50-Tage-Linie bei rund 80 US-Dollar haben. Zwar befindet sich bei rund 70 US-Dollar eine Horizontalunterstützung, doch im Chart deutet alles auf eine Bärenflagge und damit eine Fortsetzung des mittelfristigen Abwärtstrends hin.

Mit Blick auf den Trendstärkeindikator MACD hat sich zuletzt nichts geändert. Der zeigt mit einem Stand deutlich unter der Nulllinie einen Abwärtstrend an. Bullishe Divergenzen, die auf eine Trendwende hindeuten, liegen bislang keine vor. Anlegerinnen und Anleger sollten sich daher auf Kurse um 60 US-Dollar, wo die 200-Tage-Linie liegt, beziehungsweise 50 US-Dollar gefasst machen.

Fazit: Mit weiteren Verlusten muss gerechnet werden

Für Aktien- und Edelmetallanlegerinnen und -Anleger startet die neue Handelswoche enttäuschend, nachdem die Friedensbemühungen im Nahen Osten zunächst gescheitert sind und alles auf eine erneute Eskalation der politischen Spannungen hindeutet.

Wer bei Silber investiert ist, muss sich angesichts der steigenden Inflations- und Zinserwartungen auf anhaltenden Gegenwind und weiter sinkende Kurse einstellen. Eine rasche Rückkehr zu den im Dezember und Januar verzeichneten Hochs ist nach dem spektakulären Blow-Off-Top mit Blick auf den Chart so gut wie ausgeschlossen.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


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