BNP sieht Gold als klaren Profiteur wachsender politischer Unsicherheit, während Silber nach seinem Höhenflug anfällig für eine deutliche Trendwende wird.
Für dich zusammengefasst:
BNP Paribas prognostiziert Gold bei 5.000 US-Dollar.
Gold profitiert von geopolitischen Spannungen und Risiken.
Silbermarkt entspannt sich, Korrektur naht bei 100 US-Dollar.
Der Höhenflug am Edelmetallmarkt könnte noch längst nicht vorbei sein – zumindest für Gold (Goldkurs). Nach Einschätzung von BNP Paribas (BNP Paribas Aktie) ist ein Anstieg auf 5.000 US-Dollar je Feinunze inzwischen greifbar nahe. Silber hingegen dürfte nach dem Erreichen der Marke von 100 US-Dollar unter Verkaufsdruck geraten.
"Gold gedeiht in Zeiten der Unsicherheit", sagte David Wilson, Director of Commodities Strategy bei BNP Paribas, am Montag in einem Interview mit Bloomberg. Bereits im vergangenen Jahr habe das Edelmetall von geopolitischen Spannungen und makroökonomischen Risiken profitiert – ein Muster, das sich 2026 fortsetze.
Neue Risiken beschleunigen den Gold-Run
Zu den jüngsten Preistreibern zählen neue geopolitische Unsicherheiten, darunter die verschärfte Rhetorik von Donald Trump rund um eine mögliche Übernahme Grönlands sowie die Androhung neuer Zölle gegen mehrere europäische Länder. Hinzu kommen wachsende Sorgen um die Unabhängigkeit der Federal Reserve, die das Vertrauen in klassische Anlagehäfen untergraben.
"Alle denkbaren Unterstützungsfaktoren für Gold sind derzeit aktiv", sagte Wilson. Bereits im November habe BNP Paribas prognostiziert, dass Gold "früher oder später" die Marke von 5.000 US-Dollar erreichen werde. "Damals klang das sehr ambitioniert. Heute stehen wir bei 4.700 US-Dollar – da sind 5.000 US-Dollar kein großer Sprung mehr."
Silber: Rallye mit Ablaufdatum
Deutlich vorsichtiger zeigt sich der Analyst beim Silberpreis. Zwar habe das Metall 2025 von physischen Engpässen und spekulativen Zuflüssen profitiert, doch diese Verzerrungen lösten sich nun zusehends auf. "Der physische Markt entspannt sich spürbar, die Leasingraten sind deutlich gefallen", sagte Wilson. Silber (Silberpreis) sei zudem ein deutlich dünnerer und weniger liquider Markt als Gold.
Sobald spekulative Investoren begännen, Gewinne mitzunehmen, sei "eine ziemlich deutliche Korrektur" wahrscheinlich. Das Risiko sei umso größer, je näher der Preis an die psychologisch wichtige Marke von 100 US-Dollar heranrücke.
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